Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Bosch setzt auf die nächste Stufe der KI-gestützten Automatisierung 12. 06. 2026
Auf der Bosch Connected World (BCW) in Berlin gewährten Bosch-CEO Stefan Hartung und Digitalvorständin Tanja Rückert exklusive Einblicke in die Zukunftsstrategie des Technologiekonzerns. Im Mittelpunkt standen Physical AI, intelligente Robotik und die Frage, wie Maschinen künftig ihre Umgebung wahrnehmen, verstehen und selbstständig darauf reagieren können. Bosch sieht darin einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur nächsten Generation industrieller Automatisierung.
NEURA Robotics sichert sich Finanzierung von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar 11. 06. 2026
NEURA Robotics hat eine Series-C-Finanzierungsrunde mit einem Volumen von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Mit dem Kapital will das Unternehmen den Aufbau seiner Physical-AI-Plattform beschleunigen, die Produktion kognitiver Roboter ausbauen und den weltweiten Rollout seiner Trainingsumgebungen für Robotik vorantreiben.
Zwei Drittel nutzen nicht autorisierte KI-Tools im Job 11. 06. 2026
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz entwickelt sich schneller als die entsprechenden Unternehmensrichtlinien. Eine internationale Studie von PagerDuty zeigt, dass viele Beschäftigte auf KI-Werkzeuge zurückgreifen, obwohl diese nach ihrer Einschätzung nicht erlaubt sind. Gleichzeitig wächst die Sorge um Datensicherheit, Governance und Mitarbeiterbindung.
Christof Legat übernimmt DACH-Verantwortung bei Zoom 10. 06. 2026
Zoom Communications hat Christof Legat zum Head of DACH ernannt. Mit der neuen Führungsposition will das Unternehmen sein Wachstum in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter vorantreiben und den Fokus auf KI-gestützte Kollaborations- und Customer-Experience-Lösungen verstärken.
KI-Agenten im Blindflug? Warum maschinelle Identitäten zum Sicherheitsfaktor werden 09. 06. 2026
Autonome KI-Agenten übernehmen zunehmend Aufgaben in Unternehmensanwendungen, Cloud-Plattformen und Geschäftsprozessen. Doch während menschliche Nutzer meist klaren Sicherheits- und Governance-Regeln unterliegen, bleiben maschinelle Identitäten oft unbeachtet. Welche Risiken daraus entstehen und warum Unternehmen ihre Sicherheitsstrategien neu ausrichten sollten, erläutert Josef Nemecek von Saviynt.
TrendAI beteiligt sich an Anthropics Project Glasswing 09. 06. 2026
TrendAI, der Enterprise-Cybersecurity-Geschäftsbereich von Trend Micro, ist dem von Anthropic initiierten Project Glasswing beigetreten. Ziel der Zusammenarbeit ist es, mithilfe fortschrittlicher KI-Modelle Software-Schwachstellen schneller zu identifizieren und deren Behebung zu beschleunigen.
Sicherheitstests im Tempo moderner Entwicklung 09. 06. 2026
Sicherheitsprüfungen gelten oft als zeitaufwendig und ressourcenintensiv. Mit dem neuen AWS Security Agent verfolgt Amazon einen anderen Ansatz: KI-gestützte, kontextbezogene Sicherheitstests sollen Schwachstellen bereits während des gesamten Entwicklungsprozesses erkennen – von der Architekturplanung über Code-Reviews bis hin zu automatisierten Penetrationstests. Ziel ist es, Sicherheitsrisiken schneller zu identifizieren und Entwicklungs- sowie Security-Teams zu entlasten.
Vertiv integriert digitalen Zwilling für KI-Infrastrukturen in NVIDIA Omniverse DSX 08. 06. 2026
Vertiv hat eine produktionsreife Digital-Twin-Funktion für seine Infrastrukturplattform SmartRun vorgestellt. Die Lösung wird in NVIDIA Omniverse DSX integriert und beschleunigt die Planung, Simulation und Umsetzung von KI-Fabriken.
Warum der Einstieg wichtiger ist als die Technik 08. 06. 2026
