Salesforce erweitert Slack um neue Model Context Protocol (MCP)-Server. Dadurch lassen sich CRM-Daten, Tableau-Analysen, Data-360-Informationen, KI-Agenten und Workflows direkt in Slackbot nutzen. Ziel ist es, Slack als zentrale Arbeitsumgebung für Menschen, Daten und KI-Agenten zu etablieren.
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Salesforce entwickelt Slack konsequent zur zentralen Arbeitsplattform für Unternehmen weiter. Mit den neuen MCP-Servern (Model Context Protocol) verbindet das Unternehmen Slackbot direkt mit Salesforce CRM, Tableau, Data 360 sowie Agentforce und zahlreichen Drittanbieter-Anwendungen. Anwenderinnen und Anwender können dadurch Daten abrufen, Workflows starten oder KI-Agenten koordinieren, ohne Slack verlassen zu müssen.
Die Lösung basiert auf der bereits angekündigten Headless-360-Strategie, mit der Kundendaten und Geschäftslogik aus klassischen CRM-Oberflächen direkt in den Arbeitsalltag von Teams integriert werden sollen. Slack wird damit zur gemeinsamen Arbeitsumgebung für Menschen und KI-Agenten.
Die neuen MCP-Server ermöglichen es Slackbot, direkt auf Salesforce-Daten und Unternehmenswissen zuzugreifen. Nutzer können beispielsweise aktuelle CRM-Daten zu Kunden abrufen, Live-Analysen aus Tableau anzeigen lassen oder Informationen aus Data 360 nutzen. Antworten basieren dabei auf den jeweils vorhandenen Berechtigungen und Unternehmensrichtlinien.
Auch Geschäftsprozesse lassen sich unmittelbar aus einer Unterhaltung heraus anstoßen. Slackbot kann beispielsweise Projekte starten oder Workflows koordinieren und dabei Anwendungen wie Jira, Box oder Claude einbinden. Gleichzeitig können Vertriebsmitarbeitende offene Verkaufschancen prüfen, Risikosignale erkennen oder CRM-Daten aktualisieren, ohne zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln zu müssen.
Für Administratoren erfolgt die Einrichtung zentral über eine Benutzeroberfläche. Individuelle Salesforce-Konfigurationen wie benutzerdefinierte Objekte, Felder, Berechtigungen und Automatisierungen werden dabei automatisch berücksichtigt. Eigener Integrationscode ist laut Salesforce nicht erforderlich.
Mit den neuen MCP-Servern bindet Salesforce auch Anwendungen von Drittanbietern enger in Slack ein. Bereits mehr als 20 Partner entwickeln native MCP-Integrationen, darunter Atlassian, Box, DocuSign und Canva. Gemeinsam mit Slackbot können deren Anwendungen direkt in Channels genutzt werden und erhalten Zugriff auf denselben Kontext sowie dieselben Salesforce-Daten.
Salesforce sieht darin einen entscheidenden Schritt hin zu einer gemeinsamen Arbeitsumgebung, in der Menschen und KI-Agenten zusammenarbeiten. Statt isolierter KI-Anwendungen sollen Informationen, Analysen und automatisierte Aktionen unmittelbar dort verfügbar sein, wo Teams ihre tägliche Zusammenarbeit organisieren. Nach Angaben des Unternehmens nutzt das eigene IT-Team diesen Ansatz bereits und spart damit jährlich tausende Stunden an individuellem Programmieraufwand für mehr als 1.500 Entwicklerinnen und Entwickler.
Die Salesforce-gehosteten MCP-Server sind bereits allgemein für Enterprise-Editionen und höhere Versionen verfügbar. Zusätzlich stehen im Slack Marketplace inzwischen mehr als 25 MCP-fähige Anwendungen bereit, die sich direkt mit Slackbot verbinden lassen.