Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Salesforce entwickelt KI-Concierge-App für Teilnehmer des WEF 2026 23. 01. 2026
Beim 56. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos setzt das Forum auf eine maßgeschneiderte KI-Anwendung von Salesforce. Die App „EVA“ soll Teilnehmer bei Planung, Orientierung und Vorbereitung von Terminen unterstützen.
LANCOM macht Retail-Infrastrukturen Wi-Fi 7-fähig, sicher und digital souverän 23. 01. 2026
LANCOM Systems präsentiert auf der EuroShop (22. bis 26. Februar) in Düsseldorf Netzwerk- und Security-Lösungen für den Handel. Im Mittelpunkt steht der ab sofort verfügbare Wi-Fi-7-fähige Access Point LANCOM LX-7200E sowie das zentrale Management von Filialnetzen über die LANCOM Management Cloud.
Rubrik startet „Security Cloud Sovereign“ für vollständige Datenhoheit 23. 01. 2026
Rubrik bringt eine neue Variante seiner Security-Cloud auf den Markt, die Datenstandorte und Zugriffsrechte konsequent innerhalb kundendefinierter Rechtsräume hält. Zielgruppe sind Organisationen mit besonders sensiblen Daten – in regulierten Branchen ebenso wie im öffentlichen Sektor.
A1 stellt Infrastruktur für Vernetzung und Medienübertragung in Kitzbühel 22. 01. 2026
Vom 19. bis 25. Jänner 2026 ist Kitzbühel wieder Schauplatz der 86. Hahnenkammrennen. Als Premiumpartner liefert A1 Österreich die technische Infrastruktur für Signalübertragung, Netzabdeckung und digitale Services – sowohl für die internationale Medienproduktion als auch für die Nutzung durch tausende Fans vor Ort.
SYNAXON expandiert nach Österreich und startet Niederlassung in Wien 21. 01. 2026
Die SYNAXON AG weitet ihre Aktivitäten nach Österreich aus. Mit einer neuen Niederlassung in Wien stehen IT-Dienstleistern, Systemhäusern und Resellern im Land ab sofort die Leistungen der SYNAXON Distribution sowie SYNAXON Services zur Verfügung.
Aus STARFACE Österreich wird Gamma Communications Austria 20. 01. 2026
Die zur Gamma-Gruppe gehörenden Unternehmen STARFACE, estos und Gamma Deutschland bündeln ihren Vertrieb unter „Gamma Sales“. In Österreich firmiert STARFACE Österreich künftig als Gamma Communications Austria GmbH.
Insight und Stripe erweitern globale Partnerschaft für Enterprise Commerce 20. 01. 2026
Insight Enterprises und Stripe bauen ihre Zusammenarbeit aus. Ziel ist es, veraltete Finanz- und Abrechnungssysteme in Unternehmen zu modernisieren, Checkout-Prozesse zu optimieren und neue KI-basierte Commerce-Szenarien – bis hin zu Käufen direkt in Plattformen wie ChatGPT – zu ermöglichen.
Betrüger missbrauchen WhatsApp-Geräteverknüpfung und spionieren Chats aus 20. 01. 2026
WhatsApp wird längst auch im Berufsalltag genutzt – und genau das machen sich Angreifer zunutze. Über manipulierte Geräteverknüpfungen können Betrüger Chats und Medien ausspionieren und kompromittierte Accounts als Sprungbrett für weitere Attacken verwenden. Dr. Martin J. Krämer, CISO Advisor bei KnowBe4, ordnet die Risiken ein und gibt konkrete Präventionstipps.
Peter Saak leitet Integrated Printing & Services Group bei Canon EMEA 19. 01. 2026
Der Österreicher Peter Saak (62) übernimmt mit Jahresbeginn 2026 die Funktion als Chief der Integrated Printing & Services Group (IPSG) bei Canon EMEA. Die Einheit trägt einen neuen Namen und fokussiert auf die Verbindung von Drucktechnologie mit Services und Lösungen.
Xerox und Lexmark stellen einheitliches Retail-Portfolio vor 16. 01. 2026
Xerox hat gemeinsam mit Lexmark auf der NRF 2026: Retail’s Big Show erstmals ein integriertes Technologieportfolio für den Einzelhandel präsentiert. Der Schritt markiert laut Unternehmen einen Meilenstein nach dem Zusammenschluss 2025 und soll zentrale Retail-Prozesse von der Zentrale über die Lieferkette bis zur Verkaufsfläche verbinden.
