Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Umfrage zeigt wachsende Offenheit für europäische Software 20. 07. 2026
Eine aktuelle Erhebung unter IT-Entscheidern in Deutschland, Frankreich und den nordischen Ländern zeigt einen deutlichen Wandel beim Einsatz europäischer Software. Gleichzeitig gewinnt das Thema digitale Souveränität insbesondere in den Bereichen Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste weiter an Bedeutung.
Red Hat erweitert OpenShift um Funktionen für Sicherheit, Virtualisierung und KI 17. 07. 2026
Red Hat hat die Version 4.22 seiner Anwendungsplattform OpenShift vorgestellt. Das Update bringt Neuerungen in den Bereichen Sicherheit, Virtualisierung, Infrastrukturautomatisierung und Künstliche Intelligenz. Nach Angaben des Unternehmens sollen damit der Betrieb hybrider Cloud-Umgebungen vereinfacht, der Administrationsaufwand reduziert und produktive KI-Anwendungen unterstützt werden.
Daimler Truck setzt im indirekten Einkauf auf JAGGAER One 16. 07. 2026
Die Daimler Truck digitalisiert ihre indirekten Einkaufsprozesse mit der Source-to-Pay-Plattform JAGGAER One. Die Lösung soll Beschaffungsvorgänge standardisieren, den Automatisierungsgrad erhöhen und Mitarbeitende durch KI-gestützte Funktionen unterstützen.
Nextcloud holt Moltagent-Entwickler Christian Fu Müller als KI-Verantwortlichen 16. 07. 2026
Der Open-Source-Anbieter Nextcloud baut seine Kompetenzen im Bereich künstliche Intelligenz aus. Mit Christian Fu Müller übernimmt der Entwickler des KI-Assistenten Moltagent die Verantwortung für die strategische Weiterentwicklung agentischer KI-Funktionen innerhalb der Kollaborationsplattform.
Mitarbeitende werden zum wachsenden Sicherheitsrisiko 15. 07. 2026
Unsichere Arbeitsgewohnheiten und die unkontrollierte Nutzung von KI-Tools erhöhen laut einer aktuellen WatchGuard-Studie die Cyberrisiken in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Besonders Schatten-KI, schwache Passwortpraktiken und ungesicherte Zugriffe stellen IT-Abteilungen vor neue Herausforderungen.
Swarovski auf dem Weg zur intelligenten Unternehmensplattform 15. 07. 2026
Wie modernisiert ein internationaler Konzern seine Unternehmens-IT für die nächsten Jahre? Das Praxisbericht zeigt am Beispiel von Swarovski, wie die Transformation der ERP-Landschaft umgesetzt wurde und welche Rolle Cloud und Daten dabei spielen.
AWS stellt offenen MCP-Server für die Registry of Open Data vor 15. 07. 2026
Amazon Web Services (AWS) hat auf dem UN-Gipfel „AI for Good“ in Genf einen Open-Source-MCP-Server vorgestellt, der KI-Assistenten mit der AWS Registry of Open Data (RODA) verbindet. Forschende können Datensätze künftig über natürlichsprachliche Anfragen durchsuchen und erhalten passende Ergebnisse samt Metadaten und Vorschauen innerhalb einer Konversation.
Wenn KI Phishing auf ein neues Niveau hebt 15. 07. 2026
Generative KI und Phishing-as-a-Service machen Cyberangriffe einfacher, schneller und überzeugender. Welche Folgen diese Entwicklung für Unternehmen hat und wie sich das Risiko wirksam reduzieren lässt, beleuchtet Martin J. Krämer, CISO Advisor bei KnowBe4, in seinem Gastbeitrag.
Nicht jeder Prozess braucht KI 14. 07. 2026
Zwischen KI-Hype und echtem Mehrwert liegen oft Welten. Warum erfolgreiche KI-Projekte mit dem Geschäftsproblem beginnen, welche Rolle moderne ERP-Systeme spielen und weshalb KI-Agenten den Mittelstand verändern werden, erklärt Oliver Hoffmann, Geschäftsführer von KUMAVISION, im Interview.
Wandel gestalten, menschlich bleiben: Wie der Mittelstand KI als echte Chance nutzt 14. 07. 2026
