Das Competence Center Digital Healthcare von MP2 IT-Solutions lud am 19. September 2025 in Wien zum Business-Breakfast. Unter dem Motto „Digital Healthcare im KI-Zeitalter“ trafen sich Expert:innen aus Politik, IT und Medizin, um Perspektiven, Praxisbeispiele und politische Rahmenbedingungen zu erörtern.
Foto: MP2
Die „MP2 Innovation Lounge“ in Wien wurde am 19. September 2025 zum Treffpunkt für Vertreter:innen aus Politik, Gesundheitswesen und IT. Das Business-Breakfast von MP2 IT-Solutions bot Raum für inhaltliche Impulse und persönlichen Austausch. Moderiert von Stadträtin Kasia Greco, stand die Veranstaltung im Zeichen der Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) und Digitalisierung das österreichische Gesundheitswesen verändern können.
Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll unterstrich in einem Online-Statement die Rolle von KI als Chance für Effizienz und Qualität – zugleich sei ein klarer rechtlicher Rahmen notwendig, um Sicherheit und Vertrauen zu gewährleisten.
Der Gesundheits- und Wirtschaftsexperte Julian Hadschieff (Humanocare Group) betonte die Potenziale der Technologie für Prävention und personalisierte Therapien. Er wies aber ebenso auf die Notwendigkeit hin, ethische Standards einzuhalten.
Alexander Biach, Generaldirektor der SVS, sprach von einer „unsichtbaren Dynamik“ der digitalen Transformation: Innovationen aus der Privatwirtschaft treiben laut ihm auch die öffentliche Hand zu Veränderungen an.
V.l.n.r.: Edith Lachinger, Christoph Kitzler, Gerlinde Macho, Julian Hadschieff, Kasia Greco, Alexander Biach, Doris Lippert, Manfred Pascher (Quelle: MP2)
Neben strategischen Perspektiven stellten Branchenvertreter:innen auch konkrete Lösungen vor. Edith Lachinger, Geschäftsführerin des Gesundheitszentrums für Selbständige, hob den Nutzen digitaler Werkzeuge hervor, die Ärzt:innen und Pflegekräften Zeit zurückgeben und Patient:innen die Versorgung erleichtern.
Christoph Kitzler, Leiter des Competence Center Digital Healthcare von MP2, zeigte gemeinsam mit seinem Team Anwendungen, die bereits erfolgreich in Gesundheitseinrichtungen implementiert wurden.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete die kürzlich präsentierte „KI-Landkarte Österreich“ des Verbandes Österreichischer Software Innovationen (VÖSI). Doris Lippert, VÖSI-Präsidentin und Mitglied der Geschäftsführung von Microsoft Österreich, stellte die Plattform vor. Sie bündelt Use Cases aus unterschiedlichen Branchen, mit dem Gesundheitswesen als zentralem Schwerpunkt. Ziel ist es, Orientierung zu geben und den Stand von „KI made in Austria“ sichtbar zu machen.
Das Gesundheitsressort der KI-Landkarte wird von MP2-Mitgründer Manfred Pascher geleitet und fokussiert praxisnahe Anwendungen – von Diagnostik bis Prozessoptimierung.
Die Gastgeber Gerlinde Macho, Manfred Pascher und Christoph Kitzler betonten die Bedeutung von Veranstaltungen wie dem Business-Breakfast. Vernetzung und Wissenstransfer seien entscheidend, um Chancen verantwortungsvoll zu nutzen. Die Diskussion des Vormittags verdeutlichte eindrücklich, dass Digitalisierung und KI im Gesundheitswesen mehr als Schlagworte sind, und bereits greifbare Innovationen ermöglichen.