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Cellent Österreich

Bürgerbeteiligung 4.0

Innovative IT-Lösung unterstützt politische Entscheidungen.

Foto: Cellent Fupol erkennt mittels Social Media-Analyse automatisch, was den Bürgern unter den Fingernägeln brennt Foto: Cellent Thomas Cermak und Josef Janisch, Vorstände Cellent Österreich (v.l.): „Mit FUPOL erfahren politische Organisationen, was die Bürger bewegt“ Die IT-Lösung FUPOL (Future Policy Modeling) ist das Ergebnis eines 9 Millionen Euro schweren Forschungsprojektes der EU-Kommission mit dem Ziel, politische Entscheidungen durch Einbindung der Bürger zu unterstützen. Der Ansatz basiert auf Innovationen wie Multichannel Social Computing, Crowd Sourcing, fortgeschrittenen Analysemodellen und Politiksimulation. 18 internationale Konsortialpartner arbeiteten vier Jahre an der Umsetzung des Vorzeigeprojektes. Als Konsortialführer hat das IT-Beratungs- und Serviceunternehmen Cellent Österreich die Kernkomponente der Lösung federführend entwickelt.
Die Plattform unterstützt den politischen Gestaltungsprozess von der automatischen Themenerkennung und dem Dialog mit dem Bürger über die Analyse der gesammelten Daten bis zur Simulation der Auswirkungen von politischen Entscheidungen. Dafür werden die Inhalte von Social Media, Zeitungen/Zeitschriften und Radio/TV analysiert und neue Themen automatisch erkannt. Darüber hinaus können die Bürger über Online-Umfragen oder Meinungserhebungen eingebunden werden. Mithilfe von Visualisierung werden die Ergebnisse verdichtet, um Einflussfaktoren und Abhängigkeiten erkennen zu können. „FUPOL ermöglicht es, die Informationsflut im Internet zu analysieren und effektiv für die Gestaltung der Politik zu nutzen. Politische Organisationen erfahren in gebündelter Form, was die Bürger bewegt“, fasst Josef Janisch, Vorstand von Cellent Österreich, den Nutzen der Software-Lösung zusammen.
FUPOL ist bereits international im Einsatz. In der kroatischen Hauptstadt Zagreb wurde FUPOL etwa zur Schaffung von Bildungs- und Freizeiteinrichtungen eingesetzt. Die Bewohner wurden dazu ermuntert, im Blog der Stadtverwaltung ihre Meinung zu den bestehenden Einrichtungen und zum Neubedarf kundzutun. Zusätzlich wurden die wichtigsten Social Media-Kanäle analysiert. Durch „Hot Topic Sensing“ – der automatischen Themenerkennung – und intelligente Visualisierung konnten die Postings verdichtet und den politischen Entscheidungsträgern präsentiert werden. Ausgehend von den Meinungen und Bedürfnissen der Bürger wurde in weiterer Folge ein Aktionsplan erstellt. Im September wurde schließlich ein neues Bildungszentrum für rund 1.500 Kinder eröffnet.
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