Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Fujitsu startet neues Partnerprogramm für das Channel-Business 16. 07. 2024
Fujitsu Österreich präsentiert ein umfassend überarbeitetes Partnerprogramm, das auf Vereinfachung und Wachstum abzielt. Das neue Programm ersetzt das langjährige Select Partner Programm und bietet neue Möglichkeiten für Partnerunternehmen jeder Größe.
Verbreitung der Hybrid Multicloud wird sich im Finanzsektor verdreifachen 16. 07. 2024
Eine neue Studie von Nutanix prognostiziert eine Verdreifachung der Hybrid Multicloud-Bereitstellungen im Finanzsektor innerhalb der nächsten drei Jahre. Der Financial Services Enterprise Cloud Index (ECI) 2024 zeigt, dass die Hybrid Multicloud das führende IT-Modell in der Branche wird.
ESET AI Advisor identifiziert Gefahren und berät IT-Sicherheitsexperten 03. 07. 2024
Der IT-Sicherheitshersteller ESET erweitert seine Business-Lösungen mit einem KI-basierten Cybersecurity-Assistenten, der Sicherheitsverantwortliche im Alltag unterstützt und Vorfälle effizienter managen lässt.
BOLL übernimmt nun auch in Österreich den Vertrieb von Palo Alto Networks 27. 06. 2024
Palo Alto Networks vertraut auf die Expertise und das Engagement von BOLL und unterzeichnet einen Distributionsvertrag für Österreich.
Österreichischer Gesundheitswirtschaftskongress: Digitalisierung und KI im Fokus 19. 06. 2024
Vergangene Woche fand der diesjährige Österreichische Gesundheitswirtschaftskongress, kurz ÖGWK, in Wien statt. Veranstaltungspartner MP2 IT-Solutions gab Einblicke in die Trends und digitalen Entwicklungen in der Gesundheitsbranche.
Flexible ERP-Prozesse für die Werkshalle von morgen 17. 06. 2024
Neue Maschine, neue Funktionen: In Zeiten von KI und Large Language Models erweitert sich das Funktionsspektrum moderner Fertigungsmaschinen geradezu in Rekordzeit. Damit die kontinuierlichen Innovationen zu einem Effizienzgewinn für den Gesamtprozess führen, müssen auch die umliegenden IT-Systeme dieser Dynamik Rechnung tragen können. Wie der ERP-Spezialist Asseco Solutions mit der neuesten Generation seiner Lösung APplus die digitale Fertigung von morgen unterstützt, zeigt das Unternehmen auf der „World of Tools“ 2024 in Nürnberg.
A1 und KSV1870 bewerten Cyber-Risiken von Unternehmen 15. 06. 2024
A1 und KSV1870 haben eine strategische Kooperation geschlossen, um Unternehmen in Österreich einen umfassenden Cyber-Sicherheitsnachweis zu ermöglichen. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Transparenz und Sicherheit in lokalen und globalen Lieferketten zu erhöhen, indem ein strukturiertes und anerkanntes Rating gemäß den Richtlinien von NIS2 und DORA etabliert wird.
Sage übernimmt HR-Module von Ammonit 12. 06. 2024
Die Akquisition stärkt Sage DPW, Sages HR-Lösung für den österreichischen Markt.
Innovationen und Netzwerke im Fokus: LEARNTEC 2024 schließt erfolgreich ab 06. 06. 2024
Die 31. Ausgabe der LEARNTEC, Europas führende Messe für digitale Bildung, bot ein breites Spektrum an Innovationen und Vernetzungsmöglichkeiten. Über 14.000 Teilnehmende aus 43 Ländern, trafen sich und 419 Aussteller in Karlsruhe, um die neuesten Entwicklungen im digitalen Lernen zu erkunden und sich auszutauschen. Das vielseitige Programm, ergänzt durch einen Outdoorbereich mit Festivalcharakter, setzte neue Maßstäbe.
Digitale Buchhaltung leicht gemacht 05. 06. 2024
Das Kärntner Start-up Bookkeepr präsentiert eine benutzerfreundliche App für EPUs und Kleinstunternehmen.
