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Ausbau des Dienstleistungsportfolios und ein breit gefächertes Fortbildungsprogramm für Software-Experten stehen im Fokus der Kooperation.
sevDesk expandiert nach Österreich 20. 10. 2021
SaaS-Unternehmen setzt auf den Standort Wien.
Mobile App erleichtert Kontrolle von 3G-Status 18. 10. 2021
Testify launcht Covid Control Platform zur digitalen Erhebung der 3G-Nachweise von Mitarbeitern in Unternehmen.
Innovation „made in Vienna“ 15. 10. 2021
TTTech setzt auf Interxions Rechenzentrumscampus als Colocation-Standort.
Fortinet zeichnet rot-weiß-rote Top-Partner aus 15. 10. 2021
ACP IT Solutions holt sich den Fortinet „Partner of the Year“-Award.
"KI-Industrie wird reifer" 15. 10. 2021
Blackshark.ai überzeugt beim KPMG KI-Award die Expertenjury.
ERP Booklet 2022 14. 10. 2021
Marktüberblick bietet Vergleich von 255 Systemen und 199 Anbietern.
Konica Minolta startet globalen Cloud Print Service 13. 10. 2021
Neuer Dienst sorgt für eine effiziente Verwaltung von Druckjobs.
Roqqio übernimmt service4work IT Solutions 12. 10. 2021
Die Roqqio-Gruppe setzt ihren Expansionskurs fort und hat service4work aus Schwechat übernommen.
ELO Digital Office AT holt neuen Partner an Bord 07. 10. 2021
Reisswolf kooperiert mit ELO bei digitaler Archivierung und digitalem Arbeitsplatz.
Funk-Sensornetzwerke für die smarte Zukunft 06. 10. 2021
LoRaWAN-Überwachungslösungen ermöglichen energieeffizientes, kostengünstiges und sicheres Senden von Daten über lange Strecken hinweg.
Aus Swyx wird Enreach 05. 10. 2021
Dortmunder Unified-Communications-Anbieter übernimmt den Namen seiner Unternehmensgruppe.
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Backup-Lösungen sichern heterogene Umgebungen und Cloud-Daten mit nur einer Lösung.
toplink expandiert nach Österreich 30. 09. 2021
Dienste des SIP Trunk-Anbieters umfassen Cloud-Telefonie, Office-Software, Collaboration-Tools und Videoconferencing
Security-Know-how prämiert 29. 09. 2021
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Performanz, Skalierung, Mobilität und Governance 22. 09. 2021
Nutanix updatet seine Cloud Platform mit verbesserten Datenservices und Features für die Hybrid-Multi-Cloud.
Schulprojekt ausgezeichnet 21. 09. 2021
Erster Platz für digitale Lehrplattform Milliarium.
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Saubermacher

Digitale Recyclingpioniere

Die Gemeindeverbände Horn und Tulln setzen auf Spezialsensoren, intelligenten Plattformen, Künstliche Intelligenz und Funktechnologie in der Altglas- und Hausmüllentsorgung.

Foto: Saubermacher/Günther Peroutka Franz Göd, Obmann Gemeindeverband Horn, Haymo Schöner, Geschäftsführer Austria Glas Recycling, Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, Hans Roth, Gründer Saubermacher, Andreas Bierwirth, CEO Magenta Telekom, Ralf Mittermayr, CEO Saubermacher (v.l.) Die Pilotprojekte in Horn und Tulln zeigen das große klimarelevante Potenzial, das in der Entsorgung schlummert und mit modernen Technologien gehoben werden kann. „Informationen werden genau erfasst und analysiert. Dank der Transparenz kann man die Entsorgung punktgenau steuern und folglich höhere Qualität, weniger Lärm und einen geringeren CO2-Ausstoß bei mehr Effizienz erzielen“, informiert Hans Roth, Gründer von Projektpartner Saubermacher. Dazu haben die F&E-Spezialisten des Entsorgungs- und Recyclingunternehmen mit Sitz in Feldkirchen bei Graz in Kooperation mit der Firma Stummer, der TU Graz, dem Know-Center, dem Joanneum Research und dem österreichischen Start-up SLOC neue Tools entwickelt und seit dem Vorjahr in beiden Regionen getestet.

