Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Social-Engineering-Angriffe nehmen macOS-Nutzer stärker ins Visier 16. 03. 2026
Neue Analysen von Sophos zeigen eine deutliche Zunahme von ClickFix- und Infostealer-Kampagnen gegen macOS. Besonders Social Engineering und neue Angriffstechniken rund um generative KI erweitern das Bedrohungsszenario für Apple-Systeme.
AWS European Sovereign Cloud erreicht SOC 2, C5 und sieben ISO-Zertifizierungen 13. 03. 2026
Zwei Monate nach dem Start meldet die AWS European Sovereign Cloud einen ersten wichtigen Compliance-Meilenstein: Neben einer SOC 2-Zertifizierung wurden ein C5-Type-1-Testat des BSI sowie sieben ISO-Zertifizierungen erreicht. Damit adressiert das Angebot die hohen regulatorischen Anforderungen europäischer Behörden und Unternehmen beim Umgang mit sensiblen Daten.
Panasonic präsentiert robustes Notebook TOUGHBOOK 56 für den mobilen Außeneinsatz 13. 03. 2026
Panasonic bringt mit dem TOUGHBOOK 56 eine neue Generation robuster Notebooks für mobile Mitarbeitende auf den Markt. Das Gerät soll insbesondere durch verbesserte Konnektivität, Edge-AI-Leistung und ergonomische Funktionen für den Außeneinsatz in Branchen wie Verteidigung, Versorgungswirtschaft oder Automotive entwickelt worden sein.
insideAx und insideNAV bündeln Kompetenzen 13. 03. 2026
Mit einem Management Buyout stellt sich die inside-Gruppe organisatorisch neu auf. Die Unternehmen insideAx und insideNAV wurden zusammengeführt, um ihr Portfolio rund um ERP- und Digitalisierungslösungen zu bündeln.
Forschungsprojekt zu Cloud-Interoperabilität in Energiesystemen 13. 03. 2026
Die PSI Software arbeitet im Verbundprojekt CloudEnerChain an cloudbasierten Mehrwertdiensten und an der sicheren Integration von Cloud- und IoT-Technologien in Leit­systeme für Energiesysteme. Das Projekt untersucht dafür sichere Kommunikationsstrukturen zwischen Feldgeräten, Cloud-Plattformen und Leit­systemen.
Security braucht Entscheidungen – nicht noch mehr Alarme 12. 03. 2026
Die Zahl der Security-Alerts steigt kontinuierlich, doch mehr Warnmeldungen bedeuten nicht automatisch mehr Sicherheit. Im Leader Cockpit analysieret Maik Höhne vom Sicherheitsanbieter Arctic Wolf, warum Unternehmen heute vor allem bessere Entscheidungen statt zusätzlicher Alarme brauchen – und welche Rolle klare Verantwortlichkeiten, Priorisierung und strategisches Security-Management dabei spielen.
Doris Lippert wird neue Geschäftsführerin von Cloudflight Österreich 12. 03. 2026
Der IT-Dienstleister Cloudflight stellt seine Führung neu auf: Mit 1. April 2026 übernimmt Doris Lippert die Geschäftsführung der Österreich-Tochter. Parallel dazu setzt das Unternehmen strategisch verstärkt auf den Wandel zu einem integrierten, KI-first Technologiepartner.
Zendesk plant Übernahme von Forethought und setzt auf selbstlernende KI-Agenten im Kundenservice 11. 03. 2026
Zendesk will seine Resolution-Plattform durch die geplante Übernahme des KI-Spezialisten Forethought erweitern. Ziel ist der Ausbau autonomer KI-Agenten, die Serviceprozesse zunehmend selbstständig ausführen und weiterentwickeln können. Das Unternehmen erwartet bereits in diesem Jahr einen grundlegenden Wandel im Kundenservice: KI-Systeme könnten mehr Interaktionen bearbeiten als menschliche Servicekräfte.
NIS2: Österreichs Unternehmen kennen die Richtlinie – bei der Umsetzung gibt es jedoch großen Nachholbedarf 10. 03. 2026
Eine aktuelle Studie zeigt ein ambivalentes Bild bei der Vorbereitung österreichischer Unternehmen auf die EU-Cybersicherheitsrichtlinie NIS2. Zwar ist die Richtlinie den meisten Organisationen bekannt, doch bei der praktischen Umsetzung und bei der Einschätzung der eigenen Betroffenheit bestehen weiterhin erhebliche Unsicherheiten.
Ausbau von MareNostrum 5 soll KI-Entwicklung in Europa stärken 10. 03. 2026
