Vertiv plant die Übernahme des italienischen Wärmetechnik-Spezialisten ThermoKey. Ziel ist der Ausbau des Portfolios für thermisches Management in Rechenzentren und KI-Infrastrukturen.

Foto: Vertiv
Der Infrastrukturanbieter Vertiv hat eine Vereinbarung zur Übernahme von ThermoKey S.p.A. unterzeichnet. Mit der geplanten Transaktion will das Unternehmen sein Angebot im Bereich Wärmeabfuhr und Wärmeaustausch erweitern. Im Fokus stehen dabei insbesondere Anwendungen in KI-Rechenzentren und hochdichten IT-Umgebungen, in denen Kühlung und Energieeffizienz zunehmend an Bedeutung gewinnen.
ThermoKey ist ein italienischer Anbieter von Wärmeabfuhr- und Wärmeaustauschtechnologien mit langjährigen Beziehungen zu OEMs und Systemintegratoren. Das Unternehmen verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Kühllösungen für Rechenzentren und industrielle Anwendungen.
Durch die Übernahme soll das Portfolio von Vertiv um Technologien wie Trockenkühler, mikrokanalbasierte Wärmetauscher, luftgekühlte Kondensatoren und Flüssigkeitskühlsysteme ergänzt werden. Ziel ist es, Kunden entlang der gesamten thermischen Kette mehr Flexibilität bei der Auslegung von Kühllösungen zu bieten – insbesondere im Hinblick auf steigende Leistungsdichten und den Energiebedarf moderner Rechenzentren.
Zudem sollen die Fertigungskapazitäten in der EMEA-Region erweitert und die Integration von thermischen Systemen auf Infrastrukturebene verbessert werden.
Vertiv verfolgt mit der Übernahme das Ziel, seine Strategie einer konvergierten physischen Infrastruktur weiter auszubauen. Dabei geht es um die enge Verzahnung von Stromversorgung, Kühlung und IT-Systemen innerhalb von Rechenzentren.
Die Technologien von ThermoKey sollen dazu beitragen, sowohl Luft- als auch Flüssigkeitskühlung besser in integrierte Gesamtsysteme einzubinden. Gleichzeitig wird erwartet, dass die zusätzlichen Produktionskapazitäten die steigende Nachfrage nach Lösungen für Hochleistungs- und KI-Rechenzentren unterstützen.
Für Kunden ergeben sich daraus unter anderem erweiterte Optionen bei der Optimierung von Energieeffizienz, Wärmeabfuhr und Skalierbarkeit von Infrastrukturen. Auch der Zugang zu fortschrittlichen Kühllösungen in der EMEA-Region soll verbessert werden.
Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden.