Eine neue Lenovo-Erhebung unter IT-Verantwortlichen bestätigt: Arbeitsplätze benötigen zunehmend Technologie, die Probleme erkennt, bevor sie entstehen. Während 79 Prozent der Befragten eine unterbrechungsfreie, vorausschauende IT anstreben, gelingt dies bislang nur einer Minderheit. Die Studie zeigt, welche technischen und organisatorischen Veränderungen notwendig werden.
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Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat Unternehmen zu umfassenden Modernisierungen ihrer IT-Landschaften veranlasst. Dennoch stoßen viele Organisationen an Grenzen: Systeme sind oft fragmentiert, Supportprozesse bleiben manuell, und IT macht sich für Beschäftigte vor allem dann bemerkbar, wenn sie nicht funktioniert. Eine aktuelle Lenovo-Umfrage unterstreicht diesen Befund und verweist auf einen Paradigmenwechsel: IT soll künftig im Hintergrund agieren, automatisiert unterstützen und Probleme erkennen, bevor sie die Arbeit unterbrechen.
Der Bericht „Achieving Invisible IT“ fasst die Ergebnisse der globalen Befragung zusammen. Demnach streben 79 Prozent der IT-Verantwortlichen eine Unterstützung an, die reibungslos im Hintergrund arbeitet und Störungen frühzeitig erkennt. Noch schaffen jedoch lediglich 21 Prozent eine tatsächlich vorausschauende Problemlösung.
Parallel dazu zeigt die Umfrage, dass 49 Prozent Produktivität und Engagement als zentrale Ziele benennen. Nur 36 Prozent schätzen jedoch die aktuelle digitale Arbeitsumgebung als ausreichend unterstützend ein. Besonders deutlich wird der Handlungsdruck bei der Frage nach der Vorhersagbarkeit von Störungen: 84 Prozent der Befragten geben an, Ausfälle nicht prognostizieren zu können.
Rakshit Ghura, Vice President und General Manager von Lenovo Digital Workplace Solutions, verweist in diesem Kontext auf fragmentierte Systeme und langsame Supportprozesse. Erst wenn IT proaktiv, personalisiert und weitgehend unsichtbar agiere, könnten Beschäftigte sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.
Laut Lenovo können KI-basierte Workplace-Services den Weg zur „unsichtbaren IT“ ebnen. Die unternehmenseigene Plattform für Arbeitsplatzlösungen nutzt Nutzerdaten und Verhaltensanalysen, um Unterstützung individuell zuzuschneiden, Bedürfnisse frühzeitig zu erkennen und Probleme automatisiert zu lösen.
Interne Lenovo-Daten sowie IDC-Angaben zufolge kann dieser Ansatz die Nutzerzufriedenheit um bis zu 30 Prozent erhöhen, Supportkosten um 30 Prozent senken und 40 Prozent der Probleme bereits im Vorfeld lösen.
Auch flexible Bereitstellungsmodelle sollen den Aufwand reduzieren: Mit TruScale Device as a Service verkürze sich laut Lenovo die Bereitstellungszeit um bis zu 50 Prozent, gleichzeitig sänken die gerätebezogenen IT-Kosten.
Die Umfrage zeigt außerdem, dass KI menschliches Fachwissen nicht ersetzt, sondern ergänzt. 39 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass KI-gestützte Unterstützung IT-Teams entlastet und Freiraum für höherwertige Aufgaben schafft. Lediglich 12 Prozent erwarten eine Verringerung der Teamgrößen.
Gleichzeitig bleiben strukturelle Herausforderungen bestehen: Komplexe Systeme (51 Prozent), knappe Budgets (47 Prozent) und fehlende KI-Kompetenzen (43 Prozent) zählen zu den größten Hürden. Lenovo empfiehlt daher Maßnahmen wie die Vereinheitlichung der IT-Landschaft, gezielte Weiterbildung sowie Kooperationen mit erfahrenen Partnern.
Unternehmen, die diese Transformation erfolgreich umsetzen, können laut Bericht digitale Barrieren reduzieren, das Engagement ihrer Mitarbeitenden stärken und Routineaufgaben automatisieren – ein Schritt hin zu einer Arbeitsumgebung, in der IT nicht mehr stört, sondern sich im Idealfall ganz in den Hintergrund zurückzieht.