Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
BT International integriert STACKIT-Cloud in globale Netzwerkinfrastruktur 08. 05. 2026
BT International und STACKIT kooperieren beim Ausbau souveräner Cloud-Konnektivität in Europa. Unternehmen mit internationalen Standorten sollen dadurch regulatorisch konformen Zugriff auf europäische Cloud-Ressourcen erhalten – künftig auch über private Verbindungen außerhalb der EU.
Neues Innovation Center soll europäische Forschung, KI-Sicherheit und Kundenkooperation stärken 07. 05. 2026
Mit einem neuen Innovation Center in Paris baut Proofpoint seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Europa aus. Der Cybersecurity-Anbieter will dort gemeinsam mit Kunden und Partnern Sicherheitslösungen für den Einsatz von KI-Agenten entwickeln. Die Investition ist Teil einer breiteren europäischen Expansionsstrategie, die auch zusätzliche Forschungsstandorte und die Integration von Hornetsecurity umfasst.
Ohne moderne Datengrundlage bleibt KI Stückwerk 07. 05. 2026
Manfred Traumüller, Geschäftsführer von HPE Österreich, und Dietmar Wiesinger, Vorstand bei CANCOM Österreich, sprechen im Business-Leader-Doppelinterview über den aktuellen Stand der KI-Readiness bei Daten, über Strategien zur Datenmodernisierung und darüber, wie sie ihre Kunden bei der Umsetzung mit den nötigen Technologien und Plattformen unterstützen.
KI verändert Arbeit grundlegend – Microsoft sieht neue Betriebsmodelle als Schlüssel zum Wettbewerbsvorteil 07. 05. 2026
Der neue Microsoft Work Trend Index 2026 zeigt einen tiefgreifenden Wandel in der Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI. Laut der Studie mit 20.000 befragten KI-Nutzerinnen und -Nutzern entsteht der entscheidende Wettbewerbsvorteil künftig nicht mehr durch den Zugang zu KI-Technologien, sondern durch die Art, wie Unternehmen Arbeit rund um KI organisieren. Besonders organisatorische Faktoren wie Kultur, Führung und Anreizsysteme gewinnen dabei an Bedeutung.
Netzmodernisierung im Mobilfunk: A1 kündigt Abschaltung von 2G bis 2028 an 06. 05. 2026
A1 Telekom Austria plant die Abschaltung des 2G-Mobilfunkstandards im Mai 2028. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Netzmodernisierung und soll Kapazitäten für neue Technologien schaffen. Gleichzeitig werden betroffene Kunden frühzeitig auf den Umstieg vorbereitet.
SAP plant Übernahme von Prior Labs für tabellarische KI 06. 05. 2026
SAP will Prior Labs übernehmen und mehr als eine Milliarde Euro in den Aufbau eines Frontier-KI-Labors investieren. Fokus sind sogenannte tabellarische Foundation Models für strukturierte Geschäftsdaten.
SAP plant Übernahme von Dremio für agentische KI 06. 05. 2026
SAP will Dremio übernehmen und damit seine Datenbasis für KI-Anwendungen erweitern. Ziel ist die Integration von SAP- und Nicht-SAP-Daten auf einer einheitlichen Plattform.
Warum viele Transformationen scheitern – und was erfolgreiche Unternehmen anders machen 05. 05. 2026
Hartmut Müller, Group VP Value-led Transformation bei ServiceNow, zeigt im Interview, warum digitale Transformation weit über Technologie hinausgeht. Entscheidend sind klare Prozesse, eine gelebte Innovationskultur und die Fähigkeit, neue Lösungen schnell in messbaren Geschäftswert zu überführen. Gleichzeitig wird deutlich, weshalb viele Initiativen genau an dieser Umsetzung scheitern.
Durchbruch bei Magnonen ebnet Weg für kompakte Quantencomputer 05. 05. 2026
