Mit dem Abschluss der Akquisition von Moveworks erweitert ServiceNow seine AI Platform um einen KI-gestützten Assistenten, Enterprise Search und agentenbasierte Reasoning-Funktionen. Ziel ist es, Arbeitsabläufe stärker zu automatisieren und Mitarbeitern eine einheitliche, KI-native Schnittstelle für Anfragen und Aufgaben bereitzustellen.
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Amit Zavery, Präsident, Chief Operating Officer und Chief Product Officer bei ServiceNow
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Bhavin Shah, CEO von Moveworks
Mit der Übernahme und der Bekanntgabe die Acquisition von Moveworks abgeschlossen zu haben, setzt ServiceNow einen weiteren Schritt in Richtung einer umfassenden, KI-gestützten Arbeitsplattform. Künftig sollen die agentenbasierte KI und die intelligenten Workflows von ServiceNow mit dem Frontend-KI-Assistenten, der Enterprise Search und der Reasoning Engine von Moveworks zusammengeführt werden. Laut Unternehmen entsteht damit eine KI-native Benutzeroberfläche, über die Mitarbeitende Anfragen stellen, Informationen finden und Aufgaben auslösen können – unabhängig davon, wo sie arbeiten.
ServiceNow positioniert die Integration von Moveworks als Weiterentwicklung seiner langfristigen KI-Strategie. Amit Zavery, Präsident, Chief Operating Officer und Chief Product Officer bei ServiceNow, beschreibt die Übernahme als konsequenten Schritt, um KI im Unternehmensalltag breiter nutzbar zu machen: „Moveworks beschleunigt die Vision von ServiceNow, KI für Menschen in allen Bereichen jedes Unternehmens nutzbar zu machen“, so Zavery. Mit der Zusammenführung von „zwei Jahrzehnten Erfahrung im Bereich Workflow-Intelligenz, die in einer einzigen Architektur vereint sind“, wolle ServiceNow das „agentenbasierte KI-Betriebssystem für Unternehmen voran“ treiben.
Kern der Integration ist eine KI-native Schnittstelle, die natürliche Spracheingaben in konkrete Aufgaben übersetzt. Laut Zavery sollen Kunden dadurch „Probleme selbstständig lösen, intelligente Workflows initiieren und Ergebnisse erzielen können – sicher, verantwortungsbewusst und in großem Maßstab“.
Durch die Übernahme ergänzt Moveworks die bestehende ServiceNow AI Platform um ein Frontend, das als zentraler Einstiegspunkt für Anfragen dient. Mitarbeitende können darüber Fragen stellen, suchen oder Aufgaben erledigen, während im Hintergrund automatisierte Workflows angestoßen werden. ServiceNow spricht in diesem Zusammenhang von einer engeren Verzahnung zwischen Nutzeranfrage und automatisierter Bearbeitung, die Silos abbauen und die Time-to-Value verkürzen soll.
Bereits heute kommen agentenbasierte KI-Funktionen bei ServiceNow in großem Umfang zum Einsatz. Nach Unternehmensangaben lösen KI-Agenten 90 % der IT-Anfragen sowie 89 % der Kundensupportanfragen autonom. Die Lösungszeiten hätten sich dabei um nahezu das Siebenfache verkürzt. Diese bestehenden Fähigkeiten sollen durch die Technologien von Moveworks weiter ausgebaut werden.
Moveworks bringt neben Technologie auch eine breite Nutzerbasis in die Gruppe ein. Der KI-Assistent und die zugrunde liegende Reasoning Engine werden laut Pressemeldung von Unternehmen wie Siemens, Toyota und Unilever eingesetzt. Insgesamt zählt Moveworks 5,5 Millionen Nutzer und rund 250 gemeinsame Kunden, die bereits sowohl ServiceNow- als auch Moveworks-Technologien nutzen. Fast 90 % der Moveworks-Kunden haben die Lösung für 100 % ihrer Belegschaft ausgerollt.
Bhavin Shah, CEO von Moveworks, sieht in der Übernahme vor allem die Möglichkeit zur Skalierung der eigenen Vision „Moveworks wurde gegründet, um Arbeit einfacher zu machen und eine leistungsstarke KI-Assistenzplattform zu entwickeln, die Aufgaben erledigt“, erklärt Shah. Durch den Zusammenschluss mit ServiceNow könne diese agentenbasierte Strategie nun „für jedes Unternehmen skaliert werden“, indem KI-Assistent, Enterprise Search und Reasoning Engine mit der „bewährten Workflow-Automatisierung und KI-Governance von ServiceNow“ verbunden werden. Ziel seien „sichere, schnelle und umfassende Lösungen“ für Mitarbeitende weltweit.
Zusätzlich verstärkt Moveworks ServiceNow mit hunderten KI-Experten, was laut Unternehmen die Umsetzung der eigenen KI-Roadmap beschleunigen soll. Die kombinierte Plattform soll künftig End-to-End-Digitalisierungsprozesse in IT, Personalwesen und weiteren Unternehmensbereichen unterstützen – auf einer skalierbaren, einheitlichen Architektur.