Nach der Eröffnung der österreichischen Rechenzentrumsregion und der bevorstehenden Inbetriebnahme eines neuen Standorts in Belgien kündigt Microsoft eine umfassende Erweiterung seiner europäischen Souveränitätslösungen an. Damit reagiert das Unternehmen auf die wachsende Nachfrage nach Cloud- und KI-Angeboten, die höchste Sicherheits- und Compliance-Anforderungen erfüllen.
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Harald Leitenmüller, National Technology Officer bei Microsoft Österreich
Die Ankündigung umfasst zusätzliche Angebote in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Sicherheit und Produktivität. Ziel ist es, Unternehmen und Institutionen die Nutzung von Cloud- und KI-Innovationen zu ermöglichen, ohne die Kontrolle über Datenstandorte und Betriebsabläufe aufzugeben.
„Mit den lokalen Rechenzentren und unseren umfassenden Souveränitätsfunktionen ermöglichen wir Unternehmen, ihre sensiblen Daten sicher, regelkonform und innovativ in der Cloud zu verarbeiten – direkt vor Ort in Österreich. So schaffen wir gemeinsam die Basis für nachhaltige digitale Wertschöpfung und technologische Innovation im Einklang mit den Anforderungen unserer heimischen Wirtschaft“, erklärt Harald Leitenmüller, National Technology Officer bei Microsoft Österreich.
Ein zentraler Bestandteil der neuen Maßnahmen ist die End-zu-End-KI-Datenverarbeitung innerhalb der EU-Datengrenze. Damit sollen sämtliche Kundendaten, die durch KI-Dienste verarbeitet werden, ausschließlich innerhalb der Europäischen Union gespeichert und verarbeitet werden – es sei denn, Kunden treffen ausdrücklich eine andere Entscheidung.
Darüber hinaus erweitert Microsoft die landesinterne Verarbeitung von Microsoft 365 Copilot-Interaktionen bis Ende 2026 auf 15 Länder. Der Dienst „Sovereign Landing Zones“ erhält neue Steuerungsoptionen für Azure Local, und Microsoft 365 Local steht nun allgemein zur Verfügung.
Auch die Leistungsfähigkeit von Azure Local wird deutlich erhöht: Die Plattform unterstützt künftig externe SAN-Speicher und die neuesten NVIDIA-GPUs, um anspruchsvolle KI-Modelle und datenintensive Anwendungen in souveränen Cloud-Umgebungen zu betreiben.
Zur Stärkung der europäischen Cloud-Infrastruktur hat Microsoft einen europäischen Verwaltungsrat eingerichtet, der ausschließlich aus europäischen Staatsangehörigen besteht und die Einhaltung europäischer Rechtsvorschriften überwacht. Damit sollen Transparenz und rechtliche Unabhängigkeit bei der Cloud-Governance gewährleistet werden.
Parallel dazu wurden die Datacenter-Kapazitäten in Europa ausgebaut – mit neuen Standorten in Österreich und dem bevorstehenden Start eines Rechenzentrums in Belgien. Zudem integriert Microsoft Verpflichtungen zur digitalen Resilienz in alle relevanten Regierungsverträge.
Auch die Open-Source-Förderung wird ausgeweitet: Microsoft finanziert sichere Open-Source-Projekte, beteiligt sich an Kooperationen und hat die AI Access Principles veröffentlicht, die einen verantwortungsvollen Zugang zu fortschrittlicher KI gewährleisten sollen. Diese Initiativen sollen europäischen Entwickler*innen, Start-ups und Unternehmen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Mit der neuen Spezialisierung für digitale Souveränität innerhalb des Microsoft AI Cloud Partner Program können Partnerunternehmen ihre Expertise in sicheren und konformen Cloud-Lösungen ausweisen. Diese Spezialisierung soll die Entwicklung und Bereitstellung souveräner Lösungen für Azure und Microsoft 365 erleichtern.
Darüber hinaus plant Microsoft zusätzliche Funktionen, darunter ein „Sovereign Public Cloud Data Guardian“, der Transparenz über Zugriffe und operative Kontrollen bietet, sowie verbesserte Change-Control-Mechanismen und Site-to-Site-Disaster-Recovery-Funktionen.