Forschende der Universität Wien haben die Lebensdauer von Magnonen deutlich verlängert und damit eine zentrale Hürde in der Quantenforschung adressiert. Die Ergebnisse könnten langfristig neue Ansätze für skalierbare und kompakte Quantencomputer ermöglichen.
Deep Dive: Wie Forescout Vedere Labs Angriffe auf vernetzte Geräte frühzeitig erkennen 04. 05. 2026
Die Forescout Vedere Labs analysieren Cyberbedrohungen auf vernetzte Geräte – von klassischen IT-Systemen bis zu OT-Komponenten wie industriellen Steuerungen. Mit realitätsnahen Angriffsszenarien, globalen Datenquellen und KI-gestützter Analyse entsteht ein detailliertes Lagebild moderner Angriffe auf kritische Infrastrukturen. Ein Deep Dive in Forschung, Honeypots und Threat Intelligence aus erster Hand.
Salesforce stellt Agentforce Operations für durchgängige Prozessautomatisierung vor 04. 05. 2026
Der Softwareanbieter Salesforce präsentiert mit Agentforce Operations ein neues Modell zur Automatisierung von Backoffice-Prozessen, bei dem KI-Agenten Aufgaben eigenständig und vollständig ausführen sollen.
A1 führt connect B2B-Kundenbarometer 2026 an 30. 04. 2026
A1 erreicht im aktuellen B2B-Kundenbarometer Internet 2026 des Fachmagazins connect professional den ersten Platz in Österreich. Die Studie basiert auf einer breit angelegten Befragung von Geschäftskunden im DACH-Raum.
Meta setzt auf AWS Graviton für nächste KI-Generation 30. 04. 2026
Meta Platforms weitet seine Partnerschaft mit Amazon Web Services deutlich aus und plant den großflächigen Einsatz von Graviton-Prozessoren. Der Ausbau adressiert insbesondere steigende Anforderungen agentenbasierter KI-Workloads.
Industrie unter Druck: Wie SAP und Uhlmann Wertschöpfung resilient machen 29. 04. 2026
Steigende Unsicherheiten, fragile Lieferketten und wachsender Wettbewerbsdruck stellen die Industrie vor große Herausforderungen. SAP und Uhlmann zeigen, wie digitale Produktionsumgebungen, vernetzte Datenökosysteme und KI helfen, Prozesse transparenter, effizienter und widerstandsfähiger zu gestalten – und warum Integration in operative Abläufe entscheidend ist.
Vertiv präsentiert 3D-AI-Modelle zur Planung von Rechenzentren 29. 04. 2026
Vertiv stellt auf der Data Centre World Frankfurt 2026 neue 3D-AI-Modelle vor, die Planung, Simulation und Optimierung von Rechenzentrumsinfrastrukturen unterstützen sollen. KI-gestützte Modelle sollen Effizienz, Skalierbarkeit und Resilienz verbessern.
Umfrage: Wirtschaft ist auf Quanten-Kriminalität kaum vorbereitet 28. 04. 2026
Eine aktuelle Umfrage von Horizon3.ai zeigt, dass Unternehmen in der DACH-Region die Risiken durch Quantencomputing bislang nur begrenzt berücksichtigen. Nur 14 Prozent der Unternehmen sehen Quantenangriffe als ernsthafte Bedrohung.
Weniger Neugründungen, leicht sinkende Insolvenzen zum Jahresstart 2026 27. 04. 2026
Im ersten Quartal 2026 ist die Zahl der Unternehmensgründungen in Österreich deutlich zurückgegangen, während die Insolvenzen auf hohem Niveau leicht sanken. Eine Analyse von Dun & Bradstreet zeigt regionale Unterschiede und strukturelle Verschiebungen in Branchen.
Google Cloud setzt auf agentenbasierte Sicherheitsarchitektur 24. 04. 2026
Auf der Google Cloud Next hat Google Cloud eine Reihe neuer Sicherheitsfunktionen vorgestellt. Im Fokus steht eine agentenbasierte Abwehrstrategie, die Unternehmen helfen soll, komplexe Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen, KI-Umgebungen abzusichern und Multi-Cloud-Infrastrukturen zu schützen.
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BSI-Jahresbericht 2025 zur IT-Sicherheitslage

