Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Zscaler warnt vor Malware-Kampagnen nach Leak von Claude Code 09. 04. 2026
Nach der versehentlichen Veröffentlichung des Quellcodes von Claude Code analysiert Zscaler zunehmende Bedrohungsaktivitäten. Cyberkriminelle nutzen das öffentliche Interesse gezielt zur Verbreitung von Schadsoftware.
NetApp und Nutanix kooperieren bei Cloud-Plattform 08. 04. 2026
NetApp und Nutanix haben eine strategische Allianz angekündigt, die auf die Integration von Dateninfrastruktur und Hybrid-Multicloud-Plattform abzielt. Die Zusammenarbeit soll Unternehmen neue Optionen für die Modernisierung virtualisierter Umgebungen bieten und den Betrieb über verschiedene IT-Umgebungen hinweg vereinfachen.
Weniger Papier, mehr Effizienz: Digitale Signaturen zeigen messbare Wirkung 03. 04. 2026
Die aktuelle ÖkoStats-Auswertung von A-Trust zeigt: Die Nutzung qualifizierter elektronischer Signaturen steigt weiter – mit klar messbaren Effekten auf Ressourcenverbrauch und Effizienz.
Axios Supply-Chain-Attacke untergräbt Vertrauen in npm: Weit verbreitete Software im Fadenkreuz von Cyberkriminellen 02. 04. 2026
Die mutmaßliche Kompromittierung des weit verbreiteten HTTP-Clients Axios wirft ein Schlaglicht auf strukturelle Schwächen moderner Software-Lieferketten. Ein Kommentar von Ismael Valenzuela ordnet die Risiken für Unternehmen ein.
Michael Schmitz übernimmt Leitung von SAP Concur in der MEE-Region 01. 04. 2026
SAP bündelt das Concur-Geschäft in Mittel- und Osteuropa neu. Michael Schmitz verantwortet ab sofort die Region und soll die Vertriebsstruktur weiterentwickeln.
Michael Weinzierl übernimmt Geschäftsführung von Arrow ECS Österreich 01. 04. 2026
Der Technologieanbieter Arrow ordnet seine Führungsstruktur in der DACH-Region neu. Mit Michael Weinzierl übernimmt ein langjähriger Manager die Geschäftsleitung in Österreich, während die regionale Verantwortung gebündelt wird.
Cyberangriff auf EU-Kommission rückt Hackergruppe ShinyHunters in den Fokus 31. 03. 2026
Nach dem Angriff auf die Cloud-Infrastruktur der EU-Kommission analysiert ESET die mutmaßlichen Täter. Im Mittelpunkt steht die Gruppe ShinyHunters, deren Vorgehensweise auf bekannte Muster bei groß angelegten Datenlecks hinweist.
Adastra baut Wien-Standort aus und holt Go-to-Market-Lead 31. 03. 2026
Das kanadisch-tschechische IT-Beratungsunternehmen Adastra stärkt seine Präsenz in Wien und treibt die Expansion in Richtung Westeuropa voran. Mit Mario Klima übernimmt ein erfahrener Branchenkenner die Rolle des Go-to-Market-Lead für Österreich.
Insight ernennt Jack Azagury zum CEO 30. 03. 2026
Insight Enterprises bestellt mit Jack Azagury einen neuen President und CEO. Der frühere Accenture-Manager soll die Transformation des Unternehmens hin zu einem „AI-first“-Lösungsintegrator vorantreiben.
Check Point stellt Referenzarchitektur für KI-Rechenzentren vor 30. 03. 2026
Check Point hat mit dem „AI Factory Security Blueprint“ eine Referenzarchitektur zur Absicherung von KI-Infrastrukturen veröffentlicht. Der Ansatz deckt alle Ebenen von Hardware bis Anwendung ab und adressiert spezifische Bedrohungen moderner KI-Umgebungen.
Arctic Wolf und Wiz integrieren Cloud Detection und Response 27. 03. 2026
Arctic Wolf und Wiz (nun Teil von Google Cloud) haben eine Partnerschaft zur Integration ihrer Plattformen angekündigt. Ziel ist es, Cloud-Bedrohungen schneller zu erkennen und darauf zu reagieren. Die Lösung kombiniert Cloud-Transparenz und Risikobewertung mit Security Operations und ist ab sofort verfügbar.
NetApp und Commvault bündeln Technologien für integrierte Cyber-Resilienz 27. 03. 2026
NetApp und Commvault haben eine strategische Partnerschaft angekündigt. Ziel ist eine gemeinsame Plattform für Datenschutz, Cyber-Resilienz und schnelle Wiederherstellung über hybride Infrastrukturen hinweg.
MariaDB integriert GridGain und positioniert sich für agentische KI-Systeme 26. 03. 2026
Mit der Übernahme von GridGain Systems erweitert MariaDB seine Datenplattform um In-Memory-Technologie und reagiert damit auf steigende Anforderungen durch autonome KI-Agenten. Ziel ist eine einheitliche Architektur für Transaktionen, Analytik und KI-Workloads.
Vertiv übernimmt ThermoKey und stärkt Kühltechnologien für KI-Rechenzentren 26. 03. 2026
Vertiv plant die Übernahme des italienischen Wärmetechnik-Spezialisten ThermoKey. Ziel ist der Ausbau des Portfolios für thermisches Management in Rechenzentren und KI-Infrastrukturen.
Ungenutzte Software-Lizenzen: Millionenpotenzial in Österreichs Serverräumen 26. 03. 2026
In österreichischen Unternehmen sind laut Schätzungen Millionenbeträge in ungenutzten Software-Lizenzen gebunden. Besonders durch den Umstieg auf Cloud-Modelle entsteht ein wachsender finanzieller Spielraum.
Arrive ernennt Chief AI Officer und richtet Strategie auf „AI first“ aus 24. 03. 2026
Die Mobilitätsplattform Arrive setzt künftig verstärkt auf Künstliche Intelligenz. Mit der Ernennung eines Chief AI Officers und Investitionen in die Weiterbildung der Mitarbeitenden soll KI zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie werden.
Accenture Österreich: Christian Winkelhofer übernimmt Leitung von Michael Zettel 24. 03. 2026
Führungswechsel bei Accenture Österreich: Nach zehn Jahren als Country Managing Director übergibt Michael Zettel seine Funktion an Christian Winkelhofer. Zettel wechselt in das Management der Region EMEA.
ESET PROTECT: Mehr Sicherheit für Cloud, virtuelle Maschinen und KI-gestützte Analyse 23. 03. 2026
ESET baut seine Sicherheitsplattform ESET PROTECT gezielt für Cloud-Umgebungen aus. Neue Funktionen für Microsoft 365, Google Workspace und virtuelle Maschinen sowie erweiterte Analyse- und KI-Tools sollen Unternehmen mehr Transparenz und Schutz vor aktuellen Bedrohungen bieten.
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Deloitte-Studie zum KI-Einsatz in Unternehmen