Felbermayr setzt auf "RISE with SAP" und wechselt in die Private Cloud 15. 01. 2026
Das österreichische Familienunternehmen Felbermayr treibt seine digitale Transformation voran und hat sich für „RISE with SAP“ entschieden. Ziel ist eine skalierbare ERP-Basis in einer Private-Cloud-Umgebung, die Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungen über alle Geschäftsbereiche unterstützen soll.
Trend Micro stellt Trend Vision One in AWS European Sovereign Cloud bereit 15. 01. 2026
Trend Micro macht seine Cybersicherheitsplattform Trend Vision One in der AWS European Sovereign Cloud verfügbar. Zielgruppe sind insbesondere Behörden, Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie stark regulierte Branchen mit hohen Anforderungen an digitale Souveränität und Compliance.
Check Point Research entdeckt cloud-natives Malware-Framework für Linux 15. 01. 2026
Sicherheitsforscher von Check Point Research haben mit VoidLink ein neues Malware-Framework analysiert, das für moderne Linux-basierte Cloud-Umgebungen entwickelt wurde. Im Fokus stehen nicht einzelne Endpunkte, sondern die darunterliegende Infrastruktur – inklusive Container- und Kubernetes-Setups.
Droht 2026 die E-Mail-Krise? Cyberkriminelle Angriffswelle ungeahnten Ausmaßes erwartet 14. 01. 2026
E-Mail ist das Rückgrat der Unternehmenskommunikation – und genau deshalb bleibt sie der bevorzugte Angriffsvektor. 2026 trifft eine neue Angriffsgeneration auf Unternehmen: KI-gestützte Phishing-Mails sind nicht mehr massenhaft, sondern hochgradig personalisiert und in Echtzeit optimiert. Parallel steigt der Druck durch Regulatorik und digitale Souveränität. In diesem Gastkommentar beleuchtet Günter Esch, Geschäftsführer der SEPPmail – Deutschland, warum gerade bei der E-Mail-Sicherheit jetzt KI-resilient für die Zukunftsfähigkeit essentiell ist.
ByteSource wird Teil der Communardo Group 14. 01. 2026
Der österreichische IT-Dienstleister ByteSource schließt sich der Communardo Group an. Für Kunden sollen damit zusätzliche Expertenteams sowie neue Betriebs- und Service-Modelle verfügbar werden – bei gleichbleibenden Ansprechpartnern. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bundeswettbewerbsbehörde.
KI: Der Herzschlag der neuen digitalen Revolution 14. 01. 2026
Künstliche Intelligenz ist längst mehr als ein Trend – sie verändert Geschäftsmodelle, Prozesse und Wettbewerbsfähigkeit quer durch alle Branchen. Im Leader Cockpit Interview erklärt Peter Hermann, Country Manager Austria bei NetApp, warum Datenqualität und eine moderne Infrastruktur zur zentralen Voraussetzung für erfolgreiche KI-Projekte werden – und weshalb KI jetzt über Produktivität und Marktposition mitentscheidet.
Commvault erweitert Cyberresilienz-Plattform um Privileged Access Management von Delinea 13. 01. 2026
Commvault geht eine Partnerschaft mit Delinea ein und integriert dessen „Secret Server“ in die Commvault Cloud. Ziel ist es, privilegierte Zugangsdaten in Backup- und Restore-Umgebungen besser abzusichern, Auditierbarkeit zu erhöhen und Compliance-Anforderungen zu unterstützen. Die Integration ist ab sofort weltweit für gemeinsame Kunden ohne zusätzliche Kosten verfügbar.
Von Pilotprojekten zu autonomen KI-Systemen 12. 01. 2026
Agentenbasierte KI entwickelt sich rasant von ersten Experimenten hin zu autonomen Systemen, die Prozesse, Organisationen und Kundenerlebnisse grundlegend verändern. Manuela Mohr-Zydek, Country Lead bei Salesforce Österreich, skizziert, wie Unternehmen den Sprung von isolierten Piloten zu skalierbaren KI-Systemen schaffen – und welche drei Grundlagen dabei entscheidend sind.
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Verlässliche Identität im Metaverse

