Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
ESET AI Advisor identifiziert Gefahren und berät IT-Sicherheitsexperten 03. 07. 2024
Der IT-Sicherheitshersteller ESET erweitert seine Business-Lösungen mit einem KI-basierten Cybersecurity-Assistenten, der Sicherheitsverantwortliche im Alltag unterstützt und Vorfälle effizienter managen lässt.
BOLL übernimmt nun auch in Österreich den Vertrieb von Palo Alto Networks 27. 06. 2024
Palo Alto Networks vertraut auf die Expertise und das Engagement von BOLL und unterzeichnet einen Distributionsvertrag für Österreich.
Österreichischer Gesundheitswirtschaftskongress: Digitalisierung und KI im Fokus 19. 06. 2024
Vergangene Woche fand der diesjährige Österreichische Gesundheitswirtschaftskongress, kurz ÖGWK, in Wien statt. Veranstaltungspartner MP2 IT-Solutions gab Einblicke in die Trends und digitalen Entwicklungen in der Gesundheitsbranche.
Flexible ERP-Prozesse für die Werkshalle von morgen 17. 06. 2024
Neue Maschine, neue Funktionen: In Zeiten von KI und Large Language Models erweitert sich das Funktionsspektrum moderner Fertigungsmaschinen geradezu in Rekordzeit. Damit die kontinuierlichen Innovationen zu einem Effizienzgewinn für den Gesamtprozess führen, müssen auch die umliegenden IT-Systeme dieser Dynamik Rechnung tragen können. Wie der ERP-Spezialist Asseco Solutions mit der neuesten Generation seiner Lösung APplus die digitale Fertigung von morgen unterstützt, zeigt das Unternehmen auf der „World of Tools“ 2024 in Nürnberg.
A1 und KSV1870 bewerten Cyber-Risiken von Unternehmen 15. 06. 2024
A1 und KSV1870 haben eine strategische Kooperation geschlossen, um Unternehmen in Österreich einen umfassenden Cyber-Sicherheitsnachweis zu ermöglichen. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Transparenz und Sicherheit in lokalen und globalen Lieferketten zu erhöhen, indem ein strukturiertes und anerkanntes Rating gemäß den Richtlinien von NIS2 und DORA etabliert wird.
Sage übernimmt HR-Module von Ammonit 12. 06. 2024
Die Akquisition stärkt Sage DPW, Sages HR-Lösung für den österreichischen Markt.
Innovationen und Netzwerke im Fokus: LEARNTEC 2024 schließt erfolgreich ab 06. 06. 2024
Die 31. Ausgabe der LEARNTEC, Europas führende Messe für digitale Bildung, bot ein breites Spektrum an Innovationen und Vernetzungsmöglichkeiten. Über 14.000 Teilnehmende aus 43 Ländern, trafen sich und 419 Aussteller in Karlsruhe, um die neuesten Entwicklungen im digitalen Lernen zu erkunden und sich auszutauschen. Das vielseitige Programm, ergänzt durch einen Outdoorbereich mit Festivalcharakter, setzte neue Maßstäbe.
Digitale Buchhaltung leicht gemacht 05. 06. 2024
Das Kärntner Start-up Bookkeepr präsentiert eine benutzerfreundliche App für EPUs und Kleinstunternehmen.
Start in Belgien, Finnland, Portugal und Tschechien 04. 06. 2024
refurbed, ein Online-Marktplatz für refurbished Produkte, erschließt neue Märkte und startet in Belgien, Finnland, Portugal und Tschechien.
Erweiterung der Datenfreiheit für Veeam-Kunden: Proxmox VE-Support kommt 28. 05. 2024
Veeam Software kündigt die Unterstützung für Proxmox VE an, eine häufig nachgefragte Virtualisierungsplattform, um das Datenmanagement und die Cyber-Resilienz zu verbessern.
ISPA sieht einen Rückschlag für den Datenschutz in EUGH Urteil 16. 05. 2024