Start in Belgien, Finnland, Portugal und Tschechien 04. 06. 2024
refurbed, ein Online-Marktplatz für refurbished Produkte, erschließt neue Märkte und startet in Belgien, Finnland, Portugal und Tschechien.
Erweiterung der Datenfreiheit für Veeam-Kunden: Proxmox VE-Support kommt 28. 05. 2024
Veeam Software kündigt die Unterstützung für Proxmox VE an, eine häufig nachgefragte Virtualisierungsplattform, um das Datenmanagement und die Cyber-Resilienz zu verbessern.
ISPA sieht einen Rückschlag für den Datenschutz in EUGH Urteil 16. 05. 2024
Die ISPA, der Interessenverband der österreichischen Internetwirtschaft, äußert sich besorgt über das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Vorratsdatenspeicherung. Der Verband sieht darin eine ernsthafte Bedrohung für Grundrechte und fordert die Politik auf, gegen überzogene Überwachungstendenzen klar Stellung zu beziehen, eine umfassende Überprüfung der aktuellen Rechtslage zur Vorratsdatenspeicherung durchzuführen, klare Grenzen zu setzen und die Freiheiten der Menschen in einer digitalisierten Welt zu bewahren.
AWS startet in neue Ära der KI-gestützten Softwareentwicklung 14. 05. 2024
AWS erweitert mit Amazon Q die Möglichkeiten der Softwareentwicklung durch den Einsatz von KI. Die Plattform fördert die Automatisierung und bietet umfangreiche Integrationsoptionen, wodurch Unternehmen unterschiedlicher Größe ihre Daten sicher und effizient verwalten können. Mit Amazon Q stellt AWS ein Tool bereit, das sowohl die Entwicklergemeinschaft als auch nicht-technische Mitarbeiter unterstützt.
Studie von Ping Identity enthüllt Lücken im Identitätsschutz 08. 05. 2024
Eine internationale Umfrage von Ping Identity offenbart, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten bei der Identitätsverifikation haben und unzureichend gegen KI-basierte Angriffe geschützt sind. Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen, dass Unternehmen im Bereich Identitätsschutz im KI-Zeitalter noch großen Nachholbedarf haben. Experten empfehlen dringend, Investitionen in fortschrittlichere Technologien und Strategien zu tätigen, um sich gegen die wachsenden Bedrohungen durch künstliche Intelligenz zu wappnen.
Sichere Geldanlage mit IT-Expertise made in Austria 08. 05. 2024
Die Anforderungen für Bundeschatz, das neue Geldanlegerprodukts des Bundes, waren hoch: Die Web-Applikation sollte äußerst benutzerfreundlich und zugleich in höchstem Maße sicher sein und die Entwicklung sollte in Rekordzeit umgesetzt werden. Erfüllt wurden diese Anforderungen von einem Spezialisten für Custom Software Development mit Headquarter in Wien.
Commvault startet Cloud-basierte Cleanroom-Recovery-Lösung 02. 05. 2024
Commvault präsentiert eine neue, in der Cloud gehostete Lösung zur Datenwiederherstellung, die speziell für Unternehmen jeder Größe entwickelt wurde.
Bedrohungslage für ERP-Systeme verschärft sich drastisch: Neue Studie zeigt Zunahme der Ransomware-Vorfälle 02. 05. 2024
Eine aktuelle Untersuchung der Sicherheitsunternehmen Onapsis und Flashpoint offenbart eine alarmierende Zunahme von Ransomware-Angriffen auf SAP-Systeme. Die Studie dokumentiert einen Anstieg der Attacken um 400 Prozent, was auf eine erhöhte Ausnutzung von Schwachstellen in ERP-Systemen zurückzuführen ist. Die Cyberangriffe erreichen neue Dimensionen.
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DSAG-Investitionsreport 2023

SAP-Branchenstrategie auf dem Prüfstand, Digitalisierung stockt

Laut dem heurigen Investitionsreport der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) ist die Investitionsbereitschaft in IT und SAP ungebrochen.

Foto: DSAG Entwicklung der IT-Budgets und SAP-Budgets Die österreichischen Unternehmen investieren auch in diesem Jahr weiter kräftig in ihre IT und in SAP-Lösungen. So lautet ein zentrales Ergebnis des Investitionsreports 2023 der DSAG. Die Relevanz von S/4HANA für Investitionen nimmt bei den österreichischen Unternehmen anders als im gesamten DACH-Raum leicht ab, wohingegen sich deutlich zeigt, dass die Business Suite auch 2023 noch die bevorzugte Lösung ist. Das Interesse an SAP SuccessFactors ist groß, während auch die SAP Business Technology Platform (BTP) an Relevanz gewinnt. Kritisch sehen die Befragten die SAP-Preispolitik im Cloud-Umfeld sowie die Branchenstrategie.

„Die Corona-Pandemie scheint nun auch für die österreichischen Unternehmen beendet zu sein. Dafür spricht die hohe Investitionsbereitschaft in IT- und im Speziellen in SAP-Lösungen“, so Walter Schinnerer, DSAG-Fachvorstand Österreich. Im Vergleich zu 2022 steigt das IT-Budget der befragten österreichischen Unternehmen bei 39 Prozent (DACH: 54 Prozent), bei 42 Prozent bleibt es gleich (DACH: 26 Prozent) und bei 13 Prozent (DACH: 15 Prozent) sinkt es. 6 Prozent der Befragten machten keine Angaben. Die SAP-Budgets steigen bei 48 Prozent (DACH: 52 Prozent), bei 32 Prozent bleiben sie gleich (DACH: 31 Prozent) und bei 19 Prozent (DACH: 15 Prozent) sinken sie. „Wenngleich das Budgetwachstum in Österreich verhaltener ist als im gesamten DACH-Raum, so wird auch hier deutlich, dass die Unternehmen erkannt haben, dass sie investieren müssen. Gründe dafür sind unter anderem, dass einige etablierte SAP-Lösungen demnächst aus der Wartung laufen und die Projekt-Pipelines schon allein durch S/4HANA-Einführungsprojekte prall gefüllt sind“, so Walter Schinner. Entsprechend hoch sei der Budgetbedarf.

Foto: DSAG Digitale Transformation Digitalisierung stockt

Wie im Investitionsreport vor zwei Jahren hat die DSAG auch in diesem Jahr die österreichischen Unternehmen darum gebeten, die Fortschritte ihrer Unternehmen bei der digitalen Transformation einzuschätzen. Sehr weit schätzen sich 6 Prozent (DACH: 5 Prozent) der Befragten ein. Im Jahr 2021 waren das mit 7 Prozent annähernd genauso viele. Als weit bezeichnen sich 35 Prozent (DACH: 39 Prozent) – vor zwei Jahren gaben dies noch 48 Prozent an. Nicht sehr weit sehen sich 55 Prozent (DACH: 52 Prozent), eine Steigerung um 21 Prozentpunkte verglichen mit dem Report vor zwei Jahren. „Die Pandemie hat den Unternehmen einiges abverlangt. Sie mussten Prioritäten neu setzen und vielfach kamen auch Digitalisierungsprojekte aufgrund der herrschenden Unsicherheiten ins Stocken“, erläutert Walter Schinnerer.

Foto: DSAG Investitionen in SAP-Lösungen Respekt vor Umstellung auf S/4HANA

Mit 97 Prozent (DACH: 79 Prozent) liegt SAP-Enterprise Resource Planning bzw. die SAP Business Suite bei den eingesetzten SAP-ERP-Lösungen vorn. Zum Vergleich: 2022 war das bei 56 Prozent der Befragten der Fall. S/4HANA On-Premise setzen 35 Prozent (DACH: 41 Prozent) der Befragten ein. 2022 gaben dies in Österreich 44 Prozent der Befragten an. Hier ist jedoch die geringe Zahl der Umfrageteilnehmenden bei der Interpretation der Zahlen zu berücksichtigen.