Künstliche Intelligenz ist längst auch in kleinen Unternehmen angekommen. Doch viele Selbstständige und KMU fragen sich, wie sie den Einstieg schaffen sollen. Die gute Nachricht: Für den erfolgreichen Einsatz von KI braucht es weder eine eigene IT-Abteilung noch große Investitionen. Entscheidend ist vielmehr, an den richtigen Stellen im Arbeitsalltag anzusetzen.
T-Systems Austria wächst zweistellig und investiert in KI und Cloud 03. 06. 2026
T-Systems Austria hat das Geschäftsjahr 2025 mit deutlichen Zuwächsen abgeschlossen. Der IT-Dienstleister steigerte seinen Umsatz um zehn Prozent und den Auftragseingang um 15 Prozent. Wachstumstreiber sind langfristige Kundenbeziehungen sowie Investitionen in Cloud, Künstliche Intelligenz, digitale Souveränität und das Gesundheitswesen.
Vertrauenswürdige Daten: Mehr Klarheit bei Cyberrisiken 03. 06. 2026
Viele Unternehmen verlassen sich bei der Bewertung ihrer Cyberrisiken vor allem auf interne Sicherheitsdaten. Doch diese Sicht greift oft zu kurz. Asdrúbal Pichardo, CEO von Squalify, erläutert, warum externe Referenzdaten für eine realistische Einschätzung der Bedrohungslage unverzichtbar sind und weshalb „Trustworthy Data“ zur Grundlage belastbarer Risikoentscheidungen wird.
Bull und Foxconn bauen europäische KI-Fertigung aus 02. 06. 2026
Bull und Foxconn haben eine strategische Partnerschaft für die Herstellung von KI- und Cloud-Infrastrukturen angekündigt. Ziel ist der Ausbau europäischer Fertigungskapazitäten für KI-Systeme und die Stärkung einer regionalen Lieferkette für KI-Fabriken und Neo-Cloud-Anbieter.
Fivetran und dbt Labs schließen Fusion ab 02. 06. 2026
Fivetran und dbt Labs haben ihre angekündigte Fusion abgeschlossen. Das gemeinsame Unternehmen will eine offene und vertrauenswürdige Dateninfrastruktur für KI-Agenten schaffen und bedient nach eigenen Angaben weltweit mehr als 100.000 Datenteams.
Gudrun Scharler wird CEO von Riedel Networks 02. 06. 2026
Riedel Networks erhält eine neue Führungsspitze: Gudrun Scharler übernimmt die Position der CEO. Sie folgt auf Michael Martens, der das Unternehmen seit 2012 geleitet hat und die Übergabe bis Ende August begleiten wird.
Nur vier Prozent der Unternehmen haben KI vollständig integriert 01. 06. 2026
Eine aktuelle Studie von Tieto zeigt große Unterschiede beim KI-Einsatz in Österreich: Während viele Unternehmen noch in Pilotprojekten feststecken, haben erst vier Prozent KI vollständig in ihre Kernprozesse integriert. Gleichzeitig sieht jede vierte Führungskraft bislang keinen Wettbewerbsvorteil durch die Technologie.
IT-Gehaltsspiegel 2026: KI-Kompetenz wird für Systemhäuser zum Schlüsselfaktor 01. 06. 2026
Der aktuelle IT-Gehaltsspiegel der SYNAXON Akademie zeigt steigende Gehälter in deutschen Systemhäusern. Gleichzeitig wollen mehr als 70 Prozent der befragten Unternehmen Kompetenzen in den Bereichen Automatisierung und Künstliche Intelligenz ausbauen.
Paessler übernimmt UVnetworks und erweitert PRTG um Netzwerktopologie und Incident-Response-Funktionen 29. 05. 2026
Paessler hat UVnetworks übernommen, den Anbieter der Lösungen UVexplorer und UVexplorer Server. Mit der Akquisition ergänzt das Unternehmen seine Monitoring-Plattform PRTG um Funktionen für Netzwerktopologie, Bestandsaufnahme und Konfigurationssicherung und baut seine weltweite Präsenz auf mehr als 30.000 Kunden und über 500.000 Nutzer aus.
Zscaler plant Übernahme von Symmetry Systems für KI-Sicherheitsfunktionen 28. 05. 2026
Zscaler möchte den KI-Sicherheitsspezialisten Symmetry Systems übernehmen. Ziel der Akquisition ist der Ausbau von Zero-Trust-Funktionen für die sichere Kommunikation und Steuerung von KI-Agenten in Unternehmen.
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Gastkommentar von Darren Guccione, CEO und Mitbegründer von Keeper Security