Foto: Saubermacher/pixelmaker.at Dank Hightech-Sensoren in den Leerglasbehältern konnte der Füllgrad der Behälter um 30 Prozent verbessert, die Anzahl der überfüllten Behälter sogar um 80 Prozent reduziert werden Projekt intelligente Glassammlung

Die rund 600 Hightech-Sensoren namens ANDI2 („Automatisch, Nachhaltig, Digital und Innovativ“), die von SLOC mit Praxisfeedback von Saubermacher entwickelt wurden, messen und kommunizieren den Inhalt von 300 Altglas-Behältern an eine intelligente Plattform. Dieses IoT-Tool vernetzt verschiedene Parameter – etwa den Behälterfüllstand und die maximale LKW-Nutzlast – und erstellt einen gesamthaft optimierten Tourenplan. Beispielsweise sollen Behälter nicht schon entleert werden, obwohl sie erst halb voll sind. „Wir haben den durchschnittlichen Füllgrad der entleerten Behälter um 30 Prozent verbessert“, erklärt Ralf Mittermayr, CEO von Saubermacher. „Dabei wurde auch die Qualität verbessert. Die Anzahl der überfüllten Behälter wurden deutlich um über 80 Prozent reduziert“, so Mittermayr.

Dass das dynamische Entsorgungssystem sinnvoll ist, zeigten die Lockdown-Phasen. Während es in anderen Regionen mit statischer Entsorgung aufgrund der plötzlich anfallenden deutlich höheren Sammelmengen bei einigen Sammelstellen zu kurzzeitigen Überfüllungen kam, konnte dies in Horn dank des dynamischen Sammelsystems verhindert werden.

Die Datenübertragung erfolgt über die Funktechnologie NarrowBand IoT (NB-IoT) von Magenta. „Das Projekt zur intelligenten Glassammlung ist ein gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung zur Effizienzsteigerung und somit auch zur Vereinfachung von Prozessen beitragen kann“, so Andreas Bierwirth, Magenta Telekom.

„Die Ergebnisse haben mich überzeugt. Wir gehen nun vom Pilotprojekt in den Regelbetrieb über und möchten viele andere Altglas-Sammelpartner auch motivieren solche Systeme einzusetzen“, sagt Haymo Schöner vom Auftraggeber Austria Glas Recycling (AGR).

Foto: Saubermacher/pixelmaker.at Der Wertstoffscanner im Sammelfahrzeug erkennt mittels KI, ob im Restmüll Fehlwürfe sind Künstliche Intelligenz für mehr Umweltbewusstsein

„Liebe/r Bürger/in! In Ihrem Restmüll befanden sich noch erhebliche Fehlwürfe. Der Hauptstörstoff war Leichtverpackung. Bitte achten Sie auf die richtige Mülltrennung. Das schützt die Umwelt und das Klima! Herzlich, Ihr Abfallwirtschaftsverband“ – mit solchen bzw. ähnlichen persönlichen Rückmeldungen direkt auf das Smartphone von 116 Testhaushalten in drei Gemeinden im Bezirk Tulln wurden die Mülltrennung und die Recyclingquote durch die Anwendung von Künstlicher Intelligenz verbessert. Ein sogenannter „Wertstoffscanner“ im Sammelfahrzeug erkennt mit unterschiedlichen Sensoren/Kameras und einem neuronalen Netzwerk, ob im Restmüll Fehlwürfe wie z.B. Plastikverpackungen sind.

Einmal in der schwarzen Tonne entsorgt, sind Wertstoffe wie Altpapier und Biomüll für das Recycling verloren. Würde man die gesamten Fehlwürfe im Restmüll österreichweit reduzieren, so könnte man rund 350.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Der Wertstoffscanner wurde gemeinsam von Fahrzeugbauer Stummer, Joanneum Research, TU Graz und Saubermacher entwickelt.

Die Ergebnisse zeigen, dass allein schon das Wissen über das Monitoring – ähnlich wie bei einem leeren Radarkasten – zu einer Verhaltensänderung führt. „Effizienzsteigerung durch moderne Abfallsysteme sind für die Gemeinden das Gebot der Stunde in Zeiten von Nachhaltigkeit- und Klimazielen. Mit den Pilotprojekten in Horn und Tulln zeigen wir erfolgreich vor, wie man Abfallwirtschaft digital und effizient gestalten kann. Unser Ziel muss es sein, dieses System in größeren Regionen zu testen, den Umgang damit zu lernen und möglichst bald auf alle Gemeinden Österreichs auszurollen“, so Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes. Bei beiden Projekten wurden die gebotenen Datenschutzstandards eingehalten.

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