Veeam und HPE haben auf ihrer Partnerschaft aus dem Frühjahr 2025 aufgebaut und neue integrierte Lösungen vorgestellt, die Unternehmen eine vereinfachte und widerstandsfähigere Datensicherung ermöglichen sollen. Die Ankündigungen betreffen Virtualisierungs-, Container- und Private-Cloud-Umgebungen ebenso wie Speicherinfrastrukturen und neue gemeinsame Beratungsangebote.
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Veeam Software meldet einen weiteren Schritt in der strategischen Allianz mit HPE. Die Unternehmen bündeln ihre Technologien stärker, um den Schutz moderner, hybrider Workloads zu vereinheitlichen und Komplexität in der Datensicherung zu reduzieren. Die jetzt vorgestellten Lösungen adressieren Virtualisierung, Containerisierung, Private Clouds sowie Effizienzsteigerungen im Speicherbereich und erweitern das gemeinsame Serviceportfolio.
Ein zentrales Element der Ankündigung ist der Schutz für HPE Morpheus VM Essentials Software. Ein neues, derzeit in der Beta-Phase befindliches Integrations-Plug-in von Veeam soll Anfang 2026 allgemein verfügbar sein. Es ermöglicht Hypervisor-basierte Backups auf Image-Ebene für virtuelle Maschinen, die auf VM Essentials laufen. Ziel ist ein zuverlässiger Schutz hybrider Workloads. Ergänzend hat HPE die Containerdienste der HPE Morpheus Enterprise Software als Veeam-fähige Lösung validiert, wodurch sich ein robuster Schutz für containerisierte Workloads realisieren lässt.
Darüber hinaus können Unternehmen künftig die HPE Private Cloud Business Edition gemeinsam mit der Veeam Data Platform einsetzen. Damit entfällt die Notwendigkeit fragmentierter oder selbst entwickelter Datensicherungen. Laut Pressemeldung soll die kombinierte Plattform Datenportabilität und Ausfallsicherheit zwischen VMware und VM Essentials bieten, die Bereitstellung beschleunigen, Support vereinfachen und die Benutzererfahrung verbessern.
Im Zusammenspiel der Veeam Data Platform mit HPE StoreOnce versprechen die Anbieter deutliche Effizienzsteigerungen. Durch die Nutzung der neuesten Version von HPE StoreOnce Catalyst soll eine Datenreduktion von bis zu 60:1 erreichbar sein. Gleichzeitig entfällt die bisherige Beschränkung auf inkrementelle Backups, während die Wiederherstellungsgeschwindigkeit steigt. Der Ansatz soll neue Anwendungsfälle für Hybrid-Cloud-Szenarien ermöglichen und die Gesamtbetriebskosten senken.
Zudem erweitert Veeam die Unterstützung für HPE Alletra Storage MP B10000. Neu sind NVMe-Unterstützung und zusätzliche Snapshot-Integrationen, was schnellere Backups und nahezu sofortige Wiederherstellung kritischer Workloads ermöglichen soll. In Vorbereitung befinden sich neue Referenzarchitekturen, die eine durchgängige Unveränderlichkeit über das gesamte HPE-Alletra-Storage-MP-Portfolio bieten sollen – mit dem Anspruch, einen neuen Standard im Schutz vor Ransomware und Datenverlust zu setzen.
Neben technischen Integrationen kündigen Veeam und HPE zwei neue gemeinschaftliche Services an. Der Workshop „Data Resilience and Security Posture“ sowie die „Disaster Recovery Capability Maturity Analysis“ basieren auf dem Veeam Data Resiliency Maturity Model (DRMM). Beide Angebote sollen Unternehmen dabei unterstützen, ihre Cyber-Resilienz systematisch zu bewerten und weiterzuentwickeln. Sie greifen auf das Cyber-Resilienz-Portfolio und die Referenzarchitektur der HPE Cybersecurity Services zurück.