Eine aktuelle Untersuchung von NTT DATA zeigt, dass GenAI zunehmend das Gesundheitswesen prägt, gleichzeitig aber erhebliche Herausforderungen bei der Implementierung bestehen. Die Studie beleuchtet die Nutzung, strategische Ausrichtung und Bedenken im Bereich Datensicherheit und Infrastruktur.
Foto: NTT DATA
Zentrale Ergebnisse des neuen Executive-Insight-Reports „GenAI: The Care Plan for Powering Positive Health Outcomes“ von NTT DATA
In einer kürzlich veröffentlichten Studie hat NTT DATA den Stand der Nutzung von Generativer Künstlicher Intelligenz (GenAI) im Gesundheitswesen untersucht. Die Analyse, die auf den Antworten von 425 Entscheidungsträgern aus 33 Ländern basiert, beleuchtet sowohl die Fortschritte als auch die Herausforderungen, mit denen Gesundheitsorganisationen bei der Integration dieser Technologie konfrontiert sind. GenAI verspricht nicht nur eine Optimierung der klinischen Ergebnisse und Prozesse, sondern auch eine Verbesserung der finanziellen Effizienz im Gesundheitssektor. Doch trotz dieses Potenzials gibt es noch zahlreiche Hindernisse, die die umfassende Implementierung verzögern.
Die Untersuchung zeigt, dass über 80 Prozent der befragten Gesundheitsorganisationen eine klare GenAI-Strategie verfolgen. Allerdings gaaben lediglich 40 Prozent der befragten Organisationen an, dass ihre GenAI-Initiativen stark mit ihren langfristigen Geschäftszielen verknüpft sind. Diese Diskrepanz könnte langfristig zu ineffizienten GenAI-Investitionen führen, die nicht das volle Potenzial ausschöpfen.
Ein zentrales Hindernis für die schnelle Einführung von GenAI im Gesundheitswesen stellen nach wie vor Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und des Datenschutzes dar. 91 Prozent der Führungskräfte befürchten Datenschutzverletzungen und den Missbrauch sensibler Gesundheitsdaten. Nur 42 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass ihre bestehenden Cybersicherheitsmaßnahmen den aktuellen Anforderungen von GenAI gerecht werden. Dazu kommen Herausforderungen im Bereich der technologischen Infrastruktur. So geben ebenfalls 91 Prozent der Befragten an, dass ihre vorhandenen Infrastrukturen die effektive Nutzung von GenAI erheblich behindern. Besonders in Europa zeigen sich bei der Datenspeicherung und -verarbeitung Defizite: Nur 31 Prozent der europäischen Unternehmen haben ausreichend in die notwendige Infrastruktur investiert, um GenAI-Workloads effizient zu handhaben.
Trotz der bestehenden Herausforderungen zeigt die Studie, dass die Vorteile von GenAI im Gesundheitswesen insgesamt überwiegen. 87 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass das langfristige Potenzial der Technologie die Sicherheits- und rechtlichen Risiken übertreffen wird. Aus diesem Grund planen 59 Prozent der befragten Organisationen, in den nächsten zwei Jahren erhebliche Investitionen in GenAI-Technologien zu tätigen. Insbesondere in Bereichen wie der Forschung, der Verbesserung von Diagnosemethoden und der Automatisierung von Verwaltungsaufgaben sieht man großes Potenzial. Ein Beispiel für die erfolgreiche Nutzung von GenAI ist die Zusammenarbeit von NTT DATA und Duke Health, die ein fortschrittliches interaktives Modell für die häusliche Pflege entwickeln, um sowohl die Ergebnisse zu verbessern als auch die Arbeitsbelastung des medizinischen Fachpersonals zu verringern.
Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass GenAI das Gesundheitswesen nachhaltig verändern kann – vorausgesetzt, die bestehenden technologischen und sicherheitsrelevanten Herausforderungen werden zügig adressiert. Nur dann kann das volle Potenzial dieser Technologie ausgeschöpft werden.