Mit der neuen Plattform „Cortex Cloud Application Security Posture Management“ (ASPM) will Palo Alto Networks präventiv gegen Sicherheitsrisiken in der Cloud-Entwicklung vorgehen. Der Fokus liegt auf der frühzeitigen Erkennung und automatisierten Behebung von Schwachstellen – insbesondere in KI-generiertem Code.
Die zunehmende Nutzung von generativer KI verändert die Softwareentwicklung grundlegend. Entwicklungszyklen verkürzen sich drastisch – aus Monaten werden teils Stunden. Gleichzeitig steigt jedoch die Komplexität beim Management von Sicherheitsrisiken. Palo Alto Networks hat darauf mit der Einführung von Cortex Cloud ASPM reagiert, einer Plattform, die Risiken bereits vor dem Erreichen der Produktionsumgebung identifizieren und blockieren soll.
Im Zentrum der neuen Lösung steht ein präventiver Ansatz: Sicherheitsrisiken sollen nicht erst in der Produktionsphase erkannt, sondern bereits im Vorfeld identifiziert und abgewehrt werden. Dies soll laut Palo Alto Networks ohne Auswirkungen auf die Entwicklungsgeschwindigkeit geschehen. Die Plattform ist darauf ausgelegt, besonders jene Sicherheitslücken zu adressieren, die durch unstrukturierten oder unsicheren KI-generierten Code – von Palo Alto als „AI Slop“ bezeichnet – entstehen und sich nur schwer zurückverfolgen lassen.
ASPM Command Center (Foto: Palo Alto Networks)
Eine der zentralen Funktionen von Cortex Cloud ASPM ist die Priorisierung tatsächlich ausnutzbarer Risiken. Dies geschieht durch die Korrelation von Erkenntnissen aus verschiedenen Sicherheits-Scannern – sowohl nativen als auch Drittanbieter-Tools – mit einem umfassenden Kontext. Berücksichtigt werden dabei unter anderem Codebasis, Cloud-Infrastruktur, Laufzeitdaten und geschäftsrelevante Informationen. Ziel ist es, Fehlalarme zu reduzieren und Ressourcen gezielt auf reale Bedrohungen zu lenken.
ASPM Coverage (Foto: Palo Alto Networks)
Durchgängige Automatisierung soll dabei helfen, manuelle Korrekturen weitgehend zu vermeiden. Sicherheitsmaßnahmen und Korrekturen werden laut Anbieter über alle Phasen des Anwendungslebenszyklus hinweg automatisiert umgesetzt. Entwicklerteams sollen dadurch entlastet und gleichzeitig die Sicherheit der Anwendungen erhöht werden.
Vulnerabilities (Foto: Palo Alto Networks)
Cortex Cloud ASPM wird in ein offenes Partner-Ökosystem eingebettet. Bereits zum Start sind namhafte Anbieter wie Black Duck, Checkmarx, GitLab, HashiCorp, Semgrep, Snyk und Veracode integriert. Diese herstellerübergreifende Transparenz ermöglicht es Unternehmen, bestehende Tools weiterhin zu nutzen und gleichzeitig von der zentralen Plattformarchitektur zu profitieren.
Cortex Cloud ASPM ist Teil der bestehenden Cortex-Plattform von Palo Alto Networks und ergänzt die bereits verfügbaren Funktionen im Bereich Cloud Native Application Protection (CNAPP) sowie Cloud Detection and Response (CDR). Aktuell befindet sich die neue Lösung in der Early-Access-Phase. Eine allgemeine Verfügbarkeit wird bis Ende 2025 erwartet.