Es folgt die S/4HANA Private Cloud mit 6 Prozent (DACH: 8 Prozent), die vor einem Jahr bei 11 Prozent der Befragten im Einsatz war. S/4HANA Public Cloud spielt hingegen in Österreich keine Rolle. „Fakt ist: S/4HANA-Projekte und Transformations-Projekte generell sind hochkomplex. Führungskräfte haben Respekt vor der Umstellung und wissen, dass sie größer denken müssen, bevor sie die neue Software einführen“, meint Walter Schinnerer und ergänzt: „Vor der Einführung müssen die eigenen Geschäftsprozesse überprüft und die bestehenden Daten bereinigt werden. Zudem braucht es passende Partner mit ausreichenden Ressourcen.“ Hier sieht der Ländervorstand am Markt jedoch Mangelware. Entsprechend fordert er aus Sicht des Industrieverbands, dass SAP die Partner stärker befähigt, bei Migrationsprojekten zu unterstützen.

Foto: DSAG Walter Schinnerer, DSAG-Fachvorstand Österreich: „Unternehmen dürfen den Aufwand einer solchen Migration nicht unterschätzen. Wenngleich vier bzw. sieben Jahre noch viel erscheinen, so muss auch bedacht werden, dass Partner für S/4HANA-Einführungsprojekte stark nachgefragt sind. Deshalb sollten Unternehmen unbedingt jetzt handeln und sich notwendige Ressourcen sichern.“ S/4HANA-Projekte jetzt angehen

Dennoch hätten die österreichischen Unternehmen erkannt, dass kein Weg an S/4HANA vorbeiführt. So ist die Business Suite bei 26 Prozent (DACH: 6 Prozent) für hohe Investitionen und bei 6 Prozent (DACH: 22 Prozent) für mittlere Investitionen relevant. In S/4HANA planen 19 Prozent (DACH: 28 Prozent) hohe und 39 Prozent (DACH: 38 Prozent) mittlere Investitionen. Bei S/4HANA ist dies ein leichter Rückgang verglichen mit 2022 und bei der Business Suite ein leichter Anstieg.

„Die Investitionsbereitschaft ist dennoch auf einem hohen Niveau und das überrascht nicht, denn die österreichischen Unternehmen haben 2027 bzw. 2030 durchaus im Hinterkopf“, weiß Walter Schinnerer. Bis dahin müssen sie von ihrem alten ERP-System zu S/4HANA wechseln, weil ältere Systeme aus der Wartung laufen. Der Appell des Österreich-Vorstands lautet: „Unternehmen dürfen den Aufwand einer solchen Migration nicht unterschätzen. Wenngleich vier bzw. sieben Jahre noch viel erscheinen, so muss auch bedacht werden, dass Partner für S/4HANA-Einführungsprojekte stark nachgefragt sind. Deshalb sollten Unternehmen unbedingt jetzt handeln und sich notwendige Ressourcen sichern.“

DSAG kritisiert Kosten für die BTP

Bei den SAP-Cloud-Lösungen geben 3 Prozent an hohe und 16 Prozent an mittlere Investitionen in SAP SuccessFactors zu tätigen (DACH: 3 Prozent hohe | 14 Prozent mittlere Investitionen). In die SAP Business Technology Platform (BTP) wollen 19 Prozent der österreichischen Befragten (DACH: 20 Prozent) mittlere Investitionen tätigen. Hohe Investitionen plant in Österreich kein Unternehmen in die BTP. Im DACH-Raum hingegen sind es vier Prozent. Investitionen meinen in diesem Fall die Steigerung von Ausgaben in Cloud-Lösungen inklusive Subskriptionen. An dritter Stelle stehen bei den österreichischen Befragten SAP Ariba und SAP Integrated Business Planning mit jeweils 10 Prozent mittleren Investitionen.

