Auf der Workday Rising 2025 in San Francisco zeigt der Cloud-Anbieter, wie er sich von einer reinen HR- und Finanzlösung zu einer offenen, KI-getriebenen Unternehmensplattform entwickelt. Mit neuen KI-Agenten, einer zentralen Datencloud, einer Entwicklerplattform und strategischen Integrationen will Workday die Zukunft der Arbeit gestalten. Ein weiteres Signal setzt die geplante Übernahme von Sana.
Die Workday Rising 2025 steht ganz im Zeichen von Offenheit und KI-gestützter Innovation. Der Anbieter betont seine Rolle als zentrale Plattform für People- und Finanzdaten und kündigt an, diese Datenbasis künftig noch stärker für Kunden und Partner zugänglich zu machen. CEO und Produktverantwortliche sprechen von einem „neuen Workday“, das sich bewusst für ein offenes Ökosystem entscheidet. Damit reagiert Workday auf den steigenden Bedarf seiner Kunden, KI nicht isoliert, sondern im Kontext von Geschäftsprozessen und vorhandenen Daten einzusetzen.
Foto: Workday
Mit der Erweiterung von Workday Illuminate führt das Unternehmen neue, speziell entwickelte KI-Agenten ein, die tief in HR- und Finanzprozesse integriert sind. Diese Agenten nutzen die umfassenden Daten von Workday – darunter mehr als eine Billion Transaktionen pro Jahr – um Aufgaben wie Finanzabschluss, Gehaltsabrechnung oder Abwesenheitsmanagement zu beschleunigen. Durch den Zugriff auf ein einheitliches Datenmodell können die Agenten kontextbezogene Vorschläge machen und Entscheidungen vorbereiten. Workday betont, dass Sicherheit und Datenschutz durch die Nutzung der bestehenden Zugriffs- und Berechtigungsmodelle gewährleistet bleiben. Die Abrechnung der KI-Funktionen erfolgt über das neue nutzungsbasierte Preismodell „Workday Flex Credits“, bei dem Unternehmen nur für die tatsächlich genutzten Leistungen bezahlen.
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Mit der Workday Data Cloud schafft der Anbieter eine zentrale Ebene, die den sicheren, sogenannten „Zero-Copy“-Zugriff auf People- und Finanzdaten ermöglicht. Kunden können damit Analysen durchführen, Workflows automatisieren und KI-Modelle trainieren, ohne Daten duplizieren zu müssen. Durch Partnerschaften mit Databricks, Salesforce und Snowflake entsteht ein offenes, vernetztes Datenökosystem, das die Integration in bestehende IT-Landschaften erleichtert. Laut Workday ist dies ein Alleinstellungsmerkmal, da kein anderer Anbieter Daten zu Mitarbeitern und Finanzen in dieser Tiefe und in einem einheitlichen Schema bereitstellen kann.
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Workday Build bietet eine offene Umgebung, in der Kunden und Partner eigene KI-Lösungen entwickeln, testen und bereitstellen können. Die Plattform unterstützt unterschiedliche Programmiersprachen und Frameworks, um möglichst viele Entwickler abzuholen. Ziel ist es, Innovation auf der Workday-Plattform zu beschleunigen und maßgeschneiderte Lösungen für spezifische Branchen und Geschäftsanforderungen zu ermöglichen. Laut Workday ist dies die logische Weiterentwicklung des Xtend-Programms und soll helfen, die Reichweite der Plattform über den bisherigen Anwendungskern hinaus auszubauen.
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Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration mit Microsoft, die eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Workday- und Microsoft-KI-Agenten ermöglichen soll. Über das Workday Agent System of Record (ASOR) können Unternehmen ihre Agenten künftig zentral verwalten und deren Zusammenarbeit steuern. Die Integration unterstützt offene Standards wie MCP, sodass auch Agenten anderer Anbieter eingebunden werden können. Workday verspricht damit ein konsistentes Nutzererlebnis, unabhängig davon, welche Plattformen oder Tools im Unternehmen im Einsatz sind.
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Workday investiert auch in sein wachsendes Partnernetzwerk: Mehr als 15 neue Portfoliounternehmen von Workday Ventures haben sich dem Agent Partner Network angeschlossen. Damit wächst das Ökosystem an Anbietern, die KI-Agenten entwickeln, die sich direkt mit dem ASOR verbinden lassen. Parallel dazu hat Workday eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme von Sana geschlossen, einem führenden KI-Unternehmen im Bereich Enterprise-Wissensmanagement. Ziel ist es, die Möglichkeiten zur Nutzung und Bereitstellung von Wissen in Unternehmen weiter auszubauen und die Zusammenarbeit durch KI-gestützte Tools zu verbessern.