„Anonymität ist Fluch und Segen zugleich“

Interview: Das Metaverse verspricht ein immersiveres Erlebnis, wo Kommunikation und Interaktion erlebbar gemacht und Transaktionen „wie im echten Leben“ durchgeführt werden können. Doch die Anonymität des virtuellen Raums ist gleichzeitig der perfekte Nährboden für kriminelle Aktivitäten. it&t hat mit Nik Fuchs, CEO der Swisscom Trust Services, über Chancen und Herausforderungen der Hype-Technologie gesprochen.

Foto: Swiss Trust Services Nik Fuchs, CEO der Swisscom Trust Services: „Ziel ist es, der virtuellen Repräsentation eine reale Identität zuzuordnen, ohne dass eine öffentliche, erzwungene Zurschaustellung von Klarnamen erfolgt.“ it&t business: Nicht erst seit Mark Zuckerberg den Facebook-Mutterkonzern in Meta unbenannt hat, ist das Metaverse in aller Munde. Wie beurteilen Sie die Technologie aktuell?

Nik Fuchs: Das Metaverse ist immer noch Neuland und wir befinden uns in einer Phase, in der wir herausfinden müssen, wie wir dieses innovative Umfeld so sicher und angenehm wie möglich machen können. Bereits heute stellt das Metaverse faszinierende neue Wege in Aussicht, miteinander zu kommunizieren und zu interagieren. Mithilfe von Virtual und Augmented Reality können wir neue Communities schaffen, in denen wir uns direkter austauschen und Ereignisse inklusiver und interaktiver gestalten können. Außerdem eröffnen sich für Unternehmen neue Chancen, ihre Zielgruppen zu erreichen und die Kauf-, Service aber auch Ausbildungserfahrung auf ein ganz neues Level zu heben. Trotzdem darf man die möglichen Gefahren nicht vernachlässigen.

it&t business: Welche Bedrohungen, Herausforderungen und Nachteile sind im Metaverse vorstellbar?

Nik Fuchs: Zunächst ist da der soziale Bereich: Das Metaverse macht nicht nur die positiven Online-Interaktionen und -Ereignisse hautnah erlebbar. Cyber-Mobbing, -Belästigung und -Betrügereien sind mindestens seit dem Aufkommen der sozialen Medien ein realer und trister Bestandteil des Internets und können durch die Mixed-Reality-Erfahrung neue Dimensionen annehmen.

Als nächstes dürften wir das Aufkommen neuer Finanzbetrugsmaschen sehen. Von Immobilien und virtuellen Grundstücken über Kunstwerke bis hin zu Markenkleidung: Im Metaverse ist der Handel mit virtuellem Eigentum möglich und auch willkommen. Einige Brands wie Nike oder Adidas nutzen NFTs, um Kundenloyalität aufzubauen. Je weiter dieser Trend fortschreitet, desto größer ist das Risiko, einem Betrug aufzusitzen, bei dem zum Beispiel Echtgeld in gefälschte virtuelle Assets investiert wird.

Diese beiden Bedrohungen haben einen gemeinsamen Nenner: Anonymität. Im Metaverse werden die Themen „Identität und Identitätsnachweis“ weiterhin eine große Rolle spielen. Die Herausforderung liegt also darin, eine Möglichkeit zu schaffen, wie wir eine sichere Identifikation von Usern vornehmen können, sobald zum Beispiel ein Straftatbestand vorliegt.