„Vor dem Hintergrund, dass SAP die BTP als zentrales Element ihrer Strategie positioniert, wäre ich davon ausgegangen, dass diese SAP-Cloud-Lösung von einem größeren Teil der Umfrageteilnehmerinnen und Unternehmerin Erwägung gezogen wird“, so Walter Schinnerer. Ein Grund für die Zurückhaltung könne sein, dass den Unternehmen noch nicht ausreichend Informationen zum Status quo der BTP vorliegen. Hier sieht der Ländervorstand auch eine Aufgabe für die DSAG. „Es ist positiv, dass nun erste Migrationsservices entwickelt werden, die z. B. bei der Umstellung bestehender Integrationsarchitekturen auf die Integration Suite der BTP unterstützen. Doch das müssen die Unternehmen erst einmal wissen“, so Walter Schinnerer. Gleichzeitig könnten die befragten Unternehmen aber von den Kosten für die BTP abgeschreckt sein. Aus DSAG-Sicht sind diese für Entwicklung, Qualitätssicherung und Nutzung der Services ohne produktiven Bezug zu hoch – genauso wie die Kosten für den generellen Betrieb. Hierzu steht die DSAG im Austausch mit SAP.

Wichtigkeit von Daten und Analysen nimmt zu

Bei der Business Technology Platform liegt in Bezug auf die Relevanz für Investitionen der Bereich Daten und Analysen (z. B. SAP HANA Cloud, SAP Analytics Cloud) mit 29 Prozent mittleren Investitionen (DACH: 30 Prozent) vor der Anwendungsentwicklung und -automatisierung mit 14 Prozent für mittlere Investitionen (DACH: 14 Prozent). Anders als im kompletten DACH-Raum plant in Österreich keines der befragten Unternehmen hier hohe Investitionen. „Die Bedeutung von Daten und Analysen ist verglichen mit dem Vorjahr deutlich gestiegen. Das unterstreicht, wie wichtig es für Unternehmen ist agil zu sein – und damit das gelingt, sind Echtzeit-Analysen, Prognosen und konkrete Planbarkeit wichtig“, so Walter Schinnerer. In diesen Kontext passe das von SAP angekündigte Angebot „SAP Datasphere“, das Geschäftskunden die Verarbeitung und Analyse geschäftskritischer Informationen erleichtern soll. Es adressiere die seit Langem bestehende Forderung der DSAG nach der Zusammenführung von SAP- und Non-SAP-Daten, so Schinnerer.

Foto: DSAG Preispolitik von SAP im Cloud-Umfeld Kritik an Preispolitik

In diesem Investitionsreport wurde auch erstmals nach einer Einschätzung zur Preispolitik von SAP im Cloud-Umfeld gefragt. Als zufrieden bezeichnen sich in Österreich 6 Prozent (DACH: 5 Prozent). 32 Prozent (DACH: 20 Prozent) beurteilen ihren Status mit weder zufrieden noch unzufrieden, 26 Prozent der Befragten machten keine Angaben (DACH: 26 Prozent). „Natürlich fällt auf, dass damit 35 Prozent der Befragten in Österreich die Preispolitik von SAP im Cloud-Umfeld nicht positiv bewerten. Das dürfte jedoch kein grundsätzliches Problem sein, das Kundenunternehmen ausschließlich mit SAP haben, sondern vielmehr bei allen Anbietern von Cloud-Lösungen so sein“, ordnet der Ländervorstand ein.

Nichtsdestotrotz hat die geplante jährliche Preiserhöhung für SAP-Cloud-Dienste für viel Kritik bei den DSAG-Mitgliedern gesorgt. „Aus DSAG-Sicht sind verlässliche Mechanismen für die Preisentwicklung erforderlich. Die Umfrageergebnisse belegen noch einmal die bereits im vergangenen Jahr gezeigte Reaktion der SAP-Kunden. Es muss allen klar sein: Wenn SAP jährlich wiederkehrend die Preise erhöht, erschwert das Unternehmen den Weg in die Cloud.“

Foto: DSAG Branchenstrategie von SAP Herausforderungen für den Healthcare-Sektor

Gefragt nach der Zufriedenheit mit der SAP-Strategie für ihre jeweilige Branche geben 13 Prozent der österreichischen Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer (DACH: 22 Prozent) an, zufrieden zu sein. Weder zufrieden noch unzufrieden sind 45 Prozent (DACH: 39 Prozent) und 23 Prozent geben an unzufrieden zu sein (DACH: 23 Prozent). Sehr unzufrieden sind 19 Prozent (DACH: 10 Prozent).

