Unternehmen setzen Künstliche Intelligenz zunehmend in operativen IT-Prozessen ein und erwarten kurzfristige Effizienzgewinne. Doch zentrale Ergebnisse einer aktuellen Forrester-Studie zeigen: Datenschutz, Regulierung und organisatorische Klarheit bremsen die Skalierung. Nur ein kleiner Teil der IT-Verantwortlichen fühlt sich auf Vorgaben wie GDPR, CCPA oder den EU AI Act vorbereitet.
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Benjamin Strehl, CEO von USU
Unternehmen treiben den Einsatz von KI im IT-Betrieb sichtbar voran. Die Entwicklung führt laut Studie von Forrester im Auftrag von USU dazu, dass sich klassische Infrastruktur- und Serviceteams von reaktiven Stabsfunktionen hin zu datengetriebenen Steuerungseinheiten wandeln. Gleichzeitig ergibt sich ein strukturelles Ungleichgewicht: Während KI in Analyse, Überwachung und Service-Prozessen produktiv genutzt wird, bleiben Governance-Mechanismen, regulatorische Absicherung und Verantwortlichkeiten deutlich zurück.
Die Untersuchung basiert auf einer weltweiten Befragung von IT-Entscheidungsträgern. Nur 39 Prozent der Angesprochenen gaben an, gut oder vollständig vorbereitet zu sein, um Datenschutz- und KI-Regulierungen wie GDPR, CCPA oder den EU AI Act einzuhalten.
Laut Studie findet KI vor allem Anwendung in Datenanalyse, IT-Service-Management, IT-Monitoring sowie im Customer Experience Management. Ziel ist ein stärker proaktives Handeln der IT. Die Ergebnisse deuten auf einen Wandel organisatorischer Rollenbilder hin: datenbasierte Entscheidungsmodelle ersetzen Reaktionsmuster, und IT-Teams werden zu Frühwarnsystemen für operative Risiken.
Parallel dazu verweist die Mehrheit der Befragten auf unklare regulatorische Rahmenbedingungen. Internationale Unterschiede in Compliance-Vorgaben erschweren die Umsetzung – insbesondere beim Umgang mit sensiblen Daten, bei Sicherheitsvorkehrungen und bei der Einführung skalierbarer Plattformen.
Die Studie spricht von strukturellen Mängeln bei Richtlinien, Verantwortlichkeiten und Kontrollmechanismen. Zentrale Kennzahlen unterstreichen diesen Befund:
71 Prozent sehen fehlende klare AI-Privacy-Guidelines als größte Herausforderung.
77 Prozent bewerten Privacy-by-Design und Compliance-by-Design als kritische Priorität.
Nur 35 Prozent trauen ihrem Unternehmen zu, KI im großen Maß sicher zu betreiben und gleichzeitig regulatorische Vorgaben einzuhalten.
Diese Werte markieren laut Studie eine deutliche Lücke zwischen technologischem Einsatz und organisatorischer Reife.
Die Studie identifiziert Governance nicht als Kontrollfunktion, sondern als notwendige Grundlage für Skalierung. Unternehmen reagieren mit spezialisierten Compliance-Tools, bereichsübergreifenden Teams und Audits. Dabei steht der Aufbau von Vertrauen gegenüber Plattformen, Datenverarbeitung und internen Mechanismen im Vordergrund.
Trotz offener Fragen rechnen viele Befragte innerhalb der kommenden zwölf Monate mit Effizienz-, Sicherheits- und Agilitätsgewinnen. In den Organisationen besteht die Erwartung, dass KI den wirtschaftlichen Handlungsspielraum erweitert und Entscheidungszyklen verkürzt.
Auch Benjamin Strehl, CEO von USU argumentiert für die Notwendigkeit eines verlässlichen Governance Rahmens:
„Die Studie zeigt deutlich: Technologie allein reicht nicht aus, um KI im IT-Betrieb erfolgreich zu verankern. Viele Unternehmen haben bereits starke Ansätze, doch ohne klare Leitlinien, Verantwortlichkeiten und gelebte Governance bleibt ihr Potenzial begrenzt. Entscheidend ist, ein Umfeld zu schaffen, in dem KI vertrauenswürdig, sicher und skalierbar eingesetzt werden kann. Denn KI-Erfolg basiert immer auf Vertrauen - in die Daten, die Plattformen und die Partner, die diesen Weg begleiten. Mit einem verlässlichen Governance-Rahmen wird KI zum echten Katalysator für Innovation und operative Exzellenz. Genau dabei unterstützen wir unsere Kunden, indem wir mit ihnen ein nachhaltiges KI-Ökosystem aufbauen, das auf Vertrauen und langfristiger Zusammenarbeit beruht.“