Eine aktuelle Erhebung von Schwarz Digits verdeutlicht, wie sehr die Europäer digitale Bedrohungen fürchten – und gleichzeitig ihre Verantwortung für den eigenen Schutz vernachlässigen.
Die digitale Souveränität bleibt für viele Europäer ein fragiles Gut. Eine von Schwarz Digits in Auftrag gegebene und unter 14.000 Bürgern in 14 europäischen Ländern durchgeführte Studie legt offen, wie groß die Kluft zwischen Risikobewusstsein und tatsächlichem Handeln ist. Trotz ausgeprägter Bedenken gegenüber Identitätsdiebstahl, finanziellen Schäden und Angriffen auf demokratische Prozesse ergreifen viele Nutzer nur unzureichende Schutzmaßnahmen. Das Ergebnis: Ein europäisches Sicherheitsparadoxon.
Quelle: Schwarz Digits
Laut der Studie glauben lediglich 31 Prozent der Befragten, dass staatliche Stellen ausreichende Maßnahmen zum Schutz digitaler Identitäten setzen. Europäische Unternehmen genießen mit 72 Prozent deutlich mehr Vertrauen, während chinesische (8 Prozent) und US-amerikanische Anbieter (20 Prozent) auf wesentlich geringere Zustimmung stoßen. Gleichzeitig ist das Misstrauen gegenüber der Datenpraxis von Organisationen groß: 43 Prozent der Befragten sehen hier ein zentrales Risiko für ihre digitale Identität.
Quelle: Schwarz Digits
Die abstrakte Bedrohungslage wird durch reale Vorfälle unterstrichen. In 18 Prozent der Haushalte kam es bereits zu Identitäts- oder Datendiebstahl, 17 Prozent berichten von betrügerischem Kreditkartenmissbrauch. Besonders eindrücklich: 37 Prozent kennen persönlich Betroffene.
Quelle: Schwarz Digits
Entsprechend hoch sind die Sorgen – 77 Prozent befürchten unbefugte Abbuchungen vom Bankkonto, 74 Prozent den Verlust von Passwörtern oder unautorisierte Online-Einkäufe. Im Gegensatz dazu erachten lediglich 34 Prozent den Missbrauch von Streaming-Konten als gravierend.
Quelle: Schwarz Digits
Trotz dieser Erfahrungen ist die Nutzung von Sicherheitstechnologien wenig konsequent. Zwar verwenden 82 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben starke Passwörter, doch nur 59 Prozent setzen auf Zwei-Faktor-Authentifizierung. Ein VPN nutzen lediglich 19 Prozent. Cyberversicherungen sind kaum verbreitet: Nur 10 Prozent besitzen eine Police, 28 Prozent zeigen überhaupt Interesse daran. Kommt es zu einem Vorfall, entdecken 57 Prozent den Missbrauch selbst, während nur 29 Prozent von einem Unternehmen informiert wurden. Zudem meldeten lediglich 53 Prozent den Vorfall an Strafverfolgungsbehörden.
Quelle: Schwarz Digits
Weitere Informationen und die gesamte Studie zum Download finden Sie auf der Homepage von Schwarz Digits.