Die neueste Version der Automatisierungsplattform zenon bringt über 230 neue Funktionen und Verbesserungen. COPA-DATA fokussiert sich dabei auf Interoperabilität, IT-OT-Integration, Usability und Sicherheit. Mit an Bord: Unterstützung für Python, erweiterte Webvisualisierungen und ein deutlich ausgebautes Sicherheits- und Rollenmanagement.
Foto: COPA-DATA / Michael Schartner
Lukas Punzenberger, Director Product Management bei COPA-DATA
Mit zenon 15 stellt COPA-DATA eine überarbeitete Version seiner Automatisierungsplattform vor, die sich an industrielle Anwendungen in verschiedenen Sektoren wie Energie, Pharma oder Infrastruktur richtet. Der Fokus liegt auf einer engeren Verzahnung von Operational Technology (OT) und Informationstechnologie (IT), unterstützt durch neue Technologien, Schnittstellen und eine weiterentwickelte Benutzerverwaltung. Die Software bietet nun plattformübergreifende Funktionalitäten, eine breitere Spracheinbindung sowie web- und cloudbasierte Visualisierungsmöglichkeiten.
Die zenon Service Engine – die Laufzeitkomponente der Plattform – kann in Version 15 nun als Prozessserver in Linux-Containern betrieben werden. Damit ermöglicht COPA-DATA einen plattformübergreifenden Betrieb in gemischten IT-Umgebungen. Entwicklungsprojekte können unabhängig vom Zielsystem (Windows oder Linux) in einer einzigen Umgebung umgesetzt werden.
Ein wesentliches neues Feature ist die Unterstützung der Programmiersprache Python in zenon Logic. Dies soll laut COPA-DATA insbesondere die IT-OT-Konnektivität stärken. „Die verbreitete und leicht zu lesende Programmiersprache bringt IT und OT zusammen“, erklärt Lukas Punzenberger, Director Product Management bei COPA-DATA. „Damit können Ingenieure eine weitere Sprache nutzen, um Prozesse zu automatisieren, Daten zu analysieren und sogar Funktionen der Künstlichen Intelligenz direkt in die Steuerungsebene zu integrieren.“
zenon 15 erweitert die HTML5-basierte Web-Visualisierung.

Quelle: COPA-DATA
Die Abbildung zeigt die HTML-5-Webvisualisierung eines Umspannwerks.
Neu eingeführt wurden etwa Dashboards für webbasierte Matrix-Rezeptvisualisierung in der Batch-Produktion sowie Automatic Line Coloring (ALC). Letzteres ermöglicht eine Echtzeit-Darstellung von Prozesszuständen, insbesondere für verteilte Teams.
Quelle: COPA-DATA
Die Abbildung zeigt die Erweiterungen im Web Visualization Service wie Automatic Line Coloring (ALC) und Matrix-Rezeptvisualisierung.
Auch das zentrale Management wurde optimiert. „Die erweiterten Services rund um Industrial Internet of Things (IIoT) bringen ein noch intuitiveres, zentrales Management auf den Shopfloor“, sagt Punzenberger. „Wir haben Workflows gestrafft und komplexe Systeme einfacher konfigurierbar, überwachbar und skalierbar gemacht.“
Die neue Version reagiert auf gestiegene Anforderungen an industrielle IT-Sicherheit. Die Benutzerverwaltung unterstützt nun mehr als 65.000 Berechtigungsrollen. Projekte lassen sich damit gerätespezifisch absichern. In der technischen Dokumentation findet sich zudem ein Mapping zur Norm IEC 62443-4-2.
„zenon 15 schlägt eine Brücke zwischen IT und OT; wir haben viele der langjährigen Lücken geschlossen. Von der Datenerfassung bis zur Visualisierung in modernen Webanwendungen geschieht alles in einer sicheren, einheitlichen Umgebung“, so Punzenberger.
Für die Energiebranche bringt zenon 15 eine verbesserte Visualisierung für Umspannwerke, einschließlich ALC und Mandantenberechtigungen. In der Pharmaindustrie unterstützt die Plattform nun die Zertifizierung PAS-X MSI Plug & Produce. Dies ermöglicht die standardisierte und schnelle Integration von Geräten in Produktionsumgebungen.
Mit Blick auf die nahe Zukunft kündigt COPA-DATA zudem die vollständige Unterstützung für das kommende MTP 2.0 (Module Type Package) an. Diese Spezifikation soll im Herbst 2025 erscheinen. Ein entsprechender Build von zenon 15 ist laut Unternehmen für diesen Zeitpunkt vorgesehen.
„Egal ob sie eine bestehende Infrastruktur modernisieren oder ein neues Projekt auf der grünen Wiese starten: zenon 15 gibt Ingenieuren, Bedienern und Entscheidungsträgern Werkzeuge an die Hand, die sie benötigen, um intelligenter zu arbeiten“, sagt Punzenberger. „Die Software ermöglicht mehr Klarheit, Kontrolle und Zusammenarbeit über Systeme, Standorte und Disziplinen hinweg.“