Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Xerox und Lexmark stellen einheitliches Retail-Portfolio vor 16. 01. 2026
Xerox hat gemeinsam mit Lexmark auf der NRF 2026: Retail’s Big Show erstmals ein integriertes Technologieportfolio für den Einzelhandel präsentiert. Der Schritt markiert laut Unternehmen einen Meilenstein nach dem Zusammenschluss 2025 und soll zentrale Retail-Prozesse von der Zentrale über die Lieferkette bis zur Verkaufsfläche verbinden.
Felbermayr setzt auf "RISE with SAP" und wechselt in die Private Cloud 15. 01. 2026
Das österreichische Familienunternehmen Felbermayr treibt seine digitale Transformation voran und hat sich für „RISE with SAP“ entschieden. Ziel ist eine skalierbare ERP-Basis in einer Private-Cloud-Umgebung, die Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungen über alle Geschäftsbereiche unterstützen soll.
Trend Micro stellt Trend Vision One in AWS European Sovereign Cloud bereit 15. 01. 2026
Trend Micro macht seine Cybersicherheitsplattform Trend Vision One in der AWS European Sovereign Cloud verfügbar. Zielgruppe sind insbesondere Behörden, Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie stark regulierte Branchen mit hohen Anforderungen an digitale Souveränität und Compliance.
Check Point Research entdeckt cloud-natives Malware-Framework für Linux 15. 01. 2026
Sicherheitsforscher von Check Point Research haben mit VoidLink ein neues Malware-Framework analysiert, das für moderne Linux-basierte Cloud-Umgebungen entwickelt wurde. Im Fokus stehen nicht einzelne Endpunkte, sondern die darunterliegende Infrastruktur – inklusive Container- und Kubernetes-Setups.
Droht 2026 die E-Mail-Krise? Cyberkriminelle Angriffswelle ungeahnten Ausmaßes erwartet 14. 01. 2026
E-Mail ist das Rückgrat der Unternehmenskommunikation – und genau deshalb bleibt sie der bevorzugte Angriffsvektor. 2026 trifft eine neue Angriffsgeneration auf Unternehmen: KI-gestützte Phishing-Mails sind nicht mehr massenhaft, sondern hochgradig personalisiert und in Echtzeit optimiert. Parallel steigt der Druck durch Regulatorik und digitale Souveränität. In diesem Gastkommentar beleuchtet Günter Esch, Geschäftsführer der SEPPmail – Deutschland, warum gerade bei der E-Mail-Sicherheit jetzt KI-resilient für die Zukunftsfähigkeit essentiell ist.
ByteSource wird Teil der Communardo Group 14. 01. 2026
Der österreichische IT-Dienstleister ByteSource schließt sich der Communardo Group an. Für Kunden sollen damit zusätzliche Expertenteams sowie neue Betriebs- und Service-Modelle verfügbar werden – bei gleichbleibenden Ansprechpartnern. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bundeswettbewerbsbehörde.
KI: Der Herzschlag der neuen digitalen Revolution 14. 01. 2026
Künstliche Intelligenz ist längst mehr als ein Trend – sie verändert Geschäftsmodelle, Prozesse und Wettbewerbsfähigkeit quer durch alle Branchen. Im Leader Cockpit Interview erklärt Peter Hermann, Country Manager Austria bei NetApp, warum Datenqualität und eine moderne Infrastruktur zur zentralen Voraussetzung für erfolgreiche KI-Projekte werden – und weshalb KI jetzt über Produktivität und Marktposition mitentscheidet.
Commvault erweitert Cyberresilienz-Plattform um Privileged Access Management von Delinea 13. 01. 2026
Commvault geht eine Partnerschaft mit Delinea ein und integriert dessen „Secret Server“ in die Commvault Cloud. Ziel ist es, privilegierte Zugangsdaten in Backup- und Restore-Umgebungen besser abzusichern, Auditierbarkeit zu erhöhen und Compliance-Anforderungen zu unterstützen. Die Integration ist ab sofort weltweit für gemeinsame Kunden ohne zusätzliche Kosten verfügbar.
Von Pilotprojekten zu autonomen KI-Systemen 12. 01. 2026
Agentenbasierte KI entwickelt sich rasant von ersten Experimenten hin zu autonomen Systemen, die Prozesse, Organisationen und Kundenerlebnisse grundlegend verändern. Manuela Mohr-Zydek, Country Lead bei Salesforce Österreich, skizziert, wie Unternehmen den Sprung von isolierten Piloten zu skalierbaren KI-Systemen schaffen – und welche drei Grundlagen dabei entscheidend sind.
