Digitale Souveränität zählt derzeit zu den meistdiskutierten Begriffen rund um IT, Cybersicherheit und digitale Services. Doch nicht jedes Angebot, das mit Datenhoheit oder Unabhängigkeit wirbt, erfüllt diese Ansprüche auch in der Praxis. Entscheidend sind kontrollierbare Prozesse, sichere Identitäten und nachvollziehbare Verantwortlichkeiten.
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Markus Vesely, CEO von A-Trust
Kaum ein Begriff wird derzeit im Zusammenhang mit Technologie, Cybersicherheit und digitalen Services so häufig verwendet wie digitale Souveränität. Ähnlich wie zuvor Künstliche Intelligenz dient der Begriff zunehmend dazu, technologische Angebote zu positionieren. Anbieter werben mit Datenhoheit, Kontrolle oder Unabhängigkeit und stellen digitale Souveränität als wesentliches Merkmal ihrer Lösungen heraus. Für Unternehmen stellt sich damit zunehmend die Frage, woran sich tatsächliche digitale Souveränität erkennen lässt und wann sie lediglich als Marketingversprechen dient.
Mit der wachsenden Nutzung von Cloud-Diensten, internationalen Plattformen und automatisierten Prozessen steigen zugleich die Abhängigkeiten von digitalen Infrastrukturen. Parallel dazu nehmen regulatorische Anforderungen sowie Erwartungen an Transparenz, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit kontinuierlich zu. Die Diskussion über digitale Souveränität verlagert sich dadurch zunehmend von grundsätzlichen strategischen Überlegungen in die praktische Umsetzung.
Nach Auffassung von A-Trust bedeutet digitale Souveränität nicht, sämtliche Technologien selbst betreiben oder vollständig unabhängig von externen Anbietern sein zu müssen. Entscheidend sei vielmehr, ob Unternehmen ihre digitalen Prozesse nachvollziehbar steuern, Zugriffe kontrollieren und sensible Informationen eigenständig verwalten können.
Eine zentrale Rolle spielen dabei digitale Identitäten, Authentifizierung und Berechtigungsmanagement. Sie legen fest, wer Zugriff auf Systeme erhält, wie Verantwortlichkeiten dokumentiert werden und ob digitale Abläufe langfristig kontrollierbar bleiben.
Zusätzlichen Einfluss auf die praktische Umsetzung haben neue regulatorische Rahmenbedingungen. Genannt werden unter anderem NIS2, DORA, der AI Act, der EU Cyber Resilience Act sowie der EU Data Act. Sie erhöhen die Anforderungen an Unternehmen und sollen gleichzeitig eine resilientere Sicherheitsarchitektur fördern.
Gefordert sind dabei nicht nur technische Sicherheitsmaßnahmen. Unternehmen müssen ihre Prozesse dauerhaft dokumentieren, Verantwortlichkeiten nachweisen und ihre digitalen Strukturen nachvollziehbar gestalten.
„Digitale Souveränität darf nicht beim Anspruch enden. Entscheidend ist, ob Unternehmen Identitäten, Zugriffe und sensible Informationen tatsächlich selbst kontrollieren können. Erst nachvollziehbare Prozesse und verlässliche Sicherheitsmechanismen schaffen die Grundlage für digitale Selbstbestimmung.“
So beschreibt Markus Vesely, CEO von A-Trust, den Unterschied zwischen tatsächlicher digitaler Souveränität und einer rein begrifflichen Verwendung.
A-Trust unterstützt Unternehmen nach eigenen Angaben mit Lösungen für sichere Identifizierung, Authentifizierung und digitale Signaturen. Damit sollen wesentliche Bausteine moderner Sicherheitsarchitekturen bereitgestellt werden. Angesichts der wachsenden Bedeutung digitaler Identitäten und der Absicherung von Benutzerkonten zählt auch die Multi-Faktor-Authentifizierung inzwischen zu den zentralen Bestandteilen nachhaltiger Sicherheitsstrategien.
Digitale Souveränität beschränkt sich nach Auffassung des Unternehmens jedoch nicht allein auf den Schutz von Zugängen. Ebenso wichtig sei die Kontrolle über die zugrunde liegende Infrastruktur.
„Das A-Trust-Rechenzentrum wird zu 100 % in Österreich on premise betrieben und unterliegt damit österreichischen bzw. europäischen Rahmenbedingungen. Dadurch können beim Einsatz von A-Trust-Lösungen Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und digitale Kontrolle innerhalb der eigenen Organisation gestärkt sowie Abhängigkeiten von außereuropäischen Plattformanbietern reduziert werden.“
Damit stellt A-Trust den Betrieb seiner Infrastruktur in Österreich als einen Baustein heraus, um Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle innerhalb von Organisationen zu stärken.