Die ISPA, der Interessenverband der österreichischen Internetwirtschaft, äußert sich besorgt über das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Vorratsdatenspeicherung. Der Verband sieht darin eine ernsthafte Bedrohung für Grundrechte und fordert die Politik auf, gegen überzogene Überwachungstendenzen klar Stellung zu beziehen, eine umfassende Überprüfung der aktuellen Rechtslage zur Vorratsdatenspeicherung durchzuführen, klare Grenzen zu setzen und die Freiheiten der Menschen in einer digitalisierten Welt zu bewahren.
AWS startet in neue Ära der KI-gestützten Softwareentwicklung 14. 05. 2024
AWS erweitert mit Amazon Q die Möglichkeiten der Softwareentwicklung durch den Einsatz von KI. Die Plattform fördert die Automatisierung und bietet umfangreiche Integrationsoptionen, wodurch Unternehmen unterschiedlicher Größe ihre Daten sicher und effizient verwalten können. Mit Amazon Q stellt AWS ein Tool bereit, das sowohl die Entwicklergemeinschaft als auch nicht-technische Mitarbeiter unterstützt.
Studie von Ping Identity enthüllt Lücken im Identitätsschutz 08. 05. 2024
Eine internationale Umfrage von Ping Identity offenbart, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten bei der Identitätsverifikation haben und unzureichend gegen KI-basierte Angriffe geschützt sind. Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen, dass Unternehmen im Bereich Identitätsschutz im KI-Zeitalter noch großen Nachholbedarf haben. Experten empfehlen dringend, Investitionen in fortschrittlichere Technologien und Strategien zu tätigen, um sich gegen die wachsenden Bedrohungen durch künstliche Intelligenz zu wappnen.
Sichere Geldanlage mit IT-Expertise made in Austria 08. 05. 2024
Die Anforderungen für Bundeschatz, das neue Geldanlegerprodukts des Bundes, waren hoch: Die Web-Applikation sollte äußerst benutzerfreundlich und zugleich in höchstem Maße sicher sein und die Entwicklung sollte in Rekordzeit umgesetzt werden. Erfüllt wurden diese Anforderungen von einem Spezialisten für Custom Software Development mit Headquarter in Wien.
Commvault startet Cloud-basierte Cleanroom-Recovery-Lösung 02. 05. 2024
Commvault präsentiert eine neue, in der Cloud gehostete Lösung zur Datenwiederherstellung, die speziell für Unternehmen jeder Größe entwickelt wurde.
Bedrohungslage für ERP-Systeme verschärft sich drastisch: Neue Studie zeigt Zunahme der Ransomware-Vorfälle 02. 05. 2024
Eine aktuelle Untersuchung der Sicherheitsunternehmen Onapsis und Flashpoint offenbart eine alarmierende Zunahme von Ransomware-Angriffen auf SAP-Systeme. Die Studie dokumentiert einen Anstieg der Attacken um 400 Prozent, was auf eine erhöhte Ausnutzung von Schwachstellen in ERP-Systemen zurückzuführen ist. Die Cyberangriffe erreichen neue Dimensionen.
Veeam baut seine Marktführerschaft im Bereich der Datensicherung weiter aus 02. 05. 2024
Laut einem aktuellen Bericht der International Data Corporation (IDC) bestätigt Veeam seine führende Position im globalen Markt für Datenreplikations- und Schutzsoftware durch kontinuierliches Wachstum und Innovation. Die neuesten Produktentwicklungen und strategischen Partnerschaften unterstreichen die Reaktion auf die Herausforderungen moderner IT-Umgebungen und Cyberbedrohungen.
Neue Visualisierungstools unterstützen Biomediziner und Datenjournalisten 02. 05. 2024
Ein Forschungsverbund unter Beteiligung der FH St. Pölten und weiterer renommierter Institutionen entwickelte neue Hilfsmittel für Visual Analytics, die speziell auf die Bedürfnisse von Biomedizinern und Datenjournalisten zugeschnitten sind.
weiter
Interview