Snowflake plant Übernahme von Observe 12. 01. 2026
Snowflake hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des Observability-Anbieters Observe unterzeichnet. Ziel ist, Funktionen für IT-Operations und die Auswertung von Telemetriedaten direkt in die Snowflake AI Data Cloud zu integrieren – mit Blick auf den Betrieb komplexer, KI-basierter Anwendungen.
Verstöße gegen Datenrichtlinien bei GenAI-Nutzung mehr als verdoppelt 09. 01. 2026
Laut dem von Netskope Threat Labs veröffentlichten „Cloud and Threat Report 2026“ hat sich die Zahl der Verstöße gegen Datensicherheitsrichtlinien im Zusammenhang mit KI-Anwendungen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Gleichzeitig nimmt die Nutzung von Generativer KI in Unternehmen deutlich zu – und verlagert sensible Daten zunehmend in ungeschützte Kanäle.
Flexera kauft ProsperOps und Chaos Genius und baut FinOps-Angebot aus 09. 01. 2026
Mit der Übernahme von ProsperOps und Chaos Genius erweitert Flexera seine FinOps-Lösung um autonome, KI-gestützte Kostenoptimierung für Public Clouds sowie Daten- und KI-Plattformen. Ziel ist es, über reines Reporting hinaus operative Maßnahmen automatisiert umzusetzen.
BSI zertifiziert EDR-Plattform von HarfangLab erstmals mit BSZ 08. 01. 2026
Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Endpoint Detection and Response-Lösung von HarfangLab mit der Beschleunigten Sicherheitszertifizierung (BSZ) ausgezeichnet. Es ist die erste Zertifizierung dieser Art für ein EDR-Produkt.
Wenn Künstliche Intelligenz zum blinden Fleck wird – und Sicherheit neu definiert werden muss 30. 12. 2025
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Geschäftsprozesse, sondern auch das gesamte Bedrohungsbild in der Cybersecurity. Roman Prinz von Check Point erklärt im aktuellen it&d business Interview, warum KI-basierte Angriffe völlig neue Risiken schaffen, weshalb klassische Sicherheitskonzepte an ihre Grenzen stoßen und wie moderne Ansätze wie Exposure Management und offene Sicherheitsökosysteme Unternehmen helfen, diese blinden Flecken zu schließen.
kabelplus übernimmt Speed Connect und bündelt Glasfaseraktivitäten unter neuer Marke 29. 12. 2025
Mit der Übernahme von Speed Connect erweitert kabelplus seine Glasfaserinfrastruktur in mehreren Bundesländern. Künftig tritt das Unternehmen unter dem Namen fiberplus auf und plant einen schrittweisen Netzausbau ab 2026.
Cyberangriffe erreichen mit Künstlicher Intelligenz eine neue Qualität 22. 12. 2025
Der aktuelle ESET Threat Report H2 2025 beschreibt erstmals eine Ransomware, die Künstliche Intelligenz zur dynamischen Verschleierung einsetzt. Neben dieser neuen Qualität beobachten die Forschenden stark wachsende Betrugs- und Schadsoftwareaktivitäten – vom professionellen Phishing über mobile NFC-Angriffe bis hin zu massiven Verschiebungen im Stealer-Ökosystem.
NTT DATA integriert The Cloud People und stärkt sein Portfolio mit ServiceNow-Spezialisierung 18. 12. 2025
NTT DATA übernimmt The Cloud People Group. Der in Oslo gegründete ServiceNow-Spezialist ergänzt die Business Unit NTT DATA Business Solutions künftig mit mehr als 300 Consultants, 130 aktiven Kunden und einem eigenen AI Center of Excellence. Die neuen Strukturen sollen Wachstum, Stabilität und Servicequalität in Nordeuropa und Mitteleuropa sichern.
Red Hat übernimmt Chatterbox Labs und stärkt sein KI-Portfolio für die Hybrid Cloud 18. 12. 2025
Mit der Akquisition des britischen Spezialisten Chatterbox Labs ergänzt Red Hat sein Angebot um modellunabhängige KI-Sicherheitsfunktionen. Das Unternehmen kündigt den Schritt am 18. Dezember 2025 an – mit dem Ziel, eine umfassende Open-Source-KI-Plattform für produktive Hybrid-Cloud-Umgebungen bereitzustellen.
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Gastbeitrag: Thomas Brandstätter, Head of Custom-made Business Solutions DCCS GmbH

