Der US-Anbieter F5 will das auf KI-Sicherheit spezialisierte Unternehmen CalypsoAI übernehmen. Ziel ist es, fortschrittliche Schutzmechanismen für KI-Anwendungen in Unternehmensumgebungen bereitzustellen.
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François Locoh-Donou, President und CEO von F5
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Donnchadh Casey, CEO von CalypsoAI
Unternehmen setzen zunehmend auf KI, stoßen dabei aber auf neue sicherheitstechnische Herausforderungen. Um diesem Bedarf zu begegnen, plant der Anwendungs- und API-Sicherheitsanbieter F5 die Übernahme des irischen Unternehmens CalypsoAI. Die Transaktion mit einem Kaufpreis von 180 Millionen US-Dollar soll bis Ende des vierten Quartals des F5-Geschäftsjahres 2025 abgeschlossen sein.
„KI definiert die Unternehmensarchitektur neu – und damit auch die Angriffsfläche, die Unternehmen verteidigen müssen“, sagt François Locoh-Donou, President und CEO von F5. „Herkömmliche Firewalls und Punktlösungen können da nicht mithalten. Mit CalypsoAI können Unternehmen schneller innovativ sein und wichtige Daten besser schützen, da sie sich auf F5 verlassen können, um Apps, APIs und KI-Modelle in ihrer gesamten Umgebung bereitzustellen und zu sichern.“
Mit dem wachsenden Einsatz von generativer und agentenbasierter KI entstehe ein neuer, hochdynamischer Angriffsvektor, der herkömmliche Sicherheitskontrollen überfordere, so F5. Gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen und das Risiko durch nicht autorisierte Schatten-KI-Anwendungen.
Die Plattform von CalypsoAI bietet laut F5 unter anderem Schutz vor Prompt-Injection- und Jailbreak-Angriffen in Echtzeit, proaktive Red-Teaming-Tests mit mehr als 10.000 neuen Angriffs-Prompts monatlich sowie Guardrails zur Verhinderung von Datenlecks und Richtlinienverstößen während der Laufzeit. Zudem stellt sie zentrale Transparenz, Richtlinienkontrolle und Audit-Protokolle bereit, die Unternehmen beim Einhalten von DSGVO- und EU-KI-Verordnung unterstützen sollen.
Diese Funktionen sollen künftig in die F5 Application Delivery and Security Platform (ADSP) integriert werden, um eine umfassende Absicherung der KI-Inferenzschicht zu ermöglichen.
„Unternehmen möchten KI schnell einsetzen und gleichzeitig das Risiko von Datenlecks, unsicheren Ergebnissen oder Compliance-Verstößen minimieren“, erklärt Donnchadh Casey, CEO von CalypsoAI. „Unsere Kunden vertrauen darauf, dass wir KI-Systeme in großem Maßstab auf Herz und Nieren prüfen, Schutzmaßnahmen für die Inferenzschicht festlegen, die sich an Modelländerungen anpassen, und ihnen Transparenz und Überprüfbarkeit für ihre gesamte KI-Infrastruktur bieten. F5 und CalypsoAI sind mehr als die Summe ihrer Teile: Hochleistungsfähige Anwendungsbereitstellung und KI-Sicherheit, die es Unternehmen ermöglichen, Innovationen schneller voranzutreiben, ohne das Risiko zu erhöhen.“

Quelle: F5