IBM hat eine weltweite Ausschreibung für die nächste Kohorte seines Impact Accelerator Programms gestartet. Der Fokus liegt auf KI-gestützten Lösungen, die Bildungsprozesse modernisieren und Übergänge in den Arbeitsmarkt verbessern sollen.
Foto: IBM
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Justina Nixon-Saintil, Vice President und Chief Impact Officer von IBM
IBM hat eine globale Ausschreibung für das IBM Impact Accelerator Program angekündigt. Angesprochen sind gemeinnützige Organisationen, staatliche Einrichtungen sowie akademische Institutionen, die gemeinsam mit IBM KI-basierte Lösungen für Bildung und Arbeitskräfteentwicklung entwickeln wollen. Ziel ist es, Lernprozesse zu verbessern, berufliche Übergänge zu erleichtern und den Zugang zu qualifizierten Arbeitsplätzen zu unterstützen.
Hintergrund der Initiative ist eine zunehmende Diskrepanz zwischen Bildungsinhalten und den Anforderungen von Arbeitgebern. Laut einer Studie des IBM Institute for Business Value gehen 67 Prozent der befragten Führungskräfte davon aus, dass Stellenprofile immer kurzlebiger werden. 57 Prozent erwarten zudem, dass die heute benötigten Fähigkeiten bis 2030 größtenteils überholt sein werden. Gleichzeitig schätzt Pearson die jährlichen Kosten langsamer oder unklarer Übergänge von Ausbildung in Beschäftigung für die US-Wirtschaft auf rund 1,1 Billionen US-Dollar.
Während viele Menschen auf Online-Kurse und Zertifizierungen setzen, fehlt es Bildungs- und Arbeitsmarkteinrichtungen häufig an geeigneter Dateninfrastruktur, Werkzeugen und Kapazitäten. Arbeitgeber sehen sich weiterhin mit Qualifikationslücken konfrontiert, Lernende haben Schwierigkeiten, relevante Kompetenzen zu identifizieren, und öffentliche Einrichtungen arbeiten vielfach unter Ressourcenengpässen.
Die neue Kohorte des Impact Accelerator Programms soll Projekte unterstützen, die KI auf systemische Herausforderungen in Lehre, Lernen und Arbeitsmarktvorbereitung anwenden. Dazu zählen unter anderem KI-gestützte Lehr- und Bewertungsinstrumente, personalisierte Lern- und Berufsberatungsassistenten, Datenplattformen zur Verknüpfung von Lernenden mit realen Arbeitsmöglichkeiten sowie Simulations- und Governance-Umgebungen zur Erprobung verantwortungsvoller KI-Praktiken.
Justina Nixon-Saintil, Vice President und Chief Impact Officer von IBM, betont den Handlungsdruck:
„Bildungs- und Arbeitsmarktsysteme stehen unter dem Druck, sich schneller als je zuvor anzupassen, doch vielen fehlen die Mittel dazu. Mit dieser globalen Ausschreibung unterstützt IBM Organisationen, die KI nutzen, um die Kluft zwischen Lernen und Arbeit in Echtzeit zu schließen und gleichzeitig die Wege zu stärken, die Bildung mit qualifizierten Arbeitsplätzen verbinden.“
Ausgewählte Organisationen erhalten ein zweijähriges, kostenloses Technologie- und Implementierungsstipendium. Dieses umfasst unter anderem den Zugang zu IBM-Technologien wie watsonx, Granite-Modellen, IBM Cloud, IBM Quantum sowie Red-Hat-Open-Source-Technologien. Zusätzlich steht ein Netzwerk aus Forschern, Designern und Beratern zur Verfügung. Strategischer Partner ist EY.
Die Angebotsphase läuft ab sofort, Einreichungen sind bis 25. März 2026 möglich. Teilnahmeberechtigt sind Organisationen, die über einen Zeitraum von zwei Jahren mit IBM zusammenarbeiten und Projekte in englischer Sprache durchführen können.