Wie Softwaremodernisierung zum Erfolg führt

Veraltete Software kann Sicherheitsrisiken, Performanceprobleme und hohe Wartungskosten verursachen und das Business limitieren. Moderne Technologien verbessern Skalierbarkeit und Integration, aber auch Effizienz und Benutzerfreundlichkeit. Wie man den Modernisierungsbedarf evaluiert und ein Erneuerungsprojekt anlegt, erklärt Thomas Brandstätter, Head of Custom-made Business Solutions DCCS.

Foto: DCCS Thomas Brandstätter, Head of Custom-made Business Solutions DCCS GmbH Viele Systeme auf Basis von COBOL, Visual Basic oder IBM AS/400 bzw. System i stoßen heute zunehmend an ihre Grenzen - meist nicht aufgrund mangelnder Stabilität oder Performance, sondern wegen technologischer und geschäftlicher Limitierungen. Die fehlende Weiterentwicklungsfähigkeit, eingeschränkte Integration in moderne IT-Landschaften und ein veraltetes Nutzererlebnis erschweren es Unternehmen, auf neue Marktanforderungen zu reagieren, Innovationen umzusetzen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Einige dieser Technologien, wie Visual Basic, sind abgekündigt oder nicht mehr aktiv im Support, was die Wartbarkeit erschwert und Sicherheitsrisiken birgt. Gleichzeitig mangelt es an zeitgemäßer Usability: Die Benutzeroberflächen sind oft wenig intuitiv, schwer anpassbar und nicht für moderne Plattformen wie Web oder mobile Geräte konzipiert.

Der richtige Zeitpunkt

Veraltete Systeme führen zu hohen Betriebskosten, Schwierigkeiten bei der Integration neuer Technologien und beeinträchtigen Geschäftsprozesse, da neue Funktionen nicht implementiert werden können. Mangelnde Kompatibilität führt auch dazu, dass neue Hardware und Betriebssysteme oft nicht mehr von alter Software unterstützt werden. Außerdem gibt es für überholte Software häufig keine Updates mehr, was sie anfällig für Cyberangriffe macht und zu Compliance-Problemen führt. Viele Unternehmen stehen auch vor dem Problem, dass ihnen Personal fehlt, das mit den alten Technologien vertraut ist (die Babyboomer-Generation geht in den Ruhestand), oder an Dokumentation mangelt, die für die Wartung alter Technologien erforderlich ist.

Spätestens wenn die Wartungs- und Betriebskosten stark ansteigen, Ausfallzeiten zunehmen und Sicherheits- oder Compliance-Probleme auftreten, sollten die Alarmglocken läuten. Grundsätzlich gilt: Ist ein System älter als zehn Jahre, sollte eine Modernisierung mit Hilfe eines spezialisierten IT-Dienstleisters evaluiert werden.

Methoden zur Software-Modernisierung

Bei der Modernisierung kommen verschiedene Methoden zum Einsatz: Beim Refactoring wird der Code der Software optimiert, ohne die Kernfunktionen zu verändern, Abläufe und Programmiersprache bleiben gleich. Beim Lift-and-Shift-Ansatz wird die Anwendung in eine neue Umgebung (z.B. Cloud) migriert, ohne dass wesentliche Änderungen am Code vorgenommen werden. Replatforming bezeichnet die Anpassung an eine neue Plattform wie die Cloud. Eine Neuentwicklung der Software ist hingegen sinnvoll, wenn die Architektur grundlegend veraltet ist oder neue Anforderungen bestehen, die mit der vorhandenen Lösung nicht abgedeckt werden können. Hier kommen Methoden wie Rewriting oder Rebuilding zum Einsatz, die eine komplette Ablöse durch eine neue Lösung darstellen – mit einer Umstellung als Big-Bang (zum Stichtag), im Parallelbetrieb oder auch schrittweise nach der Strangler-Methode. Bleibt noch das Replacing, bei dem eine Individuallösung durch Standardsoftware ersetzt wird, ergänzt durch individuelle Anpassungen (hybrider Ansatz), um z.B. spezifische Prozesse, die oftmals mit dem USP eines Unternehmens verknüpft sind, zu erhalten. So können die Stärken einer Standardsoftware optimal genutzt und fehlende Funktionen gezielt ergänzt werden – nach dem Motto „Keep the core clean“. Ob eine Modernisierung oder eine Neuentwicklung vorteilhafter ist, muss je nachAnforderung und Ausgangssituation entschieden werden. Eine detaillierte Analyse inklusive Kosten-Nutzen-Betrachtung hilft dabei.