Künstliche Intelligenz ist im Mittelstand angekommen. Doch wie gelingt der Sprung von der Spielerei zum messbaren geschäftlichen Mehrwert? Beim diesjährigen Kundenforum des Business-Software-Spezialisten und Microsoft-Partners KUMAVISION in Stuttgart zeigte sich eindrucksvoll, dass der Schlüssel im partnerschaftlichen Dialog und praxisnahen Anwendungen liegt.
Infineon und LS ELECTRIC treiben DC-Infrastrukturen für KI-Rechenzentren voran 13. 07. 2026
Infineon Technologies und LS ELECTRIC wollen gemeinsam hocheffiziente Gleichstrom-Infrastrukturlösungen für KI-Rechenzentren und Stromnetze der nächsten Generation entwickeln. Im Fokus stehen Halbleiterbasierte Technologien, die Energieeffizienz, Systemleistung und Skalierbarkeit künftiger Energieinfrastrukturen verbessern sollen.
KI im Kundenservice: Zwischen Effizienz und Akzeptanz 13. 07. 2026
Generative KI wird in Unternehmen immer häufiger eingesetzt. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Kund den digitalen Service kritischer beurteilen als die Unternehmen selbst.
Kleine Unternehmen setzen bei Cybersecurity zunehmend auf externe Spezialisten 13. 07. 2026
Cybersecurity wird für kleine Unternehmen immer stärker zur strategischen Aufgabe. Die aktuelle ESET-Studie „Stand der IT-Sicherheit 2026“ zeigt, dass viele Unternehmen angesichts steigender Bedrohungen und begrenzter personeller Ressourcen verstärkt auf Managed Services und externe Security-Experten setzen. Gleichzeitig wächst das Sicherheitswissen in den Unternehmen deutlich.
Salesforce bringt CRM-Daten und KI-Agenten direkt in Slack 10. 07. 2026
Salesforce erweitert Slack um neue Model Context Protocol (MCP)-Server. Dadurch lassen sich CRM-Daten, Tableau-Analysen, Data-360-Informationen, KI-Agenten und Workflows direkt in Slackbot nutzen. Ziel ist es, Slack als zentrale Arbeitsumgebung für Menschen, Daten und KI-Agenten zu etablieren.
ESET warnt vor schadhaften AI Skills als neuer Angriffsfläche für KI-Agenten 08. 07. 2026
KI-Agenten erhalten durch sogenannte AI Skills zusätzliche Funktionen – genau darin sehen Sicherheitsforscher eine neue Angriffsfläche. ESET hat rund 900.000 AI Skills untersucht und dabei mehr als 25.000 verdächtige sowie über 3.000 eindeutig schadhafte Erweiterungen identifiziert. Die Ergebnisse sind Teil des aktuellen ESET Threat Reports für den Zeitraum Januar bis Mai 2026.
FH Oberösterreich verteidigt WM-Titel in der RoboCup Rescue League 07. 07. 2026
Das Team DYNAMICS der FH Oberösterreich hat den Weltmeistertitel in der RoboCup Rescue League erfolgreich verteidigt. Bei der RoboCup-Weltmeisterschaft in Südkorea setzte sich das Team des Campus Wels gegen internationale Konkurrenz durch und legte gleichzeitig die Grundlage für das neue Forschungsprojekt LARX im Bereich Rettungsrobotik.
Warum der KI-Boom den Ausbau von Rechenzentren beschleunigt 07. 07. 2026
Generative KI und autonome KI-Agenten verändern nicht nur Anwendungen, sondern auch die Anforderungen an die digitale Infrastruktur. Eine aktuelle Analyse zeigt, warum Rechenzentrumskapazitäten in den kommenden Jahren zum entscheidenden Faktor für die weitere KI-Entwicklung werden könnten.
Warum KI in ERP und MES nur mit den richtigen Quellen funktioniert 06. 07. 2026
Generative KI verspricht schnellere Entscheidungen in der Produktion. Doch ohne verlässliche Unternehmensdaten und nachvollziehbare Quellen stoßen Sprachmodelle schnell an ihre Grenzen. Warum Retrieval-Augmented Generation (RAG) hier einen anderen Ansatz verfolgt und welche Rolle Datensouveränität dabei spielt, zeigt unser Fachbeitrag.
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Application Security Studie

95 Prozent der CISOs stellen Sicherheitsprobleme zugunsten von Projektfristen zurück

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz beschleunigt die Softwareentwicklung, erhöht jedoch zugleich die Anforderungen an die Anwendungssicherheit. Eine aktuelle Studie von Checkmarx zeigt, dass viele Unternehmen ihre Sicherheitsstrategien nicht im gleichen Tempo weiterentwickeln. Zeitdruck, fehlende Governance und unzureichende Sicherheitsprüfungen führen dazu, dass weiterhin verwundbare Software produktiv eingesetzt wird.

Foto: Checkmarx Sandeep Johri, CEO von Checkmarx Foto: Checkmarx Patrick Siffert, Regional Director DACH & Iberia bei Checkmarx Die Nutzung von KI-Werkzeugen ist in der Softwareentwicklung inzwischen nahezu flächendeckend angekommen. Laut dem aktuellen „Future of Application Security Report“ von Checkmarx verwenden bereits 96 Prozent der Entwicklerinnen und Entwickler KI-Tools innerhalb ihrer Entwicklungsumgebung. Die Mehrheit bewertet deren Nutzen positiv. Gleichzeitig offenbart die Studie jedoch erhebliche Defizite bei der Integration von Sicherheitsmaßnahmen in moderne Entwicklungsprozesse.

Für die Untersuchung wurden weltweit 2.350 CISOs, Verantwortliche für Anwendungssicherheit sowie Entwickler aus 14 Ländern befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen zwar zunehmend auf KI-gestützte Entwicklung setzen, gleichzeitig aber weiterhin mit grundlegenden Herausforderungen bei Sicherheit, Governance und Compliance kämpfen.

Besonders kritisch ist dabei der Umgang mit Sicherheitsrisiken unter hohem Zeitdruck. So geben 95 Prozent der befragten CISOs an, unter Druck zu stehen, Compliance-relevante Sicherheitsprobleme zurückzustellen, wenn Projektfristen gefährdet sind. Gleichzeitig wird Sicherheit in vielen Organisationen noch immer nicht als fester Bestandteil des Entwicklungsprozesses behandelt.

Sicherheitsprüfungen erfolgen häufig zu spät

Ein zentrales Ergebnis der Studie betrifft die Integration von Sicherheit in den Softwareentwicklungsprozess. Lediglich 18 Prozent der Entwickler führen nach eigenen Angaben kontinuierliche Sicherheitsprüfungen bereits während der Entwicklung durch. Bei mehr als 80 Prozent der Befragten sind solche Kontrollen hingegen noch kein fester Bestandteil des Entwicklungsalltags.

Die Folge ist, dass Sicherheitslücken häufig erst in späteren Projektphasen oder sogar nach einem Sicherheitsvorfall entdeckt werden. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass drei Viertel aller Unternehmen bereits wissentlich verwundbare Software ausgeliefert haben. Als Gründe nennen die Befragten vor allem Zeitdruck, die zunehmende Komplexität moderner Anwendungen sowie die Hoffnung, dass vorhandene Schwachstellen unentdeckt bleiben.

Die Ergebnisse deuten zudem auf einen Zusammenhang zwischen KI-generiertem Code und dem Sicherheitsniveau von Anwendungen hin. Unternehmen, deren Produktivcode zu 81 bis 100 Prozent durch KI erzeugt wird, liefern laut Studie mehr als dreimal so häufig verwundbare Software aus wie Organisationen mit einem KI-Code-Anteil von lediglich ein bis 20 Prozent. Der Anteil liegt hier bei 47 gegenüber 14 Prozent.

