Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Wie das Haus des Meeres mit IoT datenbasierte Entscheidungen trifft 11. 12. 2025
Das Haus des Meeres in Wien erweitert seine langjährige Zusammenarbeit mit A1 um zwei IoT-Services, die sowohl das Energiemanagement als auch die Steuerung von Besucherströmen verbessern sollen. „Energy Insight“ und „Location Insights“ liefern dafür detaillierte Daten, die laut Betreiber und A1 neue Transparenz und Effizienz im laufenden Betrieb schaffen.
Was Österreichs Internetnutzer:innen 2025 von digitalen Services verlangen 11. 12. 2025
Der aktuelle Internet-Kompass des Hosting-Anbieters world4you liefert umfangreiche Einblicke in das digitale Nutzungsverhalten in Österreich. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie stark internetfähige Geräte den Alltag prägen, welche Anforderungen Nutzer:innen an moderne Websites stellen und welche Bedeutung Datenschutz sowie europäische Serverstandorte für das Vertrauen in digitale Angebote haben.
SUSE und evroc formieren strategische Partnerschaft für ein souveränes europäisches Cloud-Ökosystem 10. 12. 2025
Mit einer neuen Kooperation wollen SUSE und evroc zentrale Bausteine für eine europäische Cloud-Infrastruktur liefern. Die Zusammenarbeit orientiert sich an der EuroStack-Initiative und soll eine sichere, interoperable Umgebung für unternehmenskritische Workloads schaffen.
Infineon als „Outstanding EMEA Semiconductor Company“ geehrt 10. 12. 2025
Die Global Semiconductor Association (GSA) hat Infineon in der Kategorie „Outstanding EMEA Semiconductor Company“ ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt die technologische und strategische Entwicklung des Unternehmens sowie dessen Rolle im europäischen und globalen Halbleitermarkt.
Neue Gütesiegel sollen Vertrauen in europäische Software stärken 09. 12. 2025
Auf dem DIGITAL SME Summit in Brüssel wurden die neuen Siegel „Software Made in Europe“ und „Software Hosted in Europe“ vorgestellt. Sie sollen Softwarehersteller auszeichnen, die strikte europäische Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und Qualität erfüllen.
Proofpoint schließt Übernahme von Hornetsecurity ab und stärkt Channel-Fokus in Europa 09. 12. 2025
Proofpoint hat den Kauf des paneuropäischen Microsoft-365-Security-Spezialisten Hornetsecurity offiziell abgeschlossen. Mit der Akquisition im Wert von 1,8 Milliarden US-Dollar verfolgt das Unternehmen eine Strategie, die den Schutz von Mitarbeitenden, Daten und KI-gestützten Assistenzsystemen ausweiten und zugleich die Position im MSP-Channel stärken soll.
Veeam und HPE präsentieren neue Integrationen für Datensicherheit in Hybrid-Cloud-Umgebungen 08. 12. 2025
Veeam und HPE haben auf ihrer Partnerschaft aus dem Frühjahr 2025 aufgebaut und neue integrierte Lösungen vorgestellt, die Unternehmen eine vereinfachte und widerstandsfähigere Datensicherung ermöglichen sollen. Die Ankündigungen betreffen Virtualisierungs-, Container- und Private-Cloud-Umgebungen ebenso wie Speicherinfrastrukturen und neue gemeinsame Beratungsangebote.
Österreichs Mittelstand beschleunigt Digitalisierung: Zwei von drei Unternehmen nutzen bereits KI 05. 12. 2025
Die neue Digitalisierungsstudie 2025 von Drei und marketmind bestätigt einen markanten Technologieschub im österreichischen Mittelstand. KI, Cloud und IoT gewinnen rasant an Bedeutung – zugleich bestehen Lücken bei Strategien, Cyber-Security und Rahmenbedingungen.
Proton Sheets: End-to-End-verschlüsselte Tabellen für Unternehmen 04. 12. 2025
Proton integriert mit „Proton Sheets“ erstmals ein Tabellenkalkulationswerkzeug in seine Cloud-Lösung Proton Drive. Der Dienst soll Organisationen eine kollaborative Alternative zu gängigen Big-Tech-Tools bieten – mit vollständiger End-to-End-Verschlüsselung und Datenhaltung nach Schweizer Datenschutzrecht.
CONVOTIS und ONTEC AI bündeln Kräfte für datenschutzkonforme und integrierte KI-Anwendungen 04. 12. 2025
Mit einer strategischen Allianz wollen CONVOTIS und ONTEC AI Unternehmen den Zugang zu anpassbaren, datenschutzkonformen KI-Systemen erleichtern. Die Kooperation verbindet eine API-first-Plattform für Wissens- und Datenmanagement mit langjähriger Integrations- und Beratungserfahrung – mit Fokus auf europäische Datenhoheit und praxisnahe Einbettung in bestehende Geschäftsprozesse.
Zukunftstechnologie zwischen Hype und Realität am BE-terna Digital Summit 2025 03. 12. 2025
Mehr als 100 Teilnehmende diskutierten beim neuen Digital Summit von BE-terna in München über die tatsächliche Relevanz aktueller Technologietrends. Im Mittelpunkt standen die Frage nach der realen Wirkung von KI, das Spannungsfeld zwischen Hype und Umsetzung sowie konkrete Einsatzszenarien für Agentic AI.
Tieto erhält Microsoft „Partner of the Year Visionary Award 2025“ für Innovationsprojekt mit EVN 03. 12. 2025
Bei der Microsoft Partner Award-Gala im Wiener Palais Ferstel wurde Tieto für ein datenbasiertes Transformationsprojekt mit dem Energieversorger EVN geehrt. Der „Visionary Award 2025“ in der Kategorie „Innovation“ würdigt ein unternehmensweites Data-Lakehouse, das die Grundlage für moderne Energie- und Reportingprozesse schaffen soll.
Ricoh präsentiert neue nachhaltige A3 MFP-Serie zur Unterstützung der Circular Economy 02. 12. 2025
Mit der IM-Cxx01CE-Serie präsentiert Ricoh drei neue A3-Farb-Multifunktionsgeräte, die im Sinne der Circular Economy entwickelt wurden. Die Modelle IM C2501CE, IM C3501CE und IM C5501CE kombinieren einen deutlich reduzierten CO₂-Fußabdruck, hohe Energieeffizienz und moderne Sicherheitsfunktionen.
Wie Inflation das Einkaufsverhalten verändert – und warum Generationen unterschiedlich reagieren 02. 12. 2025
Eine aktuelle, repräsentative Studie von Shopfully und marketagent beleuchtet, wie stark die Inflation das Konsumverhalten in Österreich beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Generationen – vom Griff zu Rabatten bis hin zur Bereitschaft, auf bestimmte Produkte zu verzichten.
AWS erweitert KI-Partnerprogramm um Agentic-AI-Kategorien und veröffentlicht neue Daten zum Partnerökosystem 02. 12. 2025
Im Vorfeld der AWS re:Invent 2025 hat Amazon Web Services drei neue Agentic-AI-Kategorien für sein KI-Kompetenzprogramm vorgestellt. Begleitend dazu legt eine neue Omdia-Studie dar, wie stark Partnerunternehmen vom AWS-Ökosystem profitieren. Auch technische Integrationen – etwa von Deepgram – sollen Unternehmen beim Aufbau produktiver KI-Anwendungen unterstützen.
Samsung beruft Dario Casari zum Präsidenten für Österreich und Schweiz 01. 12. 2025
Dario Casari übernimmt die Geschäftsführung von Samsung Electronics Österreich und Schweiz. Der langjährige Manager folgt auf Trevor Lee und verantwortet zusätzlich weiterhin das Mobile Business beider Länder.
A1 führt „Business Internet Secure“ für einfache DNS-Absicherung ein 28. 11. 2025
Mit „A1 Business Internet Secure“ stellt A1 ein Paket vor, das klassischen Internetzugang mit DNS-basierter Sicherheitsfilterung kombiniert. Die Lösung richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen und setzt vollständig auf eine innerhalb der EU betriebene Infrastruktur.
Tietoevry firmiert künftig als „Tieto“ – Konzern richtet Markenarchitektur und Consulting-Geschäft neu aus 27. 11. 2025
Der Technologiedienstleister Tietoevry tritt künftig unter dem Namen „Tieto“ auf. Damit verbindet das Unternehmen seine nordischen Wurzeln mit einer klaren Fokussierung auf vereinfachte Markenführung, internationale Expansion und ein gestärktes Consulting-Geschäft. Für den zentral­europäischen Markt übernimmt Robert Kaup die Leitung von Tieto Tech Consulting Central Europe.
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Internet of Behaviors (IoB)

Von der Vernetzung zur Verhaltenssteuerung: Wie das IoB unsere Entscheidungen beeinflusst

Das Internet of Behaviors (IoB) entwickelt sich rasant zur nächsten großen Herausforderung in der digitalen Welt. Aufbauend auf den Grundlagen des Internet of Things (IoT) sammelt und analysiert das IoB umfassend Daten über unser Verhalten, um Vorhersagen zu treffen und Entscheidungen zu beeinflussen. ExpressVPN, darauf spezialisiert Nutzerdaten im Internet zu schützen, erörtert die Auswirkungen von zunehmender technischer Analysemöglichkeiten auf die Privatsphäre.

Foto: ExpressVPN Lauren Hendry Parsons, Privacy Advocate bei ExpressVPN IoT legt vor, IoB zieht nach

Das Internet der Dinge hat die Art und Weise, wie wir mit Technologie interagieren, revolutioniert: Smarte Thermostate regeln unsere Raumtemperatur, Fitness-Tracker überwachen unsere Gesundheit, und Shopping-Apps erleichtern das Einkaufen. Das Internet of Behaviors geht jedoch noch weiter, indem es diese Daten mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) und Verhaltenswissenschaften analysiert, um individuelle Muster zu erkennen und gezielt darauf zu reagieren.

Social-Media-Plattformen wie Instagram oder TikTok sind Vorreiter des IoB. Sie analysieren Klick- und Scrollverhalten, um Inhalte anzubieten, die Interessen und Ansichten widerspiegeln. Das Risiko dabei: Die Bildung von Echokammern, die die Wahrnehmung von Realität verzerren. Auch Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Prime nutzen diese Technologien, um Sehgewohnheiten zu analysieren und Empfehlungen anzupassen. Selbst Wearables können durch die Weitergabe von Gesundheitsdaten an Versicherungen eine Basis für Prämienanpassungen schaffen.

Wo endet Komfort, wo beginnt Manipulation?

Das IoB verspricht personalisierte Erlebnisse, birgt aber erhebliche ethische und datenschutzrechtliche Herausforderungen. Die Grenze zwischen Personalisierung und Manipulation verschwimmt zunehmend, da IoB-Technologien weitreichende Informationen wie Standortdaten, Gesichtsausdrücke oder Interaktionen erfassen. Diese sensiblen Daten werden in großen Datenbanken gespeichert und können Ziel von Sicherheitslücken oder Missbrauch werden.

Ein Beispiel für die Risiken ist der Cambridge-Analytica-Skandal, bei dem Daten von Millionen Facebook-Nutzern ohne Zustimmung gesammelt und genutzt wurden, um politische Kampagnen zu beeinflussen. „Ohne geeignete Schutzmaßnahmen bleibt die Gefahr real, dass sensible Verhaltensdaten für Manipulationszwecke missbraucht werden“, warnen Experten.

Kontrolle über Gedanken und Weltanschauungen?

Die potenzielle Gefahr des IoB liegt nicht nur in der Beeinflussung von Kaufentscheidungen, sondern auch in der subtilen Steuerung von Meinungen und Überzeugungen. Unternehmen und Regierungen könnten gezielt Narrative fördern, indem sie spezifische Inhalte verstärken und alternative Perspektiven ausblenden. Dies könnte langfristig zu einer Beeinflussung gesellschaftlicher Einstellungen zu Themen wie Politik, Gesundheit oder sozialen Fragen führen.

Strategien zum Schutz vor IoB-Tracking

Trotz der allgegenwärtigen Bedrohung gibt es Möglichkeiten, die eigene Privatsphäre zu schützen und den Zugriff auf persönliche Daten einzuschränken:

  1. Datenschutzeinstellungen prüfen: Anpassen von Geräte- und App-Berechtigungen, um unnötiges Tracking zu minimieren.

  2. Tracking-Berechtigungen minimieren: Unnötige App-Berechtigungen deaktivieren.

  3. Datenschutz-Tools nutzen: VPN-Dienste wie ExpressVPN verschleiern die IP-Adresse, während Browser wie DuckDuckGo oder Brave das Tracking erschweren.

  4. Bewusstes Teilen: Persönliche Daten sparsam und nur bei Bedarf online preisgeben.

  5. Datenschutzrichtlinien lesen: Vor der Nutzung neuer Apps sollte geprüft werden, wie Daten verarbeitet werden.

  6. Digitalen Fußabdruck bereinigen: Regelmäßig ungenutzte Konten löschen und alte Daten entfernen.

Die Abwägung zwischen Komfort und Kontrolle

Lauren Hendry Parsons, Privacy Advocate bei ExpressVPN, erklärt: „Das Internet of Behaviors macht das Leben mit personalisierten Serienempfehlungen oder Blitzangeboten bequemer. Doch dieser Komfort geht oft auf Kosten der Privatsphäre und Autonomie. Je mehr wir vernetzt sind, desto stärker schwankt das Gleichgewicht zwischen Bequemlichkeit und Kontrolle.“

Parsons betont, dass es letztlich auf eine bewusste Abwägung ankommt: „Wir sollten uns alle darüber im Klaren sein, wie das IoB unsere Daten erhebt und ob wir wirklich bereit sind, unsere Entscheidungen von Algorithmen beeinflussen zu lassen. Die Vorteile der Personalisierung können genossen werden, doch es bleibt wichtig, kritisch zu hinterfragen, ob der Komfort den Preis der Privatsphäre wert ist.“

Das IoB birgt ohne Zweifel enormes Potenzial, erfordert jedoch klare Grenzen und Regulierung, um einen Missbrauch von sensiblen Verhaltensdaten zu verhindern. Unternehmen und Konsumenten sollten sich der Risiken bewusst sein, um eine Balance zwischen technologischem Fortschritt und Privatsphärenschutz zu finden.

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