NetApp und Red Hat intensivieren ihre Zusammenarbeit, um Unternehmen beim Umbau ihrer IT-Landschaften zu unterstützen. Grundlage dafür ist die engere Verzahnung von Red Hat OpenShift Virtualization mit NetApp-Technologien – sowohl in lokalen Rechenzentren als auch in Public Clouds. Eine Reihe neuer Integrationen soll die Migration, Modernisierung und Verwaltung von Workloads vereinfachen.
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Dallas Olson, Chief Commercial Officer bei NetApp
Die jüngst angekündigte Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen NetApp und Red Hat zielt darauf ab, zentrale Hemmnisse bei der Modernisierung von IT-Umgebungen zu reduzieren. Beide Unternehmen setzen dafür stärker auf die Technologien des jeweils anderen: NetApp betreibt seine Entwicklungs- und Testumgebungen künftig auf Red Hat OpenShift Virtualization, während Red Hat wiederum auf NetApps Dateninfrastruktur – insbesondere ONTAP – baut. Der Ansatz orientiert sich an konsistenten Hybrid-Cloud-Architekturen, die virtuelle Maschinen und Container gleichermaßen adressieren.
„Während NetApp mit einfachen, skalierbaren und leistungsstarken Tools den Erfolg von Unternehmen fördert, können wir durch Red Hat OpenShift Virtualization unseren Kunden schneller einen Mehrwert bieten“, erläutert NetApp-CCO Dallas Olson. Die Plattform habe sich im gemeinsamen Kundeneinsatz bewährt, so Olson weiter: „Als langjähriger Partner von Red Hat sehen wir, welche Ergebnisse die Plattform für gemeinsame Kunden erzielt. Wir freuen uns darauf, sie als zukunftsfähige Grundlage für unsere eigenen Abläufe zu nutzen.“
Ein zentrales Element der Partnerschaft ist der beidseitige Einsatz der Technologien im operativen Betrieb. NetApp nutzt OpenShift Virtualization, das in allen Editionen von Red Hat OpenShift integriert ist, um Entwicklungsprozesse zu beschleunigen. Die Virtualisierungsfunktion ermöglicht laut Pressemeldung eine schnellere Bereitstellung, geringere Komplexität und höhere Agilität, was für NetApp vor allem Vorteile bei der Skalierung zukünftiger Anforderungen bringen soll.
Umgekehrt setzt Red Hat im eigenen IT- und Entwicklungsbetrieb auf NetApp ONTAP. Die Lösung soll die schnelle Bereitstellung von Speicher für OpenShift-Workloads unterstützen, integrierte Sicherheitsfunktionen bereitstellen und das plattformübergreifende Workload-Management erleichtern – sowohl on-premises als auch in Public Clouds.
Red-Hat-Manager Mike Barrett betont die Bedeutung einer konsistenten Infrastruktur: Unternehmen bräuchten eine Cloud-native Basis mit sicherem und effizienten Storage, um Anwendungen „effektiv zu entwickeln, zu modernisieren und in großem Maßstab bereitzustellen“. Durch die Kombination aus OpenShift Virtualization und NetApp könne man diese Anforderungen adressieren.
NetApp und Red Hat arbeiten zudem an besseren Migrationspfaden für bestehende VM-basierte Umgebungen. Dazu gehören die Integration von NetApp Trident und Trident Protect in OpenShift Virtualization sowie gemeinsame Projekte mit Kunden wie Advent One. Deren CTO Talor Holloway verweist auf Vorteile im Datenschutz und bei Wiederherstellungszeiten, die durch den Einsatz von NetApp All-Flash-Systemen und Trident entstanden seien.
Für NetApp-Manager Olson ist der Kurs klar: Die enge Partnerschaft mit Red Hat soll nicht nur bestehenden Kunden zugutekommen, sondern auch die eigene Produktentwicklung beschleunigen. „Durch Red Hat OpenShift Virtualization können wir unseren Kunden schneller einen Mehrwert bieten“, so Olson. Die Zusammenarbeit diene als Basis für den weiteren Ausbau der eigenen Datenservices – und für skalierbare Hybrid-Cloud-Modelle, die sowohl VM- als auch Container-Workloads berücksichtigen.