Zu guter Letzt: Nicht nur der Handel mit Eigentum, sondern auch mit Daten wird Thema bleiben – wenn nicht sogar noch „aggressiver“ als es bereits der Fall ist. Man wird nicht umhinkommen zu hinterfragen, wer welche Daten bezieht, verarbeitet und speichert. Kritisch wird es vor allem dann, wenn es um Identitätsdaten geht. Auch hier müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, um den Usern die Kontrolle über ihre eigenen Daten zu garantieren.

Bereits heute stellt das Metaverse faszinierende neue Wege in Aussicht, miteinander zu kommunizieren und zu interagieren. it&t business: Im Metaverse können User theoretisch jeden Namen und jedes Aussehen – also eine neue Identität – annehmen. Wie können wir verhindern, dass sich Betrüger und Belästiger hinter anonymen Profilen und Avataren verstecken? 

Nik Fuchs: Anonymität ist Fluch und Segen zugleich. Nehmen wir als Beispiel die sozialen Medien: Während ein anonymes Profil Regime-Gegner in diktatorischen Ländern vor politischer Verfolgung schützen kann, verschleiert es andernorts die wahre Identität eines Mobbers oder Scammers. Für die Aufklärung von Straftaten, die Strafverfolgung sowie die Betrugsprävention ist es allerdings essenziell, die reale Person hinter einem virtuellen Avatar oder Pseudonymen zu kennen. Deshalb werden jene Stimmen immer lauter, die eine Klarnamenpflicht, unter anderem in den sozialen Medien, fordern. Meta hat vor kurzem ein kostenpflichtiges Konzept angekündigt, mit dem Meta- und Instagram-User ihr Profil – ähnlich wie mit Twitter Blue – verifizieren können und ein blaues Häkchen zur Kenntlichmachung erhalten. Soziale Plattformen sind demnach zusehends gewillt, für eine Form der Identifikation und folglich mehr Vertrauen zu sorgen.

Das wichtigste Stichwort ist also „Identität“. Ziel ist es, der virtuellen Repräsentation eine reale Identität zuzuordnen, ohne dass eine öffentliche, erzwungene Zurschaustellung von Klarnamen erfolgt. Eine solche eindeutige, verifizierbare digitale Identität könnte verschiedene Attribute beinhalten wie den Klarnamen, Kontoverbindungen sowie Benutzerkonten für unterschiedliche Online-Angebote, -Plattformen, -Shops und so weiter. All diese Daten sind zwar in der digitalen Identität hinterlegt, aber per se nicht für Dritte zugänglich. Nur der Anwender allein entscheidet, für wen er welche Daten freigibt. Mit diesem Prinzip der Datensparsamkeit haben Nutzer immer die Wahl, ob sie einen Service nutzen möchten und dafür bestimmte Daten freigeben, oder ob sie diesen Service nicht nutzen. Ein unbemerktes Abrufen von Daten durch die Anbieter wäre so praktisch nicht mehr möglich.

Die eindeutige Verknüpfung von Online-Konten mit realen Identitäten bringt noch weitere Vorteile: User, die auf einer Plattform gesperrt wurden, weil sie gegen Guidelines verstoßen haben, könnten sich nicht einfach einen neuen Account anlegen. Bots ließen sich effizienter identifizieren und entfernen. Außerdem könnten Strafverfolgungsbehörden im Falle eines Betrugs oder einer anderen Straftat schneller agieren, da sie die digitale Identität direkt zum realen Nutzer zurückverfolgen können.

Im Metaverse werden die Themen „Identität und Identitätsnachweis“ weiterhin eine große Rolle spielen. it&t business: Wie würde die technische Umsetzung einer solchen digitalen Identität aussehen?

