Salesforce hat auf der Dreamforce AIforce vorgestellt. Die neue Schnittstellenschicht soll Daten, Workflows, Geschäftslogik und Governance der Salesforce-Plattform in unterschiedliche KI-Oberflächen bringen. Zum Start umfasst AIforce unter anderem Integrationen für Claude und Slack sowie Agentforce Coworker.
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Salesforce erweitert seine Architektur für den Einsatz von KI-Agenten um AIforce. Die neue Schicht soll Unternehmenswissen aus Salesforce unabhängig von der klassischen Benutzeroberfläche verfügbar machen. Dazu gehören Daten und Workflows ebenso wie Geschäftslogik, Semantik, Berechtigungen, Sicherheitsmechanismen und Governance.
Beschäftigte sollen damit beispielsweise Fragen stellen, Datensätze aktualisieren oder Workflows auslösen können, ohne dafür direkt die Salesforce-Oberfläche aufzurufen. KI-Agenten können gleichzeitig Informationen über mehrere Datensätze und angebundene Systeme hinweg verarbeiten und darauf basierend Aktionen ausführen.
AIforce ergänzt die bestehende Agentic-Enterprise-Architektur von Salesforce. Dazu gehören Data 360 für Daten, Metadaten und Memory, Customer 360 mit Geschäftslogik, Prozessen, Berechtigungen und Aktionen sowie Agentforce für den Einsatz und die Entwicklung von KI-Agenten. AIforce soll diese Funktionen für unterschiedliche KI-Schnittstellen zugänglich machen.
Dabei gelten laut Salesforce die bereits eingerichteten Berechtigungen und Geschäftsregeln. Ein Agent soll damit nur jene Informationen sehen können, auf die auch die anfragende Person zugreifen darf. Aktionen werden wiederum über Salesforce ausgeführt. Nach Angaben des Unternehmens werden Geschäftsdaten außerdem nicht beim Modellanbieter gespeichert. Salesforce bezeichnet dieses Konzept als „Zero Data Retention“. Ein neues Berechtigungsmodell oder eine Migration seien für AIforce nicht erforderlich.
AIforce startet mit Claudeforce, Slackforce und Agentforce Coworker. Claudeforce erweitert die Zusammenarbeit zwischen Salesforce und Anthropic. „Salesforce in Claude“ stellt dafür einen vorkonfigurierten MCP-Server innerhalb von Claude bereit. Zum Start sind 37 vorkonfigurierte Fähigkeiten für den Vertrieb enthalten. Eine Beta-Version ist für alle Kunden verfügbar.
Mit Slackforce sollen Salesforce-Daten und -Funktionen stärker innerhalb von Slack nutzbar werden. Über Slackforce Surfaces können Anwender Informationen aus Salesforce, Slack und anderen Werkzeugen in interaktiven Oberflächen zusammenführen. Slack CRM wiederum ermöglicht unter anderem das Anlegen von Accounts, Erfassen von Gesprächsnotizen und Aktualisieren von Datensätzen per Eingabeaufforderung direkt aus Slack.
Als dritte Komponente nennt Salesforce Agentforce Coworker. Der KI-Assistent arbeitet direkt innerhalb der Lightning-Oberfläche und kann Informationen aus Accounts, Aktivitäten und deren Historie verarbeiten sowie Aktionen ausführen. Dabei gelten die vorhandenen Berechtigungen und Geschäftsregeln. Bereits entwickelte spezialisierte Agentforce-Agenten können von Coworker ebenfalls aufgerufen werden.
Agentforce Coworker ist für Kunden verfügbar und kann ohne Migration oder neues Berechtigungsmodell aktiviert werden. Innerhalb der ersten 35 Tage nach Einführung hätten 100.000 Nutzer die Funktion aktiviert. Weitere Erweiterungen für AIforce will Salesforce zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.