Laut dem aktuellen Threat Insights Report von Fastly entfielen im zweiten Quartal 2025 rund 80 Prozent des KI-Bot-Traffics auf Crawler. Meta liegt dabei klar an der Spitze, während OpenAI mit ChatGPT den Echtzeit-Traffic dominiert.
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Die neue Analyse von Fastly zeigt deutliche Verschiebungen im automatisierten Web-Traffic. Zwischen April und Juli 2025 machten KI-Crawler den Großteil des beobachteten KI-Bot-Aufkommens aus. Auffällig ist dabei eine ungleiche geografische Verteilung der Zugriffe sowie die zunehmende Belastung von IT-Infrastrukturen durch massives Content-Scraping und Echtzeitanfragen.
Von den untersuchten KI-Crawler-Zugriffen stammen 52 Prozent von Meta. Damit erzeugen die Bots des Konzerns mehr als doppelt so viele Anfragen wie Google (23 Prozent) und deutlich mehr als OpenAI (20 Prozent). Besonders betroffen sind Inhalte aus den Bereichen E-Commerce, Medien & Entertainment sowie High-Tech. Insgesamt entfielen 80 Prozent des KI-Bot-Traffics auf Crawler.
Neben Crawlern spielen sogenannte Fetcher-Bots eine zunehmend wichtige Rolle. Sie greifen in Echtzeit auf Webinhalte zu, etwa um Nutzeranfragen direkt zu beantworten. Fastly verzeichnete in Einzelfällen mehr als 39.000 Anfragen pro Minute. 98 Prozent dieser Fetcher-Bot-Zugriffe stammen von OpenAI-Bots. Unzureichend geschützte Serverstrukturen werden dadurch ähnlich stark belastet wie bei DDoS-Angriffen, auch ohne schädliche Absicht.
Ein weiteres Ergebnis des Reports betrifft die mangelnde Transparenz bei der Identifizierung von Bots. Da es bislang keine einheitlichen Verifizierungsstandards gibt, fällt es Sicherheitsteams schwer, zwischen legitimen Automatisierungsprozessen und potenziell missbräuchlichen Zugriffen zu unterscheiden. Laut Fastly erhöht dies nicht nur die Sicherheitsrisiken, sondern auch die Infrastrukturkosten.