Zwar erkennen Unternehmen die Risiken zunehmend an, die Umsetzung entsprechender Gegenmaßnahmen erfolgt jedoch nur langsam. Der Anteil der Unternehmen, die nach eigenen Angaben wissentlich verwundbare Software ausliefern, sank innerhalb eines Jahres von 81 auf 75 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil der Organisationen mit klar definierten Governance-Vorgaben für den Einsatz von KI lediglich von 18 auf 22 Prozent.

KI verändert die Anforderungen an die Anwendungssicherheit

Mit der zunehmenden Verbreitung leistungsfähiger KI-Modelle verändert sich auch die Bedrohungslage. Laut Report entstehen neue Angriffsflächen, während sich die Zeitspanne zwischen der Entdeckung und der Ausnutzung von Schwachstellen kontinuierlich verkürzt.

Die Autoren der Studie empfehlen deshalb Sicherheitsansätze, die klassische deterministische Prüfverfahren mit KI-gestützten Analyse- und Bewertungsmethoden kombinieren. Ergänzt werden sollen diese durch klare Governance-Regeln für den KI-Einsatz sowie eine weitgehende Automatisierung der Schwachstellenbehebung.

Trotz dieser Entwicklungen verfügen laut Studie weiterhin 78 Prozent der Unternehmen über keine klaren Vorgaben für den Einsatz von KI. Dadurch steigt das Risiko unkontrollierter Schatten-KI sowie die Gefahr, dass unsicherer oder nicht ausreichend geprüfter Code in Produktivsysteme gelangt.

Zugleich offenbart die Untersuchung eine deutliche Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Realität. Während 73 Prozent der Unternehmen ihr Sicherheitsniveau als „Advanced“ oder „Highly Mature“ einstufen, berichten gleichzeitig 93 Prozent von Sicherheitsvorfällen im Zusammenhang mit ihren eigenen Anwendungen.

Europäische Unternehmen kämpfen mit der Schwachstellenbehebung

Besonders kritisch fällt der Blick auf die Behebung identifizierter Sicherheitslücken aus. Die europäischen Ergebnisse zeigen laut Checkmarx ein besorgniserregendes Bild. So gelingt es 35 Prozent der befragten Unternehmen nicht, innerhalb von drei Monaten mehr als die Hälfte der entdeckten Schwachstellen zu schließen.

Für Checkmarx unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit, Anwendungssicherheit stärker in die Entwicklungsprozesse zu integrieren und bestehende Sicherheitsstrategien an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen.

Sandeep Johri, CEO von Checkmarx, erklärt:

„Der Report macht deutlich, dass viele Unternehmen die Risiken zwar erkannt haben, ihre Sicherheitsmaßnahmen jedoch nicht im gleichen Tempo weiterentwickeln. KI kann die Softwareentwicklung erheblich beschleunigen, erhöht jedoch auch das Risiko und ersetzt keine wirksamen Sicherheitskontrollen.“

Nach Einschätzung von Johri sind neue Sicherheitskonzepte erforderlich, die klassische Prüfverfahren mit KI-gestützten Analysen verbinden.

„Erforderlich sind Ansätze, die deterministische Prüfverfahren mit KI-gestützten, probabilistischen Analyse- und Bewertungsverfahren kombinieren, neue Angriffsmuster zuverlässig erkennen und Sicherheitsteams in die Lage versetzen, Schwachstellen schneller und gezielter zu beheben.“

Auch Patrick Siffert, Regional Director DACH & Iberia bei Checkmarx, sieht weiterhin erheblichen Handlungsbedarf:

„Die Zahlen zeigen, dass viele Unternehmen bei der Umsetzung von Anwendungssicherheit weiterhin vor erheblichen Herausforderungen stehen. Entscheidend ist, Sicherheit als festen Bestandteil von Entwicklungsprozessen zu verankern, identifizierte Schwachstellen konsequent zu priorisieren und zeitnah zu beheben.“

 

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