Data Thinking mit LLMs

Mit Data Thinking lassen sich Daten analysieren, Muster erkennen und Erkenntnisse gewinnen, um fundierte Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen. In Kombination mit Large Language Models (LLMs) kann Data Thinking dazu beitragen, komplexe Datenanalysen durchzuführen, Muster zu identifizieren und Erkenntnisse zu gewinnen. Welche Vorteile Unternehmen aus dem Konzept ziehen können, erklärt Konrad Schreiber von MaibornWolff im Gespräch.

Foto: MaibornWolff Konrad Schreiber ist als stellvertretender Bereichsleiter für den Bereich Data und AI bei MaibornWolff tätig. Als IT-Experte berät und unterstützt er Kunden beim Aufbau komplexer IT-Systeme deren zentraler Bestandteil Künstliche Intelligenz ist. Large Language Models (LLMs), insbesondere GPT, sind vielfältig einsetzbar und es gibt für Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten sie für das eigene Business zu verwenden. Diese sind allerdings vielen noch nicht bekannt. Wie man LLMs zu seinem Vorteil nutzt, beantwortet Konrad Schreiber, Deputy Head of Data and AI bei dem IT-Unternehmen MaibornWolff.

it&t business: Herr Schreiber, worum genau handelt es sich bei Data Thinking?

Konrad Schreiber: Durch die fortschreitende Digitalisierung gibt es eine Unmenge an Daten in Unternehmen. Diese Daten können sich enorm positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirken, wenn sie effektiv gesammelt und gut strukturiert sind. Eine Methode, die bei der Datenverarbeitung unterstützt, ist das sogenannte Data Thinking. Bei diesem Ansatz werden Data Science und Design Thinking miteinander kombiniert. Er leitet Unternehmen dazu an, ihre vorhandenen Daten zu reflektieren und möglichst gewinnbringend einzusetzen. Ziel ist es dabei, nutzerorientierte und datenbasierte Produkte oder Lösungen zu entwickeln.

it&t: Wie geht man dabei am besten vor?

Schreiber: Beim Data Thinking geht auch um ein ganzheitliches Verständnis des Kontexts, in dem Daten existieren und darum, wie sie genutzt werden können, um bestimmte Ziele zu erreichen, z.B. einen höheren Automatisierungsgrad bestimmter Geschäftsprozesse. Damit dies gelingt, werden immer mehrere Fachbereiche eines Unternehmens miteinbezogen, um so die Datenbasis von verschiedenen Blickwinkeln aus zu betrachten. Die in den einzelnen Fachbereichen gesammelten Daten, die beispielsweise Auskunft über das Käuferverhalten geben, aber auch betriebsinterne Controlling Daten sein können, werden strukturiert und konsolidiert. Während des Prozesses klären alle Beteiligten, welche Erkenntnisse die Daten liefern, welche Ergebnisse zu erwarten sind oder an welchen Stellen Informationen noch fehlen.

it&t: Wie revolutionieren LLMs den Prozess?

Schreiber: Mit der Entwicklung von Large Language Models gibt es nun Technologien, mit denen sich schon im kreativen Prozess KI einsetzen lässt. GPT ist zum Beispiel recht einfach zu bedienen und kann direkt auf unstrukturierten Textdaten eingesetzt werden um „schnell etwas auszuprobieren“. Der Data Thinking Prozess kann so um ein Vielfaches beschleunigt werden. LLMs werden dann oft Teil der Lösung, weil viele Geschäftsprozesse textbasiert sind. Kompetenzen und Wissen aus unterschiedlichen Fachabteilungen werden zusammengebracht, die benötigten Daten extrahiert und verarbeitet. Langwierige Geschäftsprozesse schrumpfen so erfahrungsgemäß um bis zu 50 Prozent. Gerade, wenn es darum geht, große Dokumente auszuwerten, mehrfach zu lesen und nach bestimmten Informationen zu suchen, birgt der Einsatz von LLMs großes Potenzial, Zeit zu sparen. Im Data Thinking Prozess zeichnet sich so etwas sehr schnell ab.

it&t: Welche Voraussetzungen muss ein Unternehmen erfüllen?