Laut DSAG dürfte insbesondere Zufriedenheit im Öffentlichen Sektor herrschen nach der Ankündigung im vergangenen Jahr von SAP, künftig Cloud-Standorte ausschließlich für die Öffentliche Verwaltung zu betreiben. Die Unzufriedenheit mit der Branchenstrategie lasse sich laut DSAG etwa am Gesundheitswesen festmachen. So hat SAP mitgeteilt, dass es keine Nachfolgelösung für die SAP-Branchenlösung SAP Patientenmanagement in der S/4HANA-ERP-Welt geben wird. „In Österreich betrifft die Ankündigung 98 Prozent aller Kliniken und Krankenhäuser. Sie stehen jetzt vor großen Herausforderungen und müssen ihre Strategie komplett überdenken. Dementsprechend überrascht es nicht, dass sie unzufrieden sind“, so Walter Schinnerer.

Forderung nach Security-Dashboard

Für diesen Investitionsreport wurde auch wieder nach der Relevanz übergreifender Themen für die Investitionsplanung gefragt. Hier liegt Cybersecurity bei 90 Prozent (2022: 67 Prozent) mit hoher und mittlerer Relevanz klar auf Platz eins. Im DACH-Raum sehen das 88 Prozent so. Auf Platz zwei folgt die Automatisierung von Prozessen, die bei 71 Prozent (2022: 44 Prozent) eine hohe und mittlere Relevanz genießt. Die Bedeutung von Cybersecurity ist für den DSAG-Ländervorstand wenig überraschend: „Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen können, um sich auf Hacker-Angriffe vorzubereiten. Wenngleich sie diesen nicht vorbeugen können, so ist es dennoch möglich, das Risiko zu überschauen.“ Ein wesentliches Element im Vorgriff auf sicherheitsrelevante Angriffe ist ein Security-Dashboard. Dieses fordert die DSAG bereits seit längerem von SAP. Zusammen mit dem Software-Hersteller arbeitet die Interessenvertretung an einer Lösung, die automatisiert anzeigt, welche sicherheitsrelevanten Einstellungen vorgenommen werden müssen und wo Sicherheitslücken in der jeweiligen SAP-Landschaft des Unternehmens vorhanden sind.

Neben der Technik sind die Menschen selbst das höchste Risiko für die IT-Sicherheit. „Dementsprechend ist es notwendig, die Menschen für die möglichen Bedrohungsszenarien zu sensibilisieren. Die DSAG hat dazu eine Security-Awareness-Kampagne ins Leben gerufen – im Fokus steht dabei, ein Bewusstsein für Security und den Umgang mit Bedrohungen für SAP-Systeme zu erlangen“, so Walter Schinnerer. Konkret bietet der Industrieverband verschiedene Schulungen, die Mitarbeitenden dabei helfen sollen, mögliche Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, abzuwehren und Folgen erst gar nicht entstehen zu lassen.


Über den Report

Im Zeitraum vom 24. Januar bis 15. Februar 2023 haben sich 265 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im DACH-Raum an der Umfrage beteiligt. Befragt wurden CIOs, CC-Leiter sowie Ansprechpersonen aus Mitgliedsunternehmen. Dabei wurde nur eine Person pro Mitgliedsunternehmen angeschrieben. Aus Deutschland haben sich 188 DSAG-Mitglieder beteiligt, aus der Schweiz 35 und aus Österreich 31. Aus weiteren Ländern kamen 11 Teilnehmende. Die Top-5 der vertretenen Branchen sehen in Österreich das Gesundheitswesen und die Metall-, Holz- und Papierindustrie mit jeweils 19 Prozent an erster Stelle. Gefolgt von der Chemieindustrie, dem Öffentlichen Sektor und der Versorgungswirtschaft mit jeweils 10 Prozent.

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