IBM und die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) starten im Rahmen des „IBM Impact Accelerator“ eine Kooperation zur Stärkung nachhaltiger Lieferketten. Das Projekt nutzt KI-, Daten- und Cloud-Technologien, um digitale Kompetenzen und Infrastruktur in Schwellenländern zu fördern – mit Pilotprojekten in Lateinamerika.
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Gerd Müller, Generaldirektor der UNIDO
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Justina Nixon-Saintil, Vice President und Chief Impact Officer von IBM
Künstliche Intelligenz verändert die Art und Weise, wie Volkswirtschaften arbeiten, produzieren und handeln. Doch nicht alle Regionen profitieren gleichermaßen von dieser Transformation. Mit einer neuen Initiative wollen IBM und die in Wien ansässige Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) nun gezielt digitale Kluften schließen. Im Mittelpunkt steht der Aufbau nachhaltiger und widerstandsfähiger Lieferketten durch datenbasierte Lösungen.
Die Kooperation ist Teil der neuen IBM Impact Accelerator Kohorte 2025, die sich auf die nachhaltige Stärkung von Lieferketten konzentriert. Das Pro-Bono-Programm von IBM unterstützt gemeinnützige und staatliche Organisationen dabei, KI-gestützte Lösungen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.
Die UNIDO wurde nach einer globalen Ausschreibung Anfang 2025 ausgewählt, um gemeinsam mit IBM ein digitales Tool zu entwickeln, das die digitale und KI-Reife von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie die digitale Kompetenz von Mitarbeitenden bewertet. Das Pilotprojekt startet in Brasilien und Mexiko und soll anschließend auf ganz Lateinamerika und weitere Regionen ausgeweitet werden.
„Künstliche Intelligenz und die digitale Transformation sind Gamechanger, sie verändern unsere Welt grundlegend. Sie bringen Risiken, aber auch viele Chancen mit sich. Wir müssen digitale Kluften überbrücken und sicherstellen, dass Entwicklungs- und Schwellenländer gleichermaßen von KI profitieren können, um ihre Entwicklung zu beschleunigen. Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt, um weltweit nachhaltige industrielle Entwicklung durch digitale Transformation voranzubringen“, betont Gerd Müller, Generaldirektor der UNIDO.
In der zweijährigen Zusammenarbeit setzen IBM und UNIDO auf einen praxisorientierten Ansatz. In der ersten Phase kommt die IBM Garage Methodik zum Einsatz, mit der digitale Transformationsprojekte strukturiert und beschleunigt werden. Anschließend erfolgt die Entwicklungs- und Implementierungsphase, in der IBM-Expert:innen Technologien wie IBM Cloud Pak for Data, IBM SPSS Statistics, IBM Decision Optimization und IBM SkillsBuild anpasst und bereitstellt. Diese Tools dienen sowohl der Analyse als auch der Weiterbildung in den beteiligten Organisationen.
„Wir befinden uns in einer Zeit, in der fortschrittliche Technologien wie KI über Innovationslabore hinaus in die Gemeinschaften und Regionen vordringen, um echte Herausforderungen in Lieferketten und Infrastruktur zu lösen. Diese neue IBM Impact Accelerator-Kohorte zeigt, was möglich ist, wenn wir unsere Tools mit lokalen Erkenntnissen kombinieren, um stärkere, nachhaltigere Systeme zu entwickeln“, erklärt Justina Nixon-Saintil, Vice President und Chief Impact Officer von IBM.
Neben IBM und UNIDO beteiligen sich auch EY und ServiceNow an der Initiative. EY bietet Workshops und Coaching-Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau an, während ServiceNow förderfähigen Projekten technisches Fachwissen, Sachzuschüsse und Unterstützung bei der digitalen Transformation bereitstellt.
Der IBM Impact Accelerator ist Teil der im Jahr 2024 angekündigten Zusage von 45 Millionen US-Dollar über fünf Jahre, um ökologisch und wirtschaftlich belastete Bevölkerungsgruppen weltweit zu unterstützen. Bisher wurden 25 Organisationen durch das Programm gefördert, die rund 2,5 Millionen Menschen direkt zugutekommen.