Fsas Technologies und Telefónica wurden von EuroHPC JU mit der Erweiterung des Supercomputers MareNostrum 5 am Barcelona Supercomputing Center beauftragt. Die neue Infrastruktur soll europäischen Start-ups, Scale-ups und KMU mehr Rechenkapazitäten für KI-Projekte bereitstellen und damit die technologische Wettbewerbsfähigkeit Europas stärken.
KMU wollen KI – aber sie brauchen Partner, die sie greifbar machen 09. 03. 2026
Künstliche Intelligenz ist längst auch im Mittelstand angekommen – doch zwischen Interesse und konkreter Umsetzung liegt oft noch ein weiter Weg. Im Interview spricht Naemi Benz, Partner Ecosystem Leader DACH bei IBM, darüber, warum KMU praxisnahe Partner brauchen, wie KI-Projekte erfolgreich gestartet werden können und welche Rolle Vertrauen und Verständlichkeit dabei spielen.
Ein Molekül mit Halb-Möbius-Topologie: Quantencomputer helfen bei der Analyse einer neuen elektronischen Struktur 09. 03. 2026
Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von IBM sowie mehreren europäischen Universitäten hat ein bislang unbekanntes Molekül erzeugt und untersucht. Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Science, beschreibt erstmals die experimentelle Beobachtung einer elektronischen Halb-Möbius-Topologie in einem einzelnen Molekül. Quantencomputing spielte dabei eine zentrale Rolle bei der Analyse der elektronischen Struktur.
FC Bayern setzt mit RISE with SAP auf strategische Cloud-Offensive 09. 03. 2026
SAP und der FC Bayern intensivieren ihre langjährige Technologie-Partnerschaft: Der Rekordmeister hat seine zentrale IT‑Landschaft vollständig in die Cloud überführt mit RISE with SAP als strategischem Fundament für die digitale Zukunft des Clubs. Mit der neuen Cloud-Umgebung sichert sich der FC Bayern bedarfsgerechte Skalierbarkeit für hohe Auslastung an Spieltagen, einheitliche Sicherheitsstandards, vereinfachte IT‑Betriebsprozesse und ein klar planbares Kostenmodell.
All for One übernimmt SAP-Procurement-Spezialisten apsolut 06. 03. 2026
Die All for One Group SE hat Anfang März 2026 sämtliche Anteile an der apsolut Group übernommen. Mit dem Erwerb des auf SAP Procurement spezialisierten Beratungsunternehmens baut der IT- und Consultinganbieter seine internationale Lieferfähigkeit aus und stärkt seine Position im SAP-Ökosystem.
CrowdStrike und Schwarz Digits bringen Cybersecurity-Plattform in die STACKIT-Cloud 05. 03. 2026
CrowdStrike und Schwarz Digits haben eine langfristige strategische Partnerschaft angekündigt. Die CrowdStrike Falcon-Plattform wird künftig über die souveräne Cloud-Infrastruktur STACKIT bereitgestellt und soll europäischen Unternehmen sowie öffentlichen Institutionen Cyberschutz bei gleichzeitiger Wahrung der Datenhoheit ermöglichen.
Tieto und osapiens kooperieren bei Digitalisierung und Compliance 04. 03. 2026
Der IT-Dienstleister Tieto und der Softwareanbieter osapiens haben eine Partnerschaft geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Unternehmen bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen sowie bei der digitalen Transformation zu unterstützen.
Rainer Steinlesberger übernimmt Geschäftsführung von Zühlke Österreich 04. 03. 2026
Der Technologieberater und -entwickler Zühlke hat Rainer Steinlesberger zum CEO von Zühlke Österreich ernannt. Der 45-jährige Manager, der seit rund 20 Jahren in internationalen Technologieunternehmen in Management- und C-Level-Funktionen tätig ist, hat die Position mit 1. März übernommen.
tokeneurope.ai startet als europäische LLM-Plattform 03. 03. 2026
Mit tokeneurope.ai nehmen FiveSquare und eww ITandTEL eine europäische „LLM as a Service“-Plattform in Betrieb. Ziel ist es, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen den Einsatz moderner Large Language Models auf vollständig europäischer Infrastruktur zu ermöglichen – mit Rechenzentrumsstandorten in Österreich und klarem Fokus auf Datensouveränität.
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Strategische IT-Pläne von KMUs stoßen oft auf operative Grenzen