Deutschland stärkt Cybersicherheit – doch die digitale Verwundbarkeit bleibt hoch

Der neue Jahresbericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigt Licht und Schatten: Während Betreiber kritischer Infrastrukturen Fortschritte beim Schutz ihrer Systeme machen und internationale Ermittlungen gegen Cyberkriminelle Erfolge zeigen, bleiben viele digitale Angriffsflächen offen. Die Zahl neu entdeckter Schwachstellen ist deutlich gestiegen – und vor allem kleinere Unternehmen bleiben gefährdet.

Foto: BSI BSI-Präsidentin Claudia Plattner und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt stellen den BSI-Jahresbericht 2025 in der Bundespressekonferenz in Berlin vor. Deutschland zieht eine gemischte Bilanz in Sachen Cybersicherheit. Der aktuelle Jahreslagebericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) attestiert dem Land Fortschritte beim Schutz kritischer Infrastrukturen und Ermittlungserfolge gegen international agierende Cyberkriminelle. Gleichzeitig zeigt der Bericht aber, dass Deutschland im digitalen Raum weiterhin verwundbar bleibt. Fehlende Schutzmaßnahmen, falsch konfigurierte Server und veraltete Systeme machen Netzwerke nach wie vor anfällig für Angriffe.

Zunehmende Angriffe trotz besserer Abwehr

Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 stieg die Zahl der täglich neu entdeckten Schwachstellen um 24 Prozent. Webanwendungen und Server gelten dabei als besonders anfällig: Viele Systeme sind unzureichend geschützt oder bekannte Sicherheitslücken werden zu spät behoben. Das BSI sieht die Ursache unter anderem in der fortschreitenden Digitalisierung, die neue internetbasierte Anwendungen und Systeme hervorbringt – oft ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen.

BSI-Präsidentin Claudia Plattner betonte bei der Vorstellung des Berichts, Angreifer suchten gezielt nach den verwundbarsten Angriffsflächen: „Wir haben festgestellt, dass Cyberkriminelle überall dort eindringen, wo es ihnen möglich ist, und erst danach eruieren, welchen Schaden sie anrichten können.“ Nur aktive Schutzmaßnahmen könnten das Risiko minimieren, Opfer eines Angriffs zu werden.

Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hob den politischen Stellenwert des Themas hervor: „Digitale Sicherheit ist eine Kernfrage staatlicher Souveränität.“ Mit dem geplanten Cyberdome, einem teilautomatisierten System zur Erkennung und Abwehr von Angriffen, will die Bundesregierung ein „starkes Schild gegen Angriffe aus dem Netz“ schaffen.

Rückgang bei Cybercrime – aber anhaltend hohe Bedrohung

Erfreulich ist laut BSI, dass finanziell motivierte Cyberangriffe im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent zurückgingen. Der Rückgang wird auf erfolgreiche internationale Ermittlungen unter Beteiligung von BKA und BSI zurückgeführt. Dennoch bleiben professionell organisierte Erpressergruppen, die mit Ransomware arbeiten, die größte Bedrohung.

Zudem nehmen staatlich gesteuerte Cyberakteure zu, die mit langfristigen und komplexen Angriffen politische oder wirtschaftliche Ziele verfolgen. Angesichts globaler Konflikte rücken laut Bericht vor allem Risiken in Cloud-Infrastrukturen, der Energieversorgung und der Fahrzeugindustrie stärker in den Fokus. Hier besteht die Gefahr, dass Hersteller oder Anbieter dauerhaften und unkontrollierten Zugriff auf Systeme und Daten behalten.

Kleine Unternehmen und Kommunen besonders gefährdet

Während große Betreiber kritischer Infrastrukturen ihre Abwehrmaßnahmen zunehmend professionalisieren, bleibt die Situation in kleinen und mittleren Unternehmen angespannt. Oft fehlen finanzielle und personelle Ressourcen oder schlicht das Bewusstsein für die eigene Verwundbarkeit. Ähnliche Defizite sieht das BSI bei Kommunen, politischen Organisationen, Vereinen und Parteien.

Auch Privatnutzerinnen und -nutzer tragen laut Bericht zu einer insgesamt schwachen Sicherheitslage bei. Viele verzichten auf grundlegende Schutzmaßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentisierung, starke Passwörter oder regelmäßige Updates. Das BSI fordert deshalb, dass Hersteller und Anbieter ihre Produkte standardmäßig mit Sicherheitsmechanismen wie Passkeys ausstatten, um die digitale Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

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