Deutschlands KI-Paradoxon zwischen Anspruch und Umsetzung

Obwohl viele Unternehmen in Deutschland den strategischen Einfluss von Künstlicher Intelligenz erkennen, bleibt die tatsächliche Transformation von Geschäftsmodellen bislang die Ausnahme. Eine aktuelle Deloitte-Studie zeigt strukturelle Defizite bei Investitionen, Governance und Kompetenzen.

Foto: Deloitte Abbildung 1: Frage: Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten das bedeutendste Ergebnis der erfolgreichen KI-Initiativen Ihres Unternehmens? Foto: Deloitte Abbildung 2: Frage: Wieviel Prozent des gesamten Technologiebudgets Ihres Unternehmens werden in KI-Initiativen investiert? Foto: Deloitte Abbildung 3: Frage: Wann erwarten Sie, daß sich KI-Initiativen in Ihrem Unternehmen positiv auf das Geschäftsmodell auswirken werden? Neun von zehn Unternehmen in Deutschland, die Künstliche Intelligenz bereits intensiv nutzen, erwarten laut einer aktuellen Studie von Deloitte tiefgreifende Veränderungen ihres Geschäftsmodells bis zum Jahr 2028. Dennoch bleibt die konkrete Umsetzung dieser Transformation bislang begrenzt. Statt grundlegender Neugestaltung dominieren derzeit vor allem Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Produktivitätsverbesserung. Damit zeigt sich eine Diskrepanz zwischen strategischem Anspruch und operativer Realität.

