Im Rahmen des „What’s Next with AWS“-Events hat Amazon Web Services eine Reihe neuer KI-Lösungen vorgestellt, die auf agentischer KI basieren und Geschäftsprozesse umfassender automatisieren sollen. Neben einem weiterentwickelten KI-Assistenten und dem Ausbau bestehender Plattformen kündigte das Unternehmen auch eine vertiefte Zusammenarbeit mit OpenAI an, um leistungsfähige Modelle stärker in die eigene Cloud-Infrastruktur zu integrieren und für Unternehmen einfacher nutzbar zu machen.
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Mit neuen KI-gestützten Lösungen will Amazon Web Services Unternehmen dabei unterstützen, Abläufe effizienter zu gestalten und stärker zu automatisieren. Im Mittelpunkt stehen dabei sogenannte agentische Systeme, die Aufgaben nicht nur unterstützen, sondern eigenständig ausführen können. Ergänzend kündigte AWS eine erweiterte Zusammenarbeit mit OpenAI an, um entsprechende Modelle breiter verfügbar zu machen.
Im Rahmen eines Fireside Chats betonten AWS-CEO Matt Garman und Colleen Aubrey, SVP AWS Applied AI Solutions, dass agentische KI Unternehmen helfen soll, Expertise skalierbar einzusetzen und neue Kundengruppen zu erreichen.
Mit der überarbeiteten Version von Amazon Quick stellt AWS einen KI-Assistenten vor, der sich an individuelle Arbeitsweisen anpasst und eigenständig Aufgaben übernimmt. Der Assistent erkennt laut AWS den jeweiligen Arbeitskontext und weist aktiv auf relevante Inhalte hin, etwa unbeantwortete E-Mails, offene Vertriebschancen oder ausstehende Freigaben.
Zu den Funktionen zählen das Verfassen von E-Mails, die Bearbeitung von Dokumenten sowie das Beantworten von Nachrichten oder die Aktualisierung von Tickets. Nach Freigabe durch die Nutzenden führt das System die Aufgaben selbstständig aus. Darüber hinaus baut Quick auf Basis von E-Mails, Kalendern und angebundenen Anwendungen einen persönlichen Wissenspool auf und entwickelt sich mit der Nutzung weiter. Der Zugriff erfolgt ohne AWS-Konto über eine E-Mail-Adresse, unterstützt werden unter anderem Integrationen mit Google Workspace, Microsoft 365, Zoom und Salesforce.
AWS erweitert zudem sein Angebot rund um Amazon Connect zu einer Familie von vier agentischen KI-Lösungen. Die Anwendungen sind darauf ausgelegt, sich in bestehende Arbeitsabläufe zu integrieren und sich an den jeweiligen Unternehmenskontext anzupassen.
Zum Portfolio gehören Lösungen für Lieferketten (Connect Decisions), Personalgewinnung (Connect Talent), Kundenerlebnis (Connect Customer) sowie den Gesundheitsbereich (Connect Health). Das bisherige Produkt Amazon Connect wird im Zuge der Neuausrichtung in Connect Customer umbenannt. Die Lösungen basieren laut AWS auf Erfahrungen im Management komplexer Prozesse in großem Maßstab und sollen wie ein Teammitglied agieren, das Aufgaben eigenständig übernimmt und sich kontinuierlich weiterentwickelt.
Parallel dazu haben AWS und OpenAI eine Ausweitung ihrer Zusammenarbeit angekündigt. Künftig sollen die Modelle von OpenAI direkt über Amazon Bedrock verfügbar sein, gemeinsam mit Angeboten anderer Anbieter. Unternehmen können diese Modelle über bestehende Schnittstellen nutzen und dabei Sicherheits-, Governance- und Kostenkontrollen in einem einheitlichen Framework verwalten.
Zusätzlich wird der Coding-Agent Codex in AWS-Umgebungen integriert. Laut AWS nutzen ihn bereits mehr als vier Millionen Anwender pro Woche. Ergänzend führt das Unternehmen mit „Amazon Bedrock Managed Agents“ eine Möglichkeit ein, KI-Agenten auf Basis von OpenAI-Modellen in größerem Maßstab bereitzustellen. Diese sollen Funktionen wie Identitätsmanagement, Nachvollziehbarkeit und persistenten Speicher in die bestehende AWS-Infrastruktur integrieren.