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Atos

„Chiron“ bereit zum Start

System für Patientenüberwachung ermöglicht es, chronische Erkrankungen außerhalb des Krankenhauses zu beobachten.

Der IT-Dienstleister Atos hat die Forschungs- und Entwicklungsphase des Chiron-Projekts abgeschlossen. Das 2010 gestartete Projekt für die Patientenüberwachung in Krankenhäusern und zu Hause bietet Ärzten die Möglichkeit, physiologische Anzeichen und medizinische Bilder über den Computer aufzurufen und zu analysieren. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Überwachungssystems, das die Interoperabilität zwischen Geräten und Services im Gesundheitswesen gewährleistet und Patientendaten sicher speichert und verwaltet. Dafür wurden Algorithmen für die Analyse komplexer Daten und unterschiedlicher klinischer Parameter erstellt, die von verschiedenen Sensortypen gemessen werden. So können Mediziner die Körpertemperatur, die körperliche Aktivität, die Patientenposition oder den Blutdruck jederzeit überwachen und kontrollieren – unabhängig vom Aufenthaltsort des Patienten.
Chiron besteht aus Tools, die physiologische Anzeichen und Echtzeitbilder durch eine computerunterstützte Analyse verarbeiten. Das System führt zu besseren Entscheidungen hinsichtlich der klinischen Behandlung.
Atos wirkte an der Entwicklung des Support-Tools für klinische Experten und des Medical Expert Support Tools mit. Diese Anwendung ist das Herzstück des Clinical Decision Support System (CDSS). Das CDSS wird für den Vergleich der von den Sensoren erfassten Patientendaten verwendet und aktiviert die Warnsysteme in Risikosituationen.
Außerdem hat der IT-Dienstleister eine Benutzeroberfläche erstellt, über die Ärzte den Patientenstatus abrufen, Daten sammeln und Risiken bewerten können. Während der Pilotphase wurden Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz in Krankenhäusern in Italien und Großbritannien beobachtet. Bis zu 71 unterschiedliche Parameter wurden durch die Messungen der Sensoren und denen des klinischen Fachpersonals erfasst. Die gesammelten Daten helfen dabei, neue Biomarker zu finden und Algorithmen für die Früherkennung und Risikobewertung zu verbessern.
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