Schwachstellenausnutzung überholt gestohlene Zugangsdaten als häufigster Angriffsvektor

Der aktuelle „Verizon Data Breach Investigations Report 2026“ markiert laut Darren Guccione, CEO und Mitbegründer von Keeper Security, einen Wendepunkt in der Cybersicherheitslage: Erstmals haben Schwachstellenausnutzung und automatisierte Angriffe gestohlene Zugangsdaten als wichtigsten Erstzugangsvektor abgelöst. KI beschleunigt dabei sowohl Angriffsgeschwindigkeit als auch Komplexität – und setzt Unternehmen zunehmend unter Druck, ihre Sicherheitsstrategien grundlegend neu auszurichten.

Der „Verizon Data Breach Investigations Report (DBIR) 2026“ bestätigt einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise, wie Angriffe durchgeführt werden, und jeder Sicherheits- und Unternehmensleiter muss dies ernst nehmen. Zum ersten Mal in der 19-jährigen Geschichte des Berichts hat die Ausnutzung von Schwachstellen gestohlene Anmeldedaten als führenden Erstzugangsvektor abgelöst.

KI beschleunigt Angriffe – Unternehmen verlieren wertvolle Reaktionszeit

Es ist offensichtlich, dass KI diesen Wandel vorantreibt und die Zeit, die Angreifer benötigen, um bekannte Schwachstellen auszunutzen, von Monaten auf Stunden verkürzt. Für Sicherheitsverantwortliche bedeutet dies, dass sich das Zeitfenster für die Erkennung und Behebung nicht nur verengt hat – in vielen Unternehmen hat es sich praktisch geschlossen, bevor die Abwehrmaßnahmen überhaupt reagieren können. 

Die jüngste Studie von Keeper macht dieses Problem deutlich. Fast drei Viertel der Unternehmen gaben an, dass sie den Missbrauch von Anmeldedaten oder unbefugten privilegierten Zugriff nicht in Echtzeit erkennen. Diese Erkennungslücke ist das Zeitfenster, in dem Angreifer sich lateral bewegen, Berechtigungen eskalieren und Schaden anrichten, dessen Behebung Monate dauern kann. 

Shadow AI, Drittanbieter und privilegierte Zugriffe erweitern die Angriffsfläche

Die Erkenntnisse des DBIR zu „Shadow AI“ sind ebenso aufschlussreich. Die häufige Nutzung nicht genehmigter KI-Tools durch Mitarbeiter hat sich innerhalb eines Jahres auf 45 Prozent der Belegschaft verdreifacht und birgt ein erhebliches Risiko für Datenlecks. Die Untersuchung von Keeper bestätigt diese Ergebnisse: 56 Prozent der Unternehmen identifizierten Mitarbeiter, die sich durch den Einsatz von KI unbeabsichtigt Risiken aussetzen, als ihre größte Sicherheitslücke im KI-Bereich. Datenlecks durch die Nutzung von KI-Tools durch Mitarbeiter waren mit 35 Prozent die dritthäufigste Sorge in Bezug auf KI-bezogene Cybersicherheitsrisiken.

Risiken in der Lieferkette und mobiles Social Engineering vervollständigen das Bild einer Angriffsfläche, die nicht nur wächst, sondern sich auch auf eine Weise fragmentiert, für die herkömmliche Kontrollmechanismen nicht ausgelegt sind. Der DBIR berichtet, dass Sicherheitsverletzungen, an denen Dritte beteiligt sind, mittlerweile 48 Prozent aller Vorfälle ausmachen – ein erheblicher Anstieg von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Untersuchungen von Keeper zeigen, dass Unternehmen das Problem erkennen: Fast ein Viertel identifiziert die begrenzte Kontrolle über den Zugriff von Dritten und Anbietern als Lücke in ihrer Cybersicherheit. Diese Erkenntnis ist jedoch noch keine Abhilfe. Die Daten zu Sicherheitsverletzungen deuten darauf hin, dass dieses Bewusstsein nicht in angemessene Kontrollmaßnahmen umgesetzt wird – und zwar bei weitem nicht mit der Geschwindigkeit, die die Bedrohung erfordert.

Aus einer breiteren Perspektive betrachtet deuten die Ergebnisse des DBIR darauf hin, dass sich die Kluft zwischen der Raffinesse der Angriffe und den Verteidigungsfähigkeiten der Unternehmen weiter vergrößert. Zero-Trust-Architektur, die Durchsetzung des Prinzips der geringsten Berechtigungen, das Privileged Access Management und eine einheitliche Verwaltung von Anmeldedaten können in diesem Umfeld nicht als langfristige Investitionen betrachtet werden. Sie sind mittlerweile die minimal erforderliche Reaktion auf die heutige Bedrohungslage.

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