Der israelische SASE-Spezialist Cato Networks hat erstmals ein Unternehmen übernommen: Mit Aim Security soll das Portfolio um umfassende KI-Sicherheitsfunktionen ergänzt werden.
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Shlomo Kramer, CEO und Mitbegründer von Cato Networks: „Die Veränderung durch künstliche Intelligenz wird die digitale Transformation als treibende Kraft übertreffen, die Unternehmen im nächsten Jahrzehnt prägen wird. Mit der Übernahme von Aim Security beschleunigen wir unsere SASE-Plattform mit fortschrittlichen KI-Sicherheitsfunktionen, um den Wandel unserer Kunden in Richtung des neuen und spannenden KI-Zeitalters abzusichern.“
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„Eines der weltweit größten Finanzdienstleistungsunternehmen hat Aim eingesetzt, um seine KI-Einführung abzusichern“, sagt Matan Getz, Mitbegründer und CEO von Aim Security.
Cato Networks setzt bei seiner Wachstumsstrategie erstmals auf eine Übernahme. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Tel Aviv gab am 3. September 2025 bekannt, den auf KI-Sicherheit spezialisierten Anbieter Aim Security zu übernehmen. Ziel ist es, die eigene SASE-Cloud-Plattform um Funktionen zur Absicherung von KI-Anwendungen und -Agenten zu erweitern.
Künstliche Intelligenz verändert die Interaktionsmodelle zwischen Menschen, Daten und Systemen, bringt jedoch neue Risiken für Sicherheit, Compliance und Datenschutz mit sich. Laut Cato etabliert sich SASE als Standardarchitektur für sichere Unternehmensnetze und könne künftig auch als zentrale Kontrollinstanz für KI-Interaktionen dienen. CEO und Mitgründer Shlomo Kramer betonte, die KI-Transformation werde die digitale Transformation in den kommenden Jahren sogar übertreffen.
Aim Security wurde 2022 gegründet und von YL Ventures sowie Canaan Partners finanziert. Das Unternehmen hat eine Sicherheitsplattform entwickelt, die den Einsatz von KI in Unternehmen absichert. Die Lösung umfasst drei Kernbereiche: Schutz der Mitarbeiter-Nutzung öffentlicher KI-Tools wie Microsoft Copilot oder neuer KI-Coding-Agenten, Absicherung interner KI-Anwendungen durch eine spezielle „AI Firewall“ sowie ein AI Security Posture Management (AI-SPM) zur Erkennung und Behebung von Risiken im gesamten KI-Entwicklungszyklus. Das Forschungsteam von Aim entdeckte zudem die erste gemeldete Zero-Click-Schwachstelle in Microsoft 365 Copilot („EchoLeak“, CVE-2025-32711).
Parallel zur Übernahme meldete Cato einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von mehr als 300 Millionen US-Dollar. Außerdem wurde die im Juni gestartete Series-G-Finanzierungsrunde um 50 Millionen US-Dollar erweitert, womit das Gesamtvolumen nun 409 Millionen US-Dollar beträgt. Die Funktionen von Aim sollen ab Anfang 2026 vollständig in die Cato SASE Cloud Platform integriert werden. Unternehmen, die bereits die eigenständige Aim-Lösung einsetzen, erhalten laut Cato einen nahtlosen Migrationspfad.