Nik Fuchs: Für den Aufbau eines Identitätsökosystems bietet sich aus Praktikabilität und Erfahrung eine Public-Key-Infrastruktur an. Sowohl Halter als auch Provider der digitalen Identität verfügen jeweils über einen Public und einen Private Key, mit denen verschlüsselte Informationen versendet und entschlüsselt werden. Zusätzlich verknüpfen qualifizierte elektronische Zertifikate die einzelnen Attribute miteinander und beglaubigen sie. Im Metaverse-Kontext wäre es naheliegend, dass die jeweiligen Betreiber die Rolle der Identity Provider übernehmen. Das hat jedoch zwei entscheidende Nachteile: Die personenbezogenen Daten würden sich erneut bei einem Unternehmen ansammeln; damit ginge den Nutzern die Kontrolle über ihre Informationen verloren. Zudem wären Nutzer gezwungen, sich für jedes Metaverse-Angebot eine neue Identität anzulegen.

it&t business: Wie lässt sich dieses Problem umgehen? Und bei wem läge dann die Kontrolle über User- und Identitätsdaten?

Nik Fuchs: Eine Self-Sovereign Identity (SSI) – also eine selbstverwaltete (digitale) Identität – eignet sich am besten als Alternative. Das gesamte Konzept baut auf einem „Vertrauensdreieck“ zwischen dem Herausgeber der Identität, dem Besitzer und den Prüfern auf. Im Normalfall übernimmt der Staat die Herausgabe der Dokumente, die die Identität einer Person bestätigen und somit den Kern einer eID bilden. Weitere Attribute können beispielsweise von Institutionen wie Schulen oder Hochschulen in Form Zeugnissen hinzugefügt werden. Besitzer aller Dokumente sind die Bürger. Die Prüfer sind jene Einrichtungen, die Zugang zu bestimmten Informationen erhalten – wie in unserem Beispiel der Metaverse-Betreiber oder die Strafverfolgungsbehörde.

Wichtig ist, dass Besitzer selbst entscheiden, welche Attribute sie teilen möchten – frei nach dem Motto: „Je weniger, desto besser.“ Die Datenhoheit obliegt also in jedem Fall bei den Besitzern. Diese verwalten ihre Dokumente in einem eigenen ID-Wallet – ähnlich jener Wallets, die man aus dem Krypto-Bereich kennt. Da alle notwendigen Informationen hier zentral vorliegen, entfällt die Notwendigkeit, sich jedes Mal eine neue digitale Identität anzulegen.

Die technologische Grundlage existiert also bereits. Der Ball ist nun auf der Seite des Gesetzgebers, der für die notwendige Regulierung sorgen und Verantwortlichkeiten zuteilen muss – wobei hier insbesondere die EU mit eIDAS 2.0 aktuell eine tragende Rolle einnimmt. Es stellen sich im Zuge dessen nämlich wichtige regulatorische Fragen: Wer übernimmt die Identifizierung der Nutzer? Wer kümmert sich um die Verwaltung der Identitäten? Wann ist die entsprechende Stelle dazu verpflichtet, Klarnamen zum Beispiel im Rahmen von polizeilichen Ermittlungen offenzulegen?

it&t business: Wie sicher und zuverlässig ist die digitale Identität?

Nik Fuchs: Das Grundgerüst des Identitätsökosystems gilt aufgrund des oben beschriebenen Zwei-Schlüssel-Verfahrens – auch asymmetrische Kryptografie – als fälschungssicher. Kriminelle, die ein solches System angreifen und missbrauchen wollen, müssten sehr große Ressourcen aufbringen. Kritisch wird es an der Schnittstelle zwischen der analogen und digitalen Welt: der initialen Identifikation. Für die meisten Online-Dienste brauchen Nutzer lediglich eine E-Mail-Adresse, um sich zu registrieren. Diese ist frei wählbar – hier werden die meisten besonders kreativ – und lässt in der Regel keine Rückschlüsse auf die Identität des Nutzers zu. So reicht diese Methode für die Erstellung einer digitalen Identität nicht aus. Deshalb muss zwangsläufig ein vertrauenswürdiges Identifikationsverfahren implementiert werden – wie zum Beispiel über die Online-Ausweisfunktion des deutschen Personalausweises, eine Video- oder sogenannte Bank-Identifikation.

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