Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Vertrauen wird zur Zielscheibe von Cyberkriminellen 07. 08. 2026
Nicht jede Cyberattacke beginnt mit einer technischen Schwachstelle. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass organisierte Tätergruppen zunehmend versuchen, Mitarbeitende gezielt für ihre Angriffe zu gewinnen und privilegierte Unternehmenszugänge als Handelsware zu nutzen.
KI verändert den Einstieg in die Customer Journey 06. 08. 2026
Die Produktsuche verlagert sich zunehmend von klassischen Suchmaschinen und Händler-Websites hin zu KI-gestützten Assistenten. Damit ändern sich auch die Anforderungen an Produktinformationen und die digitale Sichtbarkeit von Angeboten im Onlinehandel.
Arctic Wolf bündelt Sicherheitslösungen und Garantieleistungen in neuem Angebot 04. 08. 2026
Arctic Wolf hat mit „Cyber Resilience“ ein neues Angebot vorgestellt, das Security Operations, Exposure Management, Endpunktschutz und Incident Response kombiniert. Ergänzt wird das Paket durch Garantieleistungen von bis zu drei Millionen US-Dollar für berechtigte Kunden sowie Funktionen, die Unternehmen bei der Vorbereitung auf Cybervorfälle und der schnelleren Wiederherstellung unterstützen sollen.
Bitzero baut seine Kompetenzen im Bereich Technik und Lieferketten durch Zusammenarbeit mit Vertiv aus 04. 08. 2026
Bitzero Holdings baut sein Partnernetzwerk für den Ausbau moderner KI- und HPC-Rechenzentren weiter aus. Mit Vertiv gewinnt das Unternehmen einen weltweit etablierten Spezialisten für kritische Stromversorgung, Wärmemanagement und digitale Infrastruktur hinzu. Die Zusammenarbeit soll die Umsetzung leistungsfähiger, skalierbarer und nachhaltiger Rechenzentrumsprojekte beschleunigen.
Deutsche Telekom testet KI für skalierbare Sicherheitsanalysen 30. 07. 2026
Wie lässt sich die Reichweite von Cybersecurity-Prüfungen erhöhen, ohne den Personalaufwand im gleichen Maß zu steigern? Die Deutsche Telekom hat den Einsatz von KI in bestehenden Sicherheitsprozessen untersucht und dabei Erfahrungen mit der Skalierung von Analysen internetexponierter Systeme und großer Code-Bestände gesammelt.
Neue Prioritäten in der IT-Sicherheit 29. 07. 2026
Unternehmen in der DACH-Region bewerten neue Bedrohungsszenarien zunehmend anders als noch vor wenigen Jahren. Eine aktuelle Studie zeigt, welche Entwicklungen die Sicherheitsstrategien prägen und warum menschliche Kontrolle sowie digitale Souveränität an Bedeutung gewinnen.
Schwarz Digits und Zscaler starten souveräne Zero Trust SASE-Plattform für Europa 28. 07. 2026
Schwarz Digits und Zscaler haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird die Sicherheitsplattform Zscaler Zero Trust Exchange auf der Cloud-Infrastruktur STACKIT von Schwarz Digits in Deutschland betrieben. Das gemeinsame Angebot richtet sich an Kunden in Europa und soll Anforderungen an Cybersicherheit, Souveränität und regulatorische Vorgaben verbinden.
Führung im KI-Zeitalter neu gedacht 28. 07. 2026
Autonome KI-Agenten werden die Arbeitswelt nachhaltig verändern – und damit auch die Anforderungen an das Top-Management. Warum die Zukunft der Unternehmensführung in hybriden Teams aus Menschen und KI liegt und welche Kompetenzen dafür entscheidend sind, erläutert Steven Elsham, CEO bei Ultimo, in seinem Gastkommentar.
Barracuda baut Partnerprogramm mit neuen Enablement- und Marketingangeboten aus 27. 07. 2026
Barracuda Networks erweitert sein Partner Success Program um zusätzliche Angebote für Managed Service Provider (MSPs) und Channel-Partner. Im Fokus stehen neue Funktionen für Marketing und Nachfragegenerierung, ein geplanter Partner Locator sowie zusätzliche Schulungs- und Zertifizierungsangebote. Ziel ist es, Partner beim Ausbau ihres Geschäfts und bei der Kundenansprache zu unterstützen.
Zoom führt KI-gestützte Echtzeit-Übersetzung für Meetings ein 24. 07. 2026
Zoom erweitert seine Meeting-Plattform um eine KI-gestützte Echtzeit-Übersetzung. Mit dem neuen Voice Translator können Teilnehmende in ihrer jeweiligen Muttersprache sprechen, während andere Gesprächspartner die Inhalte in ihrer bevorzugten Sprache als Audioausgabe hören.
KubeVirt statt Proxmox 23. 07. 2026
Kubernetes hat sich als Plattform für containerisierte Anwendungen etabliert. Virtuelle Maschinen bleiben dennoch vielerorts unverzichtbar. Mario Fahlandt zeigt in seinem Gastbeitrag, wie sich beide Welten mit KubeVirt unter einem gemeinsamen Betriebsmodell zusammenführen lassen.
Digitale Konfiguration erreicht die Fertigung 22. 07. 2026
MHP verbindet den Online-Konfigurator von Ducati mit der Produktion. Die neue Lösung überträgt individuelle Fahrzeugkonfigurationen direkt in den Fertigungsprozess und nutzt KI für die Erstellung digitaler Inhalte.
Mobiles Arbeiten sicher gestalten 21. 07. 2026
Homeoffice, Geschäftsreise oder Café: Mobiles Arbeiten gehört längst zum Arbeitsalltag. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die IT-Sicherheit. Welche Maßnahmen Unternehmen heute ergreifen sollten, erläutert Andreas Steinböck, Head of Business Management bei Ingram Micro, in einem aktuellen Gastbeitrag.
Umfrage zeigt wachsende Offenheit für europäische Software 20. 07. 2026
Eine aktuelle Erhebung unter IT-Entscheidern in Deutschland, Frankreich und den nordischen Ländern zeigt einen deutlichen Wandel beim Einsatz europäischer Software. Gleichzeitig gewinnt das Thema digitale Souveränität insbesondere in den Bereichen Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste weiter an Bedeutung.
Red Hat erweitert OpenShift um Funktionen für Sicherheit, Virtualisierung und KI 17. 07. 2026
Red Hat hat die Version 4.22 seiner Anwendungsplattform OpenShift vorgestellt. Das Update bringt Neuerungen in den Bereichen Sicherheit, Virtualisierung, Infrastrukturautomatisierung und Künstliche Intelligenz. Nach Angaben des Unternehmens sollen damit der Betrieb hybrider Cloud-Umgebungen vereinfacht, der Administrationsaufwand reduziert und produktive KI-Anwendungen unterstützt werden.
Daimler Truck setzt im indirekten Einkauf auf JAGGAER One 16. 07. 2026
Die Daimler Truck digitalisiert ihre indirekten Einkaufsprozesse mit der Source-to-Pay-Plattform JAGGAER One. Die Lösung soll Beschaffungsvorgänge standardisieren, den Automatisierungsgrad erhöhen und Mitarbeitende durch KI-gestützte Funktionen unterstützen.
Nextcloud holt Moltagent-Entwickler Christian Fu Müller als KI-Verantwortlichen 16. 07. 2026
Der Open-Source-Anbieter Nextcloud baut seine Kompetenzen im Bereich künstliche Intelligenz aus. Mit Christian Fu Müller übernimmt der Entwickler des KI-Assistenten Moltagent die Verantwortung für die strategische Weiterentwicklung agentischer KI-Funktionen innerhalb der Kollaborationsplattform.
Mitarbeitende werden zum wachsenden Sicherheitsrisiko 15. 07. 2026
Unsichere Arbeitsgewohnheiten und die unkontrollierte Nutzung von KI-Tools erhöhen laut einer aktuellen WatchGuard-Studie die Cyberrisiken in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Besonders Schatten-KI, schwache Passwortpraktiken und ungesicherte Zugriffe stellen IT-Abteilungen vor neue Herausforderungen.
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Whitepaper der Plattform Lernende Systeme gibt Orientierung

Nachvollziehbare KI: Vertrauen schaffen durch erklärbare Systeme

Ein neues Whitepaper der Plattform Lernende Systeme zeigt, wie Künstliche Intelligenz (KI) mit Methoden der Erklärbarkeit für unterschiedliche Zielgruppen transparenter gestaltet werden kann. Die Forschung zu Explainable AI (XAI) macht dabei nicht nur die Funktionsweise komplexer Modelle verständlicher, sondern ermöglicht auch eine gezielte Verbesserung von KI-Systemen. Warum das so wichtig ist, erläutert auch KI-Experte Prof. Wojciech Samek.

Foto: Plattform Lernende Systeme Wojciech Samek, Professor für maschinelles Lernen und Kommunikation an der TU Berlin und Leiter der Abteilung für Künstliche Intelligenz und der Explainable AI Group am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) Berlin Künstliche Intelligenz ist längst in unserem Alltag angekommen – durch Sprachassistenten, automatisierte Bewerbungsverfahren oder Bildgenerierung. Doch wie genau ein KI-System zu einer bestimmten Entscheidung kommt, bleibt für die meisten Menschen ein Rätsel. Um dieser Black Box entgegenzuwirken, stellt die Plattform Lernende Systeme in ihrem aktuellen Whitepaper Methoden und Empfehlungen vor, die die Nachvollziehbarkeit und Erklärbarkeit von KI-Ergebnissen ermöglichen. Dabei geht es nicht nur um technische Aspekte, sondern auch um ethische und gesellschaftliche Anforderungen – ein Thema, das auch Prof. Wojciech Samek, Professor für maschinelles Lernen und Kommunikation an der TU Berlin und Leiter der Abteilung für Künstliche Intelligenz und der Explainable AI Group am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) Berlin, beschäftigt.

Warum nachvollziehbare KI notwendig ist

Ob in der medizinischen Diagnostik, der Qualitätskontrolle in der Industrie oder bei der Auswahl von Bewerber:innen – die Entscheidungen von KI-Systemen haben reale Konsequenzen. Nur wenn diese Entscheidungen nachvollziehbar sind, lassen sie sich überprüfen und gegebenenfalls korrigieren. Dies stärkt nicht nur das Vertrauen in die Technologie, sondern ermöglicht auch eine verantwortungsvolle Nutzung in sensiblen Bereichen. Wie Prof. Ute Schmid betont, ist die Erklärbarkeit „eine wesentliche Voraussetzung für menschliche Kontrolle und Aufsicht“ – vor allem dort, wo es um Sicherheit und Fairness geht.

Zielgruppengerechte Erklärbarkeit

Die Anforderungen an erklärbare KI unterscheiden sich je nach Zielgruppe erheblich. Während Entwickler:innen detaillierte technische Einblicke benötigen, reicht vielen Nutzenden eine verständliche Begründung für eine Entscheidung. Das Whitepaper identifiziert sieben verschiedene Zielgruppen – von KI-Fachleuten bis zu technisch weniger versierten Personen – und zeigt, wie Methoden der Explainable AI (XAI) passgenau eingesetzt werden können. Die Bandbreite reicht von visualisierten Einflussfaktoren bis hin zu interaktiven Nutzeroberflächen.

Forschung an der Schnittstelle von Modell und Mensch

Die Forschung zu XAI lässt sich laut Prof. Samek in drei Wellen einteilen: Zunächst ging es darum, einzelne Modellentscheidungen sichtbar zu machen – etwa durch Methoden wie Layer-wise Relevance Propagation (LRP). Die zweite Phase zielte auf das Verständnis einzelner Komponenten im Modell ab, zum Beispiel durch Concept Relevance Propagation (CRP). In der aktuellen, dritten Welle versucht XAI, das Verhalten und die Struktur ganzer Modelle systematisch zu erfassen. Methoden wie SemanticLens erlauben tiefgreifende Analysen bis auf die Ebene einzelner Neuronen – und machen so sichtbar, ob ein Hautkrebsmodell etwa der medizinischen ABCDE-Regel folgt.

XAI als Instrument für Qualitätssicherung und Kontrolle

Ein zentraler Mehrwert erklärbarer KI liegt in der Verbesserung der Modellqualität. Samek nennt ein prägnantes Beispiel: Ein KI-Modell mit scheinbar hoher Genauigkeit identifizierte Pferdebilder nicht anhand des Tieres, sondern anhand eines typischen Wasserzeichens. Nur durch erklärbare Verfahren konnte dieses „Schummeln“ erkannt werden. Solche Methoden helfen, Fehler frühzeitig zu entdecken und gezielt gegenzusteuern – besonders wichtig bei komplexen Systemen wie großen Sprachmodellen. Die Entwicklung geht dabei von der passiven Erklärung hin zur aktiven Modellsteuerung.

Potenziale für Unternehmen, Lehre und Gesetzgebung

Erklärbarkeit ist nicht nur ein technisches Thema, sondern auch eine strategische Ressource: Unternehmen können XAI nutzen, um interne Entscheidungsprozesse transparenter zu machen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen oder sich durch vertrauenswürdige KI von Mitbewerbern abzugrenzen. In der Lehre sollte XAI laut Whitepaper stärker als ingenieurwissenschaftliches Werkzeug etabliert werden. Auch der Gesetzgeber hat das Thema erkannt: Mit dem AI Act der EU wird Erklärbarkeit in bestimmten Anwendungen zur Pflicht – ein Umstand, der laut Samek die Bedeutung erklärbarer Systeme weiter steigern wird.

Deutschlands Rolle in der internationalen XAI-Forschung

Deutschland ist im Bereich erklärbarer KI führend – sowohl was die Entwicklung grundlegender Methoden als auch die Expertise betrifft. Prof. Samek sieht darin einen klaren Standortvorteil: „Hier wurden viele fundamentale Techniken entwickelt, und einige der führenden Forschenden sind hier tätig.“ Diese Stärken gelte es jetzt strategisch zu nutzen, um eine vertrauenswürdige, transparente und verantwortungsvolle KI zu gestalten – als Game Changer nicht nur für die Technologie, sondern für die gesamte Gesellschaft.

Whitepaper:
„Nachvollziehbare KI Erklären: Für wen, was und wofür“
Kostenfreier Download über die Plattform Lernende Systeme.

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