Mit einer neuen Integration überträgt Keeper Security sicherheitsrelevante Ereignisse aus seiner PAM-Plattform in ServiceNow ITSM und Security Incident Response. Unternehmen sollen dadurch Warnungen im Zusammenhang mit Anmeldedaten, Geheimnissen und privilegierten Aktivitäten schneller in bestehende Incident-Workflows übernehmen können.
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Darren Guccione, CEO und Mitbegründer von Keeper Security
Die zunehmende Zahl identitätsbasierter Angriffe zwingt Organisationen dazu, Warnmeldungen aus verschiedensten Sicherheitssystemen konsistenter in ihre Prozesse einzubinden. Vor diesem Hintergrund kündigte Keeper Security die Einführung einer Integration mit ServiceNow IT Service Management (ITSM) und dem Security-Incident-Response-Modul (SIR) an. Die Anbindung soll sicherheitskritische Ereignisse der Keeper-Plattform automatisch in ServiceNow überführen und damit eine durchgängige Bearbeitung ermöglichen.
Keeper verweist in seiner Mitteilung auf die anhaltende Relevanz kompromittierter Zugänge als Angriffspfad. Wörtlich heißt es:
„Gestohlene Zugangsdaten sind nach wie vor einer der häufigsten Angriffspunkte für Cyberangriffe. Laut dem Verizon Data Breach Investigations Report 2025 sind 60 Prozent aller Cybersicherheitsverletzungen auf menschliches Versagen zurückzuführen, darunter kompromittierte Passwörter und der Missbrauch von Zugangsdaten. Die globale Studie von Keeper unterstreicht die Dringlichkeit des Schutzes der Identitätsebene. 69 Prozent der Unternehmen setzen Privileged Access Management (PAM) ein, um sich vor dem Diebstahl von Anmeldedaten zu schützen.“
Mit der neuen Anbindung will Keeper Security eine Lücke zwischen Erkennungs- und Reaktionsprozessen schließen. Unternehmen können Warnmeldungen aus der gesamten Keeper-Plattform – darunter Passwort- und Geheimnisverwaltung sowie privilegierte Sitzungen – direkt als SIR-Tickets erzeugen lassen. Dies soll manuelle Schritte reduzieren und Kontextinformationen für Analysten automatisiert bereitstellen.
Craig Lurey, CTO und Mitbegründer von Keeper Security, betont den praktischen Nutzen der Echtzeitübertragung:
„Identitätsbasierte Angriffe werden immer raffinierter, aber die Grundlagen bleiben dieselben. Verteidiger benötigen zuverlässige Signale und sofortigen Kontext, und diese Integration liefert beides.“ Weiter führt er aus: „Durch die Echtzeit-Übermittlung der privilegierten Zugriffstelemetriedaten von Keeper an ServiceNow können sich Sicherheitsteams auf die Analyse und das Ergreifen von Maßnahmen konzentrieren, anstatt Daten zusammenzufügen. Dies ist eine optimierte, praktische Methode, um die Sichtbarkeit dort zu verbessern, wo es am wichtigsten ist.“
Die technische Umsetzung basiert auf einer durch OAuth 2.0 abgesicherten Webhook-Schnittstelle. Aktivitäten wie BreachWatch-Erkennungen kompromittierter Passwörter, Änderungen im Verhalten privilegierter Nutzer oder risikoreiche Aktionen im Zusammenhang mit Sitzungen und Geheimnissen können automatisiert verarbeitet werden. Die Integration ordnet eingehende Ereignisse bestehenden SIR-Datensätzen zu und ergänzt diese um Metadaten zur schnelleren Bewertung.
Zu den laut Pressemeldung wichtigsten Funktionen zählen:
„Sichere Webhook-Erfassung: Endpunktschutz mit OAuth 2.0 stellt sicher, dass Warnmeldungen nur von autorisierten Keeper-Systemen akzeptiert werden.“
„Automatisierte Erstellung von Vorfällen: Eingehende Warnmeldungen werden SIR-Datensätzen zugeordnet, wodurch die manuelle Erstellung von Tickets entfällt und die Reaktionszeit verkürzt wird.“
„Benutzerdefinierte Prioritätenzuordnung: Administratoren können Schweregrade, basierend auf dem Alarmtyp, zuweisen und so Keeper-Ereignisse mit bestehenden Reaktionsprozessen abstimmen.“
„Geführte Einrichtung und Token-Verwaltung: Administratoren können die Verbindung konfigurieren und Authentifizierungstoken verwalten, ohne dass eine benutzerdefinierte Entwicklung erforderlich ist.“
„Umfassender Alarmkontext: Alarm-Payloads enthalten detaillierte Metadaten, um eine effiziente Untersuchung zu unterstützen.“
„Zero-Knowledge-Sicherheitsarchitektur: Keeper kann nicht auf Kundendaten zugreifen oder diese entschlüsseln, wodurch ein Höchstmaß an Datenschutz und Sicherheit gewährleistet ist.“
Mit Blick auf die aktuelle Bedrohungslage ordnet Keeper die Integration als gezielte Stärkung des Incident Managements ein. CEO und Mitbegründer Darren Guccione wird wörtlich zitiert:
„Angreifer warten nicht, daher sollten auch Unternehmen nicht auf kritische Signale warten, die einen Angriff stoppen können, bevor Schaden entsteht.“ Weiter sagt er: „Indem wir die privilegierten Zugriffsinformationen von Keeper in Echtzeit direkt in ServiceNow einbinden, bieten wir Unternehmen einen schnelleren Weg zur Erkennung und Reaktion auf der Identitätsebene, wo die meisten Angriffe beginnen.“
Die zunehmende Komplexität verteilter Infrastrukturen und der anhaltende Missbrauch von Zugangsdaten erhöhen laut Keeper den Bedarf an durchgängiger Sichtbarkeit über Identitäts- und Zugriffssysteme hinweg. Die neue Lösung soll eine bestehende Lücke schließen, indem sie identitätsrelevante Ereignisse unmittelbar dorthin transportiert, wo Unternehmen bereits ihre Incident-Response-Prozesse bündeln.