Cloud für mehr Flexibilität und Skalierbarkeit

Moderne Lösungen und Anwendungen werden zunehmend in der Cloud gehostet oder sind Cloud-ready. Der Betrieb in der Cloud ermöglicht vor allem eine höhere Skalierbarkeit und Flexibilität als On-Premise-Systeme, aber auch eine höhere Performance, da Ressourcen besser ausgelastet und Rechenleistung sowie Speicherplatz nach Bedarf hinzugeschaltetwerden können. Dies kann auch dynamisch geschehen. Der Betrieb in der Cloud hat weitere Vorteile: Zum einen reduziert er den Wartungsaufwand des gehosteten Systems durch Managed Services. Sie unterstützt aber auch Microservices-Architekturen und DevOps-Praktiken. Darüber hinaus verbessert die Cloud die Sicherheit und Verfügbarkeit der Daten, da Cloud-Rechenzentren moderne Infrastrukturen und Sicherheitsdienste nutzen. Aktuelle Technologien wie KI und IoT benötigen hohe Rechenleistung und werden daher überwiegend in der Cloud betrieben.

Vom Software-Assessment zur Implementierung

Jedes Modernisierungsprojekt sollte mit einer Analyse der vorhandenen Software und der Identifizierung kritischer Abhängigkeiten beginnen. Ein Software-Assessment umfasst Zielsetzung, Planung und Vorbereitung, Analyse des Ist-Zustandes sowie Bericht und Handlungsempfehlungen. Die kritische Analyse durch einen spezialisierten IT-Dienstleister hilft, ein umfassendes und detailliertes Bild der Bestandssoftware zu erhalten. Mit den Ergebnissen dieses „Health Checks“ kann dann die passende Modernisierungsstrategie gewählt werden. Dabei ist für den Erfolg essenziell, den Fokus auf die Geschäftsziele zu legen und die Mitarbeiter:innen mit auf die Modernisierungsreise zu nehmen, um Widerstände gegen die neue Software zu vermeiden. Wichtig bei der Umsetzung sind ausreichend dimensionierte Testphasen und eine schrittweise Einführung des neuen Systems, um das Risiko von Fehlern oder Ausfällen zu minimieren. Hilfreich ist dabei die Automatisierung von Tests und Rollouts.

Mit strategischer Planung zum Erfolg

Abhängig vom Umfang der Modernisierung, der Komplexität des bestehenden Systems, der gewählten Modernisierungsmethode und dem Schulungsbedarf des Personals sind ausreichend Zeit und Budget einzuplanen. Da eine genaue Kostenschätzung oft schwierig ist, hat sich der Ansatz eines vorab definierten und verfügbaren Budgets bewährt. Um den laufenden Betrieb während der Modernisierung aufrecht zu halten, ist eine schrittweise Migration bzw. die modulweise Strangler-Pattern-Methodik anstelle eines „Big Bang“ zu empfehlen. Auch ein Parallelbetrieb der alten und neuen Systeme während der Übergangsphase ist ein guter Ansatz. Der Erfolg einer Softwaremodernisierung hängt nicht zuletzt auch von der intensiven Unterstützung der Anwender:innen während der Umstellungsphase ab, um Akzeptanzprobleme zu vermeiden. Software-Marketing, Schulungen der Mitarbeiter (Videotraining) und ein schlüssiges Konzept, das die Anwender und Stakeholder mit ins Boot holt, sind dabei entscheidend. In jedem Fall empfiehlt es sich, Modernisierungsprojekte rechtzeitig zu starten und einen erfahrenen Partner an Bord zu holen. Die richtige Modernisierungsstrategie und eine professionelle, schrittweise Vorgehensweise mit einem „Business Value first“-Ansatz führen zum Erfolg. Wer nicht modernisiert, riskiert hohe Kosten, Sicherheitslücken und verpasste Marktchancen.

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