Schreiber: Unternehmen sollten dieses Projekt langfristig und strategisch planen. Vor allem zwei Punkte entscheiden am Ende über Erfolg oder Misserfolg des Vorhabens:

Oberste Priorität muss die Weiterbildung der Projektbeteiligten der einzelnen involvierten Fachbereiche sein. Empfehlenswert ist es, eine verantwortliche Person für den Umgang mit der Technologie zu benennen. Noch besser wäre es, ein Kompetenzteam zu etablieren. So bleibt Fachwissen eher im Haus, sollte es zu Personalwechseln kommen. Weiterbildungen selbst können etwa über externe Beratung, aber auch im Zuge einer internen Qualifizierung stattfinden. Setzt ein Unternehmen auf externe Beratung, muss gewährleistet sein, dass es sich um einen vertrauenswürdigen und erfahrenen Partner handelt, der den Umfang realistisch einschätzen kann.

Ein zweiter Punkt ist die technische Umsetzbarkeit. Dafür ist ein Unternehmen auf IT-Fachleute angewiesen. Im Idealfall haben die einen Background im Deep Learning oder sogar im Natural Language Processing. Verfügt ein Unternehmen über gut aufgestellte Entwicklungsteams und eine Data Science Abteilung, sind die Chancen sehr hoch, dass das erforderliche Knowhow zu LLMs und Data Thinking bereits vorhanden ist. Diese Teams stecken derzeit meistens schon „mittendrin“ und sind mit der Vielzahl an Möglichkeiten und Ideen stark gefordert. Sollten entsprechende Kompetenzen nicht vorhanden sein, muss frühzeitig entschieden werden, ob Stellen dafür geschaffen werden oder ob externe Experten mit ins Boot geholt werden.

it&t: Welche Risiken birgt der Prozess in puncto Datenschutz?

Schreiber: Tatsächlich sind die langfristigen Auswirkungen, die diese Modelle auf unser Privatleben und unsere Geschäftswelt haben, noch nicht vollumfänglich absehbar. Fakt ist jedoch: Die Tools werden bleiben und Unternehmen sollten lernen, mit ihnen umzugehen, um sie für sich zu nutzen. Wichtig in diesem Zusammenhang: Im wirtschaftlichen Kontext sollten Anwender von GPT auf eine Cloud-Partnerschaft setzen, die garantiert, dass unternehmensinterne Daten nicht weitergegeben werden und regulatorische Vorgaben bezüglich DSGVO eingehalten werden. Derzeit bietet z.B. Microsoft Azure über die OpenAI Services entsprechende Möglichkeiten. Ebenso sind aber auch Unternehmen selbst angehalten, mit ihren Daten verantwortungsvoll umzugehen.

it&t: Wie verschaffen sich Unternehmen mit Data Thinking und LLMs dann einen Wettbewerbsvorteil?

Schreiber: LLMs können große Datenmengen verarbeiten, um wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Durch die Analyse von Trends, Kundenstimmungen, Marktveränderungen können Unternehmen schnell fundierte Entscheidungen treffen. So können Kundenerfahrungen besser personalisiert werden. Denn LLMs können Vorlieben, Verhaltensweisen und Interaktionen analysieren, um Produkte, Dienstleistungen und Marketingstrategien auf die individuellen Bedürfnisse zuzuschneiden. Die Analyse von Daten kann helfen, potenzielle Risiken und Schwachstellen in verschiedenen Bereichen wie Cybersicherheit, Compliance und Marktvolatilität zu erkennen. Auf diese Weise sind Unternehmen in der Lage, proaktiv Maßnahmen zu ergreifen, um diese Risiken zu mindern. Durch kontinuierliche Automatisierung von Geschäftsprozessen bleiben Unternehmen effizient, können eigene Wachstumspotenziale ausschöpfen und so sicherstellen, dass sie relevant bleiben.

it&t business medien eU
Tel.: +43/1/369 80 67-0
office@ittbusiness.at