Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Erweiterung der Datenfreiheit für Veeam-Kunden: Proxmox VE-Support kommt 28. 05. 2024
Veeam Software kündigt die Unterstützung für Proxmox VE an, eine häufig nachgefragte Virtualisierungsplattform, um das Datenmanagement und die Cyber-Resilienz zu verbessern.
ISPA sieht einen Rückschlag für den Datenschutz in EUGH Urteil 16. 05. 2024
Die ISPA, der Interessenverband der österreichischen Internetwirtschaft, äußert sich besorgt über das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Vorratsdatenspeicherung. Der Verband sieht darin eine ernsthafte Bedrohung für Grundrechte und fordert die Politik auf, gegen überzogene Überwachungstendenzen klar Stellung zu beziehen, eine umfassende Überprüfung der aktuellen Rechtslage zur Vorratsdatenspeicherung durchzuführen, klare Grenzen zu setzen und die Freiheiten der Menschen in einer digitalisierten Welt zu bewahren.
AWS startet in neue Ära der KI-gestützten Softwareentwicklung 14. 05. 2024
AWS erweitert mit Amazon Q die Möglichkeiten der Softwareentwicklung durch den Einsatz von KI. Die Plattform fördert die Automatisierung und bietet umfangreiche Integrationsoptionen, wodurch Unternehmen unterschiedlicher Größe ihre Daten sicher und effizient verwalten können. Mit Amazon Q stellt AWS ein Tool bereit, das sowohl die Entwicklergemeinschaft als auch nicht-technische Mitarbeiter unterstützt.
Studie von Ping Identity enthüllt Lücken im Identitätsschutz 08. 05. 2024
Eine internationale Umfrage von Ping Identity offenbart, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten bei der Identitätsverifikation haben und unzureichend gegen KI-basierte Angriffe geschützt sind. Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen, dass Unternehmen im Bereich Identitätsschutz im KI-Zeitalter noch großen Nachholbedarf haben. Experten empfehlen dringend, Investitionen in fortschrittlichere Technologien und Strategien zu tätigen, um sich gegen die wachsenden Bedrohungen durch künstliche Intelligenz zu wappnen.
Sichere Geldanlage mit IT-Expertise made in Austria 08. 05. 2024
Die Anforderungen für Bundeschatz, das neue Geldanlegerprodukts des Bundes, waren hoch: Die Web-Applikation sollte äußerst benutzerfreundlich und zugleich in höchstem Maße sicher sein und die Entwicklung sollte in Rekordzeit umgesetzt werden. Erfüllt wurden diese Anforderungen von einem Spezialisten für Custom Software Development mit Headquarter in Wien.
Commvault startet Cloud-basierte Cleanroom-Recovery-Lösung 02. 05. 2024
Commvault präsentiert eine neue, in der Cloud gehostete Lösung zur Datenwiederherstellung, die speziell für Unternehmen jeder Größe entwickelt wurde.
Bedrohungslage für ERP-Systeme verschärft sich drastisch: Neue Studie zeigt Zunahme der Ransomware-Vorfälle 02. 05. 2024
Eine aktuelle Untersuchung der Sicherheitsunternehmen Onapsis und Flashpoint offenbart eine alarmierende Zunahme von Ransomware-Angriffen auf SAP-Systeme. Die Studie dokumentiert einen Anstieg der Attacken um 400 Prozent, was auf eine erhöhte Ausnutzung von Schwachstellen in ERP-Systemen zurückzuführen ist. Die Cyberangriffe erreichen neue Dimensionen.
Veeam baut seine Marktführerschaft im Bereich der Datensicherung weiter aus 02. 05. 2024
Laut einem aktuellen Bericht der International Data Corporation (IDC) bestätigt Veeam seine führende Position im globalen Markt für Datenreplikations- und Schutzsoftware durch kontinuierliches Wachstum und Innovation. Die neuesten Produktentwicklungen und strategischen Partnerschaften unterstreichen die Reaktion auf die Herausforderungen moderner IT-Umgebungen und Cyberbedrohungen.
Neue Visualisierungstools unterstützen Biomediziner und Datenjournalisten 02. 05. 2024
Ein Forschungsverbund unter Beteiligung der FH St. Pölten und weiterer renommierter Institutionen entwickelte neue Hilfsmittel für Visual Analytics, die speziell auf die Bedürfnisse von Biomedizinern und Datenjournalisten zugeschnitten sind.
Langzeitstudie analysiert KI-Einsatz in B2B Social-Media-Kommunikation 24. 04. 2024
Die Langzeitstudie zur Social-Media-Kommunikation von B2B-Unternehmen ist heuer zum 14. Mal angelaufen. Dieses Jahr liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Einfluss künstlicher Intelligenz.
Österreichs Bundesrechenzentrum fördert Nachhaltigkeit durch CO2-freie IT 23. 04. 2024
Das IT Rechenzentrum des Bundes in Wien treibt mit grünem Strom und innovativen Energierückgewinnungssystemen die Nachhaltigkeit in Österreichs IT-Landschaft voran.
Wachsender Bedarf an digitaler Sicherheit durch Post-Quanten-Kryptographie 22. 04. 2024
Die Ergebnisse des PKI & Digital Trust Report 2024 von Keyfactor und Vanson Bourne unterstreichen den dringenden Bedarf an verbesserten Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen im Hinblick auf die bevorstehende Ära der Quantencomputer.
KI sichert Lieferketten 22. 04. 2024
SAP unterstützt mit KI-gestützten Lieferketteninnovationen bei der Umgestaltung der Fertigung.
A1 Österreich übernimmt die NTT Austria vollständig 10. 04. 2024
A1 Österreich kündigt die Übernahme von 100% der Anteile an der NTT Austria an, nachdem sie bereits das Alcatel Lucent Telefoniegeschäft erfolgreich integrierte.
ACP TechRent fusioniert mit McWERK 08. 04. 2024
ACP TechRent erweitert sein Managed-Service-Angebot im Bereich Workplace und Education.
Veeam würdigt herausragende Leistungen seiner Partner in Österreich 03. 04. 2024
Die Veeam Partner Awards gehen heuer an SNS - Saturn Networking Solutions, ANEO Solutions, A1 Telekom Austria, ACP IT Solutions, Bechtle Austria, Cancom Austria und MAIT Austria.
KPMG Österreich tritt SAP-PartnerEdge-Programm bei 27. 03. 2024
Dem Beratungshaus stehen im Rahmen der neuen Kooperation zahlreiche Tools für die digitale Geschäftstransformation zur Verfügung.
SAP und NVIDIA intensivieren Partnerschaft 20. 03. 2024
Die beiden Tech-Player wollen mit ihrer neuen Kooperation den Einsatz generativer KI in Unternehmensanwendungen vorantreiben.
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Digital Transformation im Gespräch

Das Unmögliche möglich machen

Kreditversicherer Acredia stellt seine in die Jahre gekommene IT-Landschaft in einem Rutsch auf neue Beine. Welche Herausforderungen solch ein Mammutprojekt mit sich bringt und wie dem IT-Team die Umsetzung trotzdem in Rekordzeit gelang, erklärt Acredia-Vorstand Michael Kolb im Gespräch.

Foto: Acredia/M. Draper Michael Kolb ist seit 2021 Fachvorstand für Commercial Underwriting, Customer & Shared Services, IT, Marketing & Sales, HR & Organisation bei der Acredia Versicherung. Die österreichische Kreditversicherung Acredia springt dann ein, wenn Unternehmen ihre Lieferanten nicht rechtzeitig bezahlen können oder sogar insolvent werden. Schnelle Reaktionszeiten sind für diese Aufgabe zentral. Diesen Speed sollte auch die IT-Landschaft des Versicherers widerspiegeln. Das IT-Team ging das Digitalisierungsprojekt mit einer sportlichen Zielsetzung an: Die alten IBM-Maschinen sollten durch eine moderne, cloudbasierte IT-Infrastruktur ersetzt werden. Zudem wurden im selben Rutsch auch rund 200 Arbeitsplätze inklusive Homeoffice-Lösungen und der dahinterliegenden Netzwerkinfrastruktur auf den neuesten Stand gebracht. Acredia setzte das Mammutprojekt in der Rekordzeit von 250 Tagen um. Vorstand Michael Kolb hat sich mit it&t business über den Projektverlauf und die besonderen Herausforderungen, die die Digitale Transformation in der Versicherungsbranche mit sich bringt, unterhalten.

it&t business: Welche Zielsetzung verfolgten sie mit dem Projekt?

Michael Kolb: Als Kreditversicherer schützt Acredia offene Forderungen von Unternehmen vor Zahlungsausfall. Durch diese Absicherung können die Unternehmen mutig wirtschaften, ohne ihren Cashflow zu gefährden, z.B. indem sie neue Märkte erschließen. Damit die Unternehmen bei ihren Geschäften ein hohes Tempo fahren können, brauchen sie schnelle Entscheidungen, eine flexible Vertragsgestaltung und eine rasche Schadensabwicklung. Damit wir so ein Service bieten können, brauchen wir eine agile und leistungsstarke IT, wie wir sie jetzt aufgebaut haben.

it&t: Wie war die Ausgangslage?

Kolb: Unsere IT war von Legacy-Systemen geprägt, die bisher sehr gut funktioniert haben, aber nicht mehr zukunftsfit waren. Zudem waren wir an die Systeme unseres Anteilseigentümers Oesterreichische Kontrollbank angedockt, was Änderungen und Neuentwicklungen erschwert hat. Deshalb haben wir uns 2022 entschieden, unsere gesamte IT-Infrastruktur aus der Oesterreichischen Kontrollbank herauszulösen und auf völlig neue Beine zu stellen.

it&t: Wie ging die Projektplanung vonstatten?

Kolb: Am Anfang stand das klare Commitment, das wir dieses Projekt durchziehen wollen. Mit Markus Wernad als CIO haben wir einen absoluten Profi ins Haus geholt, der Erfahrung mit solchen Mammutprojekten hat. Besonders wichtig war, dass wir von Anfang an eine klare Strategie und einen straffen Zeitplan verfolgt haben. Gerade bei einem so komplexen Projekt, das sich durch das ganze Unternehmen zieht, besteht Gefahr, dass man vor lauter Planen aufs Tun vergisst.

Uns war relativ schnell klar, dass wir externe Unterstützung brauchen. Wir haben intensive Gespräche mit einer Handvoll möglicher Partner geführt und uns am Ende für Kapsch entschieden. Zum einen hat Kapsch schon ähnliche Projekte erfolgreich umgesetzt, zum anderen waren sie als Netzwerkpartner der OeKB schon mit unserer Ausgangssituation und unseren spezifischen Anforderungen vertraut.

Fachbereiche von Anfang an mit dabei

it&t: Der Sprung von IBM-Maschinen in die Cloud ist gewaltig. Wie brachte Acredia das Projekt in dieser kurzen Zeit erfolgreich über die Bühne? 

Kolb: Zum Beispiel lief unser gesamtes Vertragsmanagement jahrzehntelang über eine AS400 – eine tolle Maschine, die aber zwischenzeitlich in die Jahre gekommen ist.

Um die gesamte IT-Infrastruktur neu aufzubauen, braucht es den persönlichen Einsatz des ganzen Teams. Wir haben von Anfang an alle Fachbereiche miteinbezogen und alle auf das Projekt eingeschworen. Wenn allen klar ist, warum wir das machen und welchen Nutzen sie daraus haben, dann wird auch das Unmögliche möglich.

it&t: Welche Rolle spielten die Anwender im Rahmen des Projekts?

Kolb: Die IT erfüllt keinen Selbstzweck, sondern ist dazu da, dass das Unternehmen und die Menschen, die hier arbeiten, ihre Aufgaben effizient und effektiv erledigen können. Alle Fachbereiche – vom Credit Underwriting über das Riskmanagement bis hin zu HR und Sales – wurden von Beginn an miteinbezogen. In Workshops haben wir die Bedürfnisse und Anforderungen der verschiedenen Use-Cases erarbeitet und aufgrund dessen die Umsetzung geplant.

it&t: Gab es Stolpersteine im Projektverlauf?

Kolb: Gerade am Anfang haben uns die Erfahrungswerte für dieses Mammutprojekt gefehlt. Rückblickend muss ich schon sagen, dass wir bis zu einem gewissen Grad recht blauäugig an das Thema herangegangen – Was gut war, denn sonst hätten wir uns das vielleicht in dem Umfang gar nicht getraut.

Teilweise mussten wir erst Kompetenzen aufbauen, die Lernkurve war zum Beispiel beim Thema Cloud-Management sehr steil. Zum Glück hatten wir mit Kapsch einen kompetenten Partner zur Seite, der uns bestens beraten hat.

Herausforderungen Compliance und Big Data

it&t: Die Versicherungsbranche arbeitet mit besonders sensiblen Daten und unterliegt daher strengen Compliance-Vorschriften.

Kolb: Absolut, deshalb haben wir schon bei der Planung der Cloudstrategie das Thema Compliance mitgedacht. Wir haben ein eigenes Cloud-Competence Team (CCT) gegründet, indem die einzelnen Fachbereiche vertreten sind. Die verschiedenen Perspektiven flossen so in die Strategie ein und das Ergebnis war ein ganzheitliches Konzept, das den strengen Compliance-Vorschriften der FMA Rechnung trägt. Am Ende wurde unsere neue IT-Infrastruktur innerhalb kürzester Zeit von der FMA genehmigt.

it&t: Auch die Menge an Daten, mit denen in der Versicherungsbranche gearbeitet wird, ist außergewöhnlich hoch. Wie sind sie mit dem Thema Big Data umgegangen?

Kolb: Big Data begleitet uns schon lange, das ist ein Thema, an dem wir kontinuierlich arbeiten. Gerade im Hinblick auf ESG (Environmental Social Governance, dt. etwa: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung; Anm.) erwarten wir, dass das Datenvolumen noch weiter steigen wird. Gerade deshalb war es uns so wichtig, unsere IT agil und flexibel aufzubauen, damit wir zum Beispiel Real-Time Dashboards abbilden können.

it&t: Welche nächsten Schritte in puncto Digitalisierung planen sie? 

Kolb: Wir arbeiten gerade an einem Versicherungsprodukt für KMU, das komplett digital abgewickelt werden kann. Kreditversicherung wird damit so einfach, wie nie zuvor.

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