Beim prestigeträchtigen Cybersecurity-Wettbewerb DEFCON Capture the Flag (CTF) hat das österreichische Team KuK Hofhackerei den neunten Platz erreicht. Sponsor Dynatrace gratulierte den Studierenden, Forschenden und IT-Profis zu diesem Erfolg – und betont die Bedeutung von Teamgeist und Talentförderung.
Foto: Dynatrace / Wakolbinger
Dynatrace-Gründer und -CTO Bernd Greifeneder (stehend, 2.v.l.) gratuliert dem Team der KuK Hofhackerei zum "fantastischen Erfolg" beim Cybersecurity-Wettbewerb DEFCON Capture the Flag Contest (DEFCON CTF), der inoffiziellen Hacking-WM in Las Vegas.
Als „fantastisch“ bezeichnet Sebastian Felix, IT-Student in Graz und Mitglied der KuK Hofhackerei, den Erfolg seines Teams bei der diesjährigen DEFCON Capture the Flag (CTF) in Las Vegas. Das Finale des international renommierten Wettbewerbs für ethisches Hacking fand von 7. bis 10. August statt. Seit 2012 konnte sich erstmals wieder ein Team aus Österreich qualifizieren. Insgesamt kämpften zwölf Teams um den Sieg, die KuK Hofhackerei landete dabei auf Rang neun.
Dynatrace, das Linzer Softwareunternehmen, das das Team als Sponsor unterstützt, lud die 30 angereisten Mitglieder am 10. September ins Engineering Headquarter in Linz ein, um die Leistung zu würdigen. Firmengründer und CTO Bernd Greifeneder hob dabei den außergewöhnlichen Teamgeist der Gruppe hervor und betonte, dass Österreich über einen „enormen Schatz an IT-Talenten“ verfüge.
Die DEFCON CTF gilt als einer der anspruchsvollsten Wettbewerbe im Bereich Cybersecurity. Die Finalteams erhalten jeweils 13 gleichartige Apps mit der Aufgabe, ihre eigenen Systeme zu verteidigen und gleichzeitig die der Konkurrenz zu attackieren. Für die KuK Hofhackerei begann der Wettbewerb zunächst holprig. „Wir waren in den ersten Stunden vor allem damit beschäftigt, unser Team zu organisieren“, so Felix. Am zweiten Tag stellte sich eine reibungslose Zusammenarbeit ein, die zur Grundlage für den späteren Erfolg wurde.
Neben den täglichen achtstündigen Wettbewerbsphasen arbeiteten die Teams auch nachts weiter an der Stärkung ihrer Systeme und der Entwicklung neuer Angriffstechniken. „Wir mussten mindestens drei Stunden Schlaf pro Tag sicherstellen, um durchzuhalten“, berichtet Felix. Größere Teams seien hier klar im Vorteil, weil sie mehr Aufgaben parallel bewältigen könnten.
Besonders prägend war für das Team eine Nachtschicht vor dem dritten Wettbewerbstag. Die KuK Hofhackerei entwickelte bis kurz vor Beginn der nächsten Spielrunde ein Angriffsprogramm gegen eine bislang unüberwindbare Sicherheitslücke. „Zwei Minuten vor Start waren wir fertig – und es hat tatsächlich funktioniert“, erinnert sich Felix. Dieser Durchbruch, der keinem anderen Team gelang, katapultierte die Gruppe zwischenzeitlich auf Platz sieben. Am Ende reichte es für Rang neun – für ein Debütteam ohne Wettbewerbserfahrung und mit im Vergleich deutlich kleinerer Teamgröße eine bemerkenswerte Leistung.
Neben der Platzierung steht für die KuK Hofhackerei vor allem der Lerneffekt im Vordergrund. „Die Lernkurve ist extrem steil. Man profitiert enorm davon, sowohl Angriffs- als auch Verteidigungsstrategien zu entwickeln und sich gleichzeitig gegen Angriffe zu schützen“, erklärt Felix. Dieses Wissen sei direkt auf reale Cyberangriffe übertragbar.
Mit der Dynatrace-Plattform stand dem Team eine professionelle, KI-gestützte Observability- und Security-Infrastruktur zur Verfügung, die Prozesse beschleunigte und die Effizienz erhöhte. Beim Treffen in Linz nutzten die jungen IT-Fachkräfte auch die Gelegenheit, von Bernd Greifeneder Einblicke in die Entwicklung von Dynatrace vom Linzer Start-up zum börsennotierten Weltmarktführer zu erhalten.
Für 2026 hat Felix bereits ein klares Ziel: „Wir wollen uns jedes Jahr verbessern und unser Team als eines der besten weltweit etablieren.“ Interessierte Cybersecurity-Talente aus Österreich sind eingeladen, sich der KuK Hofhackerei anzuschließen. Weitere Informationen gibt es unter https://hofhackerei.at/.