Geringe Transformation trotz hoher Erwartungen

Die Analyse „The ROI of AI: The paradox of rising investment and elusive returns“, basierend auf einer Befragung von mehr als 1.800 Expertinnen und Experten in 14 Ländern, verdeutlicht diese Entwicklung. In Deutschland setzen lediglich fünf Prozent der Unternehmen KI gezielt zur strukturellen Weiterentwicklung ihres Geschäfts ein, etwa durch den Einsatz von KI-Agenten oder neue, KI-basierte Geschäftsmodelle.

Im internationalen Vergleich fällt dieser Wert deutlich niedriger aus: In Großbritannien liegt der Anteil bei 13 Prozent, in Irland bei elf Prozent. Die Mehrheit der deutschen Unternehmen konzentriert sich weiterhin auf inkrementelle Verbesserungen bestehender Prozesse. Damit bleibt das Potenzial von KI als Treiber für Innovation und Transformation bislang weitgehend ungenutzt.

Investitionen und Governance als zentrale Schwachstellen

Auch bei den Investitionen zeigt sich Zurückhaltung: Rund drei Viertel der Unternehmen investieren maximal 20 Prozent ihres Technologiebudgets in KI-Projekte. Damit positioniert sich Deutschland im internationalen Vergleich lediglich im unteren Mittelfeld. Gleichzeitig erreichen 27 Prozent der Unternehmen eine Amortisation ihrer KI-Investitionen innerhalb von ein bis zwei Jahren – ein Wert im internationalen Durchschnitt.

Ein wesentlicher struktureller Engpass liegt laut Studie in der organisatorischen Verankerung von KI. In 33 Prozent der Unternehmen liegt die Verantwortung beim CIO oder IT-Leiter, während nur zwei Prozent KI auf CEO-Ebene ansiedeln. Dies ist der niedrigste Wert unter allen untersuchten Ländern, bei einem internationalen Durchschnitt von zehn Prozent.

Diese Verteilung hat Auswirkungen auf die strategische Ausrichtung: Die starke IT-Zentrierung führt dazu, dass der Fokus häufig auf technischer Skalierung liegt, während eine umfassende Transformation von Geschäftsprozessen ausbleibt. Eine unternehmensweite Steuerung durch das Top-Management findet nur selten statt.

Fachkräftemangel und fehlende Qualifizierung bremsen Fortschritt

Neben Investitionen und Governance identifiziert die Studie auch deutliche Kompetenzlücken. 35 Prozent der befragten Unternehmen sehen den Mangel an qualifizierten Fachkräften als wesentliches Hindernis für den KI-Einsatz – mehr als im internationalen Durchschnitt von 29 Prozent.

Hinzu kommt, dass 19 Prozent der Unternehmen keinerlei Schulungsangebote im Bereich KI bereitstellen. Auch dieser Wert liegt über dem globalen Durchschnitt von 15 Prozent. Fehlende Weiterbildungsmaßnahmen erschweren die Skalierung von KI-Anwendungen und hemmen die Entwicklung innovativer Einsatzszenarien.

Die Studienergebnisse zeigen insgesamt ein konsistentes Bild: Während das Bewusstsein für die transformative Kraft von KI in deutschen Unternehmen vorhanden ist, fehlen häufig die strukturellen Voraussetzungen für eine konsequente Umsetzung. Ohne gezielte Investitionen, stärkere Verankerung auf Führungsebene und den Ausbau von Kompetenzen bleibt das Potenzial von KI weitgehend unausgeschöpft.

Mehr Details und internationale Vergleiche finden sich in der Deloitte-Studie „The ROI of AI: The paradox of rising investment and elusive returns“

 

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