Wie KMUs bei IT-Strategien ambitioniert planen und operativ zurückfallen

Ein globaler Benchmark-Report zeigt: Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland verfolgen ambitionierte IT-Ziele, kämpfen aber mit fragmentierten Systemen, Fachkräftemangel und Sicherheitsbedenken. Integrierte Lösungen und KI sollen Abhilfe schaffen – doch der Weg dahin ist steinig.

Foto: EasyVista Keith Andes, Head of Product Marketing bei EasyVista Foto: OTRS Andreas Bender, Senior VP Business Transformation und Innovation bei OTRS Zwar beschreiben viele deutsche KMU ihr IT-Service-Management als strukturiert und strategisch ausgerichtet, doch die tatsächliche Umsetzung zeigt ein anderes Bild. Einfache Ticketsysteme, Excel-Tabellen zur Verwaltung von IT-Assets und geringe Investitionsbereitschaft in moderne Tools verdeutlichen die Kluft zwischen Anspruch und Realität. Die Studie „The State of SMB IT for 2026“ von EasyVista und OTRS  belegt: Der Wille zur IT-Transformation ist da – doch an der Umsetzung hapert es.

Strategisch denken, operativ stagnieren

Auf dem Papier wirken deutsche KMU reif für die digitale Zukunft: 20 Prozent bezeichnen ihre ITSM-Strukturen als voll ausgereift und proaktiv, mehr als die Hälfte (56 Prozent) als gut strukturiert. Damit liegen sie deutlich über dem globalen Schnitt. Auch die strategische Rolle von ITSM wird erkannt – 53 Prozent sehen darin eine Möglichkeit, Effizienz und Geschäftserfolg zu steigern.

Doch die operative Realität spricht eine andere Sprache. 43 Prozent arbeiten mit einfachen Ticketsystemen, weitere 10 Prozent verwalten IT-Anfragen sogar ganz ohne technisches System – deutlich mehr als im internationalen Vergleich. Beim IT Asset Management (ITAM) nutzen 63 Prozent lediglich einfache Tools oder Tabellenblätter. Die Integration von ITSM, ITAM und Monitoring erfolgt bei 71 Prozent manuell.

„KMU verstehen längst, dass ITSM und ITAM nicht mehr nur Hintergrundprozesse sind – sie sind zentral für den Geschäftserfolg“, sagt Keith Andes, Head of Product Marketing bei EasyVista. „Unsere Daten zeigen aber auch: Zu viele Teams stecken in fragmentierten, veralteten Systemen fest, die sie ausbremsen und Risiken erhöhen. Was sie brauchen, sind bezahlbare, einfach integrierbare Lösungen mit Automatisierung und KI im Kern. So kann IT mehr leisten und das Unternehmen voranbringen.“

Sicherheitsdenken dominiert die Investitionsstrategie

Statt in moderne Tools zur Steigerung der Mitarbeiterproduktivität oder ins IT-Asset-Reporting zu investieren, liegt der Fokus deutscher KMU auf IT-Sicherheit. 53 Prozent nennen sie als höchste Priorität – weltweit sind es nur 41 Prozent.

Dabei ist Datenschutz nicht nur ein Thema für die Unternehmensführung, sondern beeinflusst auch technologische Entscheidungen: 30 Prozent sehen Sicherheitsbedenken als größtes Hindernis beim Einsatz generativer KI im IT-Betrieb. Das entspricht einem deutlich höheren Anteil als im globalen Schnitt (19 Prozent).

Auch in der täglichen IT-Service-Bereitstellung spielt Sicherheit eine zentrale Rolle: 38 Prozent nennen die Einhaltung von Compliance und Sicherheitsstandards als eine der größten Herausforderungen – nahezu identisch mit dem globalen Durchschnitt.

Fachkräftemangel als zentrale Herausforderung

Die größte Hürde für ein effektives ITSM bleibt jedoch der Mangel an qualifiziertem IT-Personal. 48 Prozent der deutschen Unternehmen nennen dies als eines ihrer drei größten Probleme.

Ein Lösungsansatz: der gezielte Einsatz von künstlicher Intelligenz. Drei Viertel der Befragten sehen KI als entscheidenden Erfolgsfaktor für ITSM. 43 Prozent wollen innerhalb eines Jahres entsprechende Tools einführen, 36 Prozent planen eine stärkere Automatisierung ihrer IT-Workflows. Zudem setzen viele auf Schulung und Weiterbildung: 58 Prozent halten diese für den wichtigsten Hebel zur Verbesserung ihrer ITSM-Praxis.

„Da IT-Systeme für die Geschäftsabläufe immer wichtiger werden, riskieren KMU, den Anschluss an größere Wettbewerber zu verlieren, wenn sie nicht effektiv modernisieren“, warnt Andreas Bender, Senior VP Business Transformation und Innovation bei OTRS. „Um den Wandel von reaktivem zu proaktivem ITSM zu vollziehen, müssen Führungskräfte klare Prioritäten setzen, Prozesse standardisieren und ihre Teams mit den richtigen Technologien und Schulungen ausstatten. Proaktives ITSM ist keine rein technische Veränder – es ist eine strategisch getriebene Transformation.“

Schrittweise Transformation durch KI und Automatisierung

Bereits 86 Prozent nutzen KI in irgendeiner Form – jedoch überwiegend gezielt und projektbasiert. Die häufigsten Anwendungsbereiche sind die Analyse von IT-Trends (39 Prozent), das Vorhersagen von Vorfällen (37 Prozent), Prozessverbesserung (32 Prozent) und die Automatisierung repetitiver Aufgaben (29 Prozent).

Die größten Hindernisse bei der Umsetzung von GenKI bleiben neben Sicherheitsbedenken die Kosten (22 Prozent) und Integrationsprobleme (16 Prozent). Auch allgemein stellen Budgetbeschränkungen mit 36 Prozent eine der drei größten Herausforderungen bei der IT-Service-Bereitstellung dar.

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