Zum 21. Mal hat SAP Österreich Unternehmen für herausragende digitale Transformationsprojekte geehrt. Bei der Veranstaltung in Wien wurden insgesamt zehn Projekte prämiert. RHI Magnesita, Knapp AG und Frauscher Sensor Technology erhielten den Titel „Grand Winner“.
SAP Quality Awards 2025 - Die "Grand Winner" der SAP Quality Awards 2025 sind RHI Magnesita, Knapp AG und Frauscher Sensor Technology Group. (Foto: Ludwig Schedl)
SAP Österreich hat im Wiener Hotel Hoxton erneut die SAP Quality Awards verliehen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten würdigt SAP Projekte, die durch sorgfältige Planung, klare Governance und eine Umsetzung nahe am SAP-Standard überzeugen. Geschäftsführer Andreas Wagner betonte im Rahmen der Verleihung die Relevanz solcher Projekte im aktuellen Wirtschaftsumfeld: „Österreichische Unternehmen stehen vor der Herausforderung, in einem zunehmend schwierigen globalen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Wagner. Er verwies darauf, dass es gerade jetzt entscheidend sei, vorhandene Technologien gezielt zu nutzen: „In Österreich ist es darum entscheidend, dass Unternehmen jetzt vorangehen und das Potenzial der implementierten Lösungen voll ausschöpfen.“ Mit den Auszeichnungen wolle man jene Unternehmen hervorheben, „die gemeinsam mit SAP und unseren Partnern Strategie in greifbare Ergebnisse verwandeln: höhere Produktivität, resilientere Prozesse und verantwortungsvolle Innovation, die den Standort stärkt.“
Den Hauptpreis in der Kategorie „Business Transformation“ erhielt RHI Magnesita. Das Unternehmen hat mit SAP RISE eine umfassende Modernisierung der eigenen ERP-Landschaft umgesetzt. Konkret wurden zwölf SAP-Landschaften mit insgesamt 36 Systemen in die SAP RISE Cloud migriert. Rund 400 Mitarbeitende von RHI Magnesita, SAP, Atos, AWS und weiteren Partnern aus 16 Ländern arbeiteten daran gemeinsam. Ausschlaggebend für die Auszeichnung waren insbesondere die internationale Kooperation, das konsistente Governance-Modell sowie ein stabiles Cutover-Management. Das Projekt gilt als Meilenstein für die weitere S/4HANA-Migration im globalen Transformationsprogramm von RHI Magnesita.
"Grand Winner": RHI Magnesita - v.l.n.r.: Andreas Wagner (SAP), Reinhard Stürzer, Gabriele Albus, Alexander Schillinger (alle drei RHI Magnesita), Alexander Hruschka, Klaus Pingitzer (beide SAP) (Foto: Ludwig Schedl)
Ebenfalls in dieser Kategorie ausgezeichnet wurde die Salzburg AG, die gemeinsam mit SAP und der scc EDV Beratung AG eine Brownfield-Conversion auf SAP S/4HANA Private Cloud umgesetzt hat. Im Mittelpunkt standen ein nachhaltiges Testmanagement sowie eine enge Abstimmung zwischen IT, Fachbereichen und externen Dienstleistern.
Der dritte Preisträger, Haberkorn, verfolgte mit seinem Projekt „Unser Herzensprojekt“ das Ziel, die gesamte Unternehmensgruppe in einer einheitlichen ERP-Landschaft zusammenzuführen. Die neue SAP-Umgebung verbindet fünf zuvor eigenständige Unternehmen und bildet die Basis für die Fusion zu Haberkorn Deutschland mit 800 Mitarbeitenden an acht Standorten.
In der Kategorie „Business Transformation Success Factors“ ging der Hauptpreis an die Knapp AG. In Zusammenarbeit mit der CNT Management Consulting AG implementierte das Unternehmen die Lösung SuccessFactors Employee Central Time in drei Pilotländern: Rumänien, Ungarn und dem Vereinigten Königreich. Das System erfasst Abwesenheiten und bewertete Anwesenheiten und unterstützt sowohl Büroarbeitsplätze als auch Montage- und Schichtbetriebe. Die Kombination aus SAP-Lösung und Zeiterfassungsterminals bildet künftig den konzernweit empfohlenen Standard.
"Grand Winner“: Knapp AG - v.l.n.r.: Sebastian Soyka (SAP), Marius Hahn (CNT Management Consulting AG), Martin Ferstl (Knapp AG), Gerald Rossmann (CNT Management Consulting AG), Andreas Wagner, Klaus Pingitzer (beide SAP) (Foto: Ludwig Schedl)
Zu den weiteren Preisträgern zählt das Haus der Barmherzigkeit, das ein Full-Cloud-HR-Informationssystem eingeführt hat. Es digitalisiert die End-to-End-Prozesse für über 2.000 Mitarbeitende an mehr als 30 Standorten und wurde von einem umfassenden Schulungs- und Supportkonzept begleitet.
Auch die Generali Versicherung AG wurde ausgezeichnet. Das Unternehmen setzte SAP SuccessFactors ein, um seine HR-Prozesse zu standardisieren und digital abzubilden. Grundlage der Entscheidung war eine Systemarchitektur mit zahlreichen Schnittstellen sowie ein hybrider Projektansatz, der Change-Management-Maßnahmen einschloss. Die Lösung unterstützt rund 4.600 Mitarbeitende.
Der „Grand Winner“ der Kategorie „Rapid Time To Value“ ist die Frauscher Sensor Technology Group. Gemeinsam mit Flexso for People führte Frauscher ein globales HR-System auf Basis von SAP SuccessFactors ein. Die Lösung vernetzt 700 Mitarbeitende in 15 Ländern und ist eng mit SAP S/4HANA sowie anderen Systemen integriert. Damit wurden Effizienz, Transparenz und Datenqualität gestärkt und die Grundlage für eine moderne Organisationsstruktur geschaffen.
"Grand Winner“: Frauscher Sensor Technology Group - v.l.n.r.: Andreas Wagner (SAP), Stefan Holzer (Flexso for People GmbH), Elisabeth Schwarz, Stefanie Reichhartinger (beide Frauscher Sensor Technology Group), Jakob Kiblböck, Klaus Pingitzer (beide SAP) (Foto: Ludwig Schedl)
Weitere Preisträger dieser Kategorie waren:
Eurogast Österreich GmbH: Die Gastronomie-Großhandelsgruppe führte gemeinsam mit CNT auf Basis von SAP CX eine zentrale Plattform für Kundenbetreuung sowie Sales-, Service- und Marketingprozesse ein.
Central European University (CEU GmbH): Die Wiener Privatuniversität implementierte SuccessFactors Time Management zur Modernisierung ihrer Zeiterfassung. Das System bildet österreichische Arbeitsgesetze ab und ersetzt eine ältere Anwendung.
TTTECH Computertechnik AG: Das Unternehmen überführte in nur zehn Monaten seine gesamte Kostenstellenplanung in die SAP Analytics Cloud. Die Plattform dient nun als Basis für die digitale Finanzsteuerung.
Zum Abschluss der Veranstaltung betonte SAP-Geschäftsführer Andreas Wagner die Bedeutung der prämierten Projekte: „Alle prämierten Unternehmen zeigen, wie digitale Transformation und zukunftsweisende Standards erfolgreich umgesetzt werden können. Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern und hoffen, dass viele ihrem Beispiel folgen werden. Denn digitale Innovationen wie diese sind der Schlüssel für wettbewerbsfähige Unternehmen und eine sichere Zukunft für den Wirtschaftsstandort Österreich.“