Konica Minolta hat sein IT-Portfolio neu aufgestellt und das IT-Infrastrukturgeschäft im Rahmen eines Carve-Outs auf die neu gegründete KOMI Group übertragen. Das Unternehmen will sich künftig auf Business Software und Digitalisierungsservices konzentrieren.
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Werner Theißen, Geschäftsführer von Konica Minolta Deutschland und Österreich
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Florian Korp, Partner bei Liberta Partners
Konica Minolta setzt einen klaren strategischen Schritt in seiner Unternehmensentwicklung: Mit dem Abschluss eines Carve-Outs überträgt das Unternehmen den Bereich IT-Infrastruktur auf die neu gegründete KOMI Group. Damit stärkt Konica Minolta gezielt seine Fokussierung auf dokumentenbezogene Digitalisierungslösungen, Business Software und Enterprise Content Management. Der Schritt wurde bereits im Februar 2025 vertraglich fixiert und zum Ende Juli abgeschlossen.
Die neu gegründete KOMI Group übernimmt das IT-Infrastrukturgeschäft von Konica Minolta und positioniert sich als eigenständiger IT-Dienstleister mit Fokus auf mittelständische Unternehmen. Begleitet wird die neue Gesellschaft von der Münchner Beteiligungsgesellschaft Liberta Partners, die auf Corporate Carve-Outs spezialisiert ist.
„In kurzer Zeit wurde gemeinsam mit dem Team eine neue Unternehmensstruktur geschaffen, die fokussiert, leistungsfähig und zukunftsorientiert aufgestellt ist“, erklärt Florian Korp, Partner bei Liberta Partners. Das Ziel sei es, mit der KOMI Group ein führendes IT-Serviceunternehmen im Mittelstand aufzubauen.
Mit der Ausgliederung vollzieht Konica Minolta eine deutliche Spezialisierung im IT-Bereich. Neben dem weiterhin betriebenen Geschäftsfeld Professional Printing richtet sich der Fokus nun stärker auf softwarebasierte Lösungen. Dazu gehören:
Digitalisierung dokumentenintensiver Geschäftsprozesse
Enterprise Content Management
Business Software (inkl. ERP, Business Controlling Services, Personalmanagement)
Digitalisierung mit Microsoft Power Platform Services
„Wir fokussieren uns und gewinnen dabei an Stärke“, betont Werner Theißen, Geschäftsführer von Konica Minolta Deutschland und Österreich. Ziel sei es, Kunden künftig mit klar ausgerichteten Kompetenzzentren zu begleiten – sowohl durch Konica Minolta selbst als auch durch die neue KOMI Group.
Trotz organisatorischer Trennung wollen beide Unternehmen auch künftig zusammenarbeiten. Konica Minolta und die KOMI Group bleiben partnerseitig verbunden und agieren als spezialisierte Dienstleister auf ihren jeweiligen Gebieten.
Dabei versteht sich Liberta Partners nicht nur als Kapitalgeber, sondern als aktiver Sparringspartner. Mit operativer Erfahrung in den Bereichen Unternehmensausgliederungen und Organisationsentwicklung soll die KOMI Group zügig zu einem stabilen und wettbewerbsfähigen Marktteilnehmer ausgebaut werden.
Die Neustrukturierung unterstreicht einen Trend in der IT-Branche: Spezialisierung und klare Leistungsprofile gewinnen an Bedeutung – insbesondere im Mittelstandssegment. Während sich Konica Minolta künftig stärker auf dokumentenzentrierte Digitalisierungslösungen fokussiert, positioniert sich die KOMI Group als IT-Infrastrukturdienstleister mit eigenem Profil.
Der Schritt könnte Signalwirkung für ähnliche Konstellationen in der Branche haben, bei denen Unternehmen durch gezielte Ausgliederungen ihre strategische Ausrichtung schärfen und neue Marktchancen nutzen.