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Poly

New Work

Gastbeitrag: Über die neue (Arbeits-)Normalität berichtet Henning Schäfer.

Foto: Poly Die Arbeit am Küchentisch wurde in den letzten Monaten gezwungenermaßen zum Status quo Im vergangenen Jahr sahen sich Arbeitnehmer und -geber mit einer unerwarteten Herausforderung konfrontiert: der Zusammenarbeit aus dem Homeoffice. Viele Unternehmen waren auf diese Aufgabe schlicht nicht vorbereitet. In den letzten Monaten ist das Arbeiten von zu Hause jedoch rasch zur Norm geworden und erfreut sich einer nie dagewesenen Akzeptanz. Die Pandemie hat gezeigt: Es ist egal, ob im Homeoffice oder Büro gearbeitet wird – was zählt ist das Endergebnis. Wir haben jetzt die Möglichkeit, eine flexiblere Zukunft zu gestalten und in den Bereichen, in denen es möglich ist, Arbeit neu zu definieren. Denn es handelt sich dabei um keinen Ort, sondern um eine Tätigkeit, und deren Rahmenbedingungen werden sich langfristig ändern.

Hybrides Arbeiten fördert die Produktivität

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich zukünftig nicht endgültig zwischen Büro und Homeoffice entscheiden, es wird eine Mischung der beiden Varianten geben. Dies verschafft den Arbeitnehmern nicht nur mehr Autonomie, sondern bietet auch dem Arbeitgeber Vorteile. Zu Beginn der Pandemie standen viele Arbeitgeber dem Thema Homeoffice skeptisch gegenüber. Jedoch hat der neueste von Poly beauftragte IDC Report gezeigt, dass 55 Prozent der europäischen Unternehmen trotz anfänglicher Zurückhaltung, ihren Mitarbeiter im Homeoffice vertrauen. Belohnt werden die Arbeitgeber dafür mit einer erhöhten Produktivität und einem gesteigerten Engagement der Belegschaft. Der Trend zum hybriden Arbeiten erfordert allerdings auch eine neue Strategie in Sachen Teamführung.

Die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben verschwimmen zunehmend und Unternehmen müssen das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter sicherstellen. Es ist zu erwarten, dass dies auch zu neuen Funktionen bezüglich Produktivität und Arbeitseffizienz bei Videokonferenzlösungen führen wird. Absehbar ist die Zunahme intelligenter, benutzerzentrierter Anwendungen, die die Belegschaft vor „Videomüdigkeit“ und Burn-out schützen sollen. Vermutlich wird es nicht mehr lange dauern, bis Videokonferenzlösungen über Timer- und Alarmfunktionen verfügen. So lassen sich Benutzer auf lange Meetings und das Einplanen von Pausen aufmerksam machen.

Der 10-Stunden-Homeoffice-Tag in der gleichen Umgebung, Tag für Tag, kann anstrengend sein. Technologie kann allerdings einige Leitplanken aufstellen, um alle möglichst glücklich und gesund zu halten. Dies muss zukünftig Teil jeder modernen Unternehmensstrategie sein.

Foto: Poly Mithilfe neuer Technologien lassen sich die meisten Meetings mittlerweile per Videokonferenz abhalten Video ist und bleibt die Zukunft

Auch das Thema Geschäftsreisen hat sich mit dem Beginn der Pandemie geändert. Gehörten sie in den letzten Jahren fest zum Arbeitsalltag vieler dazu, vernetzen sich Geschäftspartner jetzt mittels moderner Technologien. Schnellere Internetverbindungen und verbesserte Videokomprimierungstechnologie haben HD-Videos zu einer echten Alternative zum persönlichen Meeting gemacht – auch zwischen Kollegen, die eigentlich im gleichen Büro sitzen.

Einige Vorteile der Zusammenarbeit im Büro gehen jedoch verloren. Spontane, ungeplante Treffen beispielsweise. Durch diesen informellen Austausch entstanden häufig neue Ideen und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen wurden verbessert. Unternehmen müssen daher zukünftig solche Momente bewusst in das Remote-Arbeitsleben einbauen und neue Wege finden, eher informelle, virtuelle Treffen zu ermöglichen und neue digitale Abläufe in die Unternehmenskultur zu integrieren.

Durch die vermehrte Arbeit aus dem Homeoffice steigt auch die Nachfrage nach flexibel skalierbaren IT-Infrastrukturen sowie Hard- und Softwarelösungen in Unternehmensqualität. Von daher ist zu erwarten, dass beispielsweise Headsets, Freisprecheinrichtungen und Videobars zukünftig häufiger im Rahmen eines kostenpflichtigen Monatsplans angeboten werden. Aus Sicht der Agilität eines Unternehmens sind dies gute Nachrichten, da sich die Kosten für technologische Investitionen so über mehrere Jahre verteilen lassen.

Fazit

Wir stehen nach einem turbulenten Jahr hinsichtlich des Arbeitslebens an der Schwelle zu einer neuen Normalität – mit ein paar blauen Flecken, aber stärker und weiser als je zuvor. Die Pandemie hat unseren Erfindungsgeist gefordert, Innovationen beschleunigt und eine neue Mitarbeiterkultur gefördert. Hybrides Arbeiten wird der neue Status Quo und auch von Videokonferenzen werden wir uns so schnell nicht verabschieden. Dabei sollten Unternehmen aber vor allem in eines investieren: ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der Autor Henning Schäfer ist Senior